Beobachtetes Signal · 13. Aug. 2026 · Earnings Report · Quelle: Retail-News · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Mister Spex steigert Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 trotz Umsatzrückgangs
Mister Spex hat im ersten Halbjahr 2026 trotz sinkender Umsätze eine deutlich verbesserte Profitabilität vermeldet. Das bereinigte EBITDA stieg im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 3,8 Millionen Euro, angetrieben durch margenstärkere Korrektionsbrillen, reduzierte Rabatte und einen höheren durchschnittlichen Bestellwert. Der Gesamtumsatz sank um 10 Prozent auf 87,9 Millionen Euro, wobei der Online-Umsatz um rund 20 Prozent zurückging, während das Filialgeschäft um etwa 10 Prozent zulegte. Das Unternehmen lagert künftig die Produktion an Rodenstock und wesentliche Logistikfunktionen an Arvato aus und plant die Schließung des Standorts Berlin-Spandau bis Ende 2026. Mister Spex bestätigte zudem seine Jahresprognose 2026 für den Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen Break-even und einem niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Die Halbjahreszahlen von Mister Spex zeigen eine deutliche Profitabilitätssteigerung und tiefgreifende operative Restrukturierungen, die die Supply Chain im E-Commerce und relevante Partner direkt betreffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das bereinigte EBITDA stieg im H1 2026 im Jahresvergleich um 65 % auf 3,8 Mio. Euro.
- Der Gesamtumsatz sank im H1 2026 um 10 % auf 87,9 Mio. Euro.
- Die Bruttomarge stieg um fast zwei Prozentpunkte auf 56,9 %; der durchschnittliche Bestellwert wuchs um 11 % auf 119 Euro.
- Der Online-Umsatz sank im H1 2026 um rund 20 % auf 52,8 Mio. Euro, während der Offline-/Filialumsatz um 10 % auf 35,1 Mio. Euro stieg.
- Mister Spex lagert die Produktion an Rodenstock und die Logistik an Arvato aus; der Standort Berlin-Spandau soll bis Ende 2026 geschlossen werden.
Ontologie & Marktkonzepte
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Mister Spex schließt Logistik- und Produktionszentrum in Berlin
Mister Spex schließt im Zuge eines harten Sanierungskurses sein Logistik- und Produktionszentrum in Berlin und strebt dabei den Abbau von 125 Arbeitsplätzen an. CEO Tobias Krauss betonte, dass diese Maßnahmen Einsparungen in Millionenhöhe generieren werden, und äußerte gleichzeitig den Ehrgeiz, das Unternehmen in eine sogenannte „Agentic AI Company“ zu transformieren – ungeachtet jüngster Kapazitätskürzungen im Technologie-Team. Der entsprechende Bericht wurde am 30. Juni 2026 vom manager magazin veröffentlicht und von Sarah Heuberger verfasst. Diese tiefgreifenden Umstrukturierungen unterstreichen den anhaltenden Konsolidierungs- und Effizienzdruck im Direct-to-Consumer-Handel, bei dem operative Kernbereiche zugunsten digitaler und KI-getriebener Zukunftsmodelle restrukturiert werden, auch wenn die konkrete Umsetzung und die langfristigen Auswirkungen auf die technologische Wettbewerbsfähigkeit des E-Commerce-Akteurs am Markt kritisch beobachtet werden.
DocMorris hebt Prognose nach starkem Rx-Wachstum an
DocMorris hat im ersten Halbjahr 2026 stärkere Umsätze und verbesserte operative Ergebnisse verzeichnet und die Gesamtjahresprognose nach kräftigem Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) und digitalen Diensten angehoben. Der Außenumsatz stieg um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen CHF, der ausgewiesene Umsatz kletterte um 13,4 Prozent auf 599,2 Millionen CHF. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf einen Fehlbetrag von 10,9 Millionen CHF, während das unbereinigte EBITDA bei -20,0 Millionen CHF lag. Der Rx-Umsatz legte im Jahresverlauf um rund 38 Prozent zu, wobei das Management nun für das Gesamtjahr ein Rx-Wachstum von rund 40 Prozent erwartet. Der Umsatz im Bereich Digital Services sprang um 71,4 Prozent nach oben. Das Management hält an dem Ziel fest, im zweiten Halbjahr 2026 den EBITDA-Break-even zu erreichen, während der Free Cash Flow für 2027 angepeilt wird.
Birkenstock verzeichnet zweistelliges Wachstum und hebt Prognose an
Birkenstock hat im dritten Quart des Fiskaljahres 2026 ein anhaltendes Wachstum vermeldet und seine Jahresprognose nach oben angepasst. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 720 Millionen Euro (währungsbereinigt plus 15 Prozent). Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 11 Prozent auf 242 Millionen Euro, während die bereinigte EBITDA-Marge leicht auf 33,7 Prozent sank. Der ausgewiesene Nettogewinn ging um 15 Prozent auf 110 Millionen Euro zurück, wogegen der bereinigte Nettogewinn auf 134 Millionen Euro stieg und der bereinigte Gewinn je Aktie 0,74 Euro erreichte. Haupttreiber waren Direct-to-Consumer-Verkäufe und die Expansion des eigenen Retail-Geschäfts; im Quartal wurden 13 Stores eröffnet, womit Ende Juni 124 eigene Standorte betrieben wurden. Zudem schloss Birkenstock finanzielle Maßnahmen wie eine Anleiheemission über 900 Millionen Euro, die Rückzahlung von Schulden in Höhe von 428,5 Millionen Euro sowie ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm im Wert von 230 Millionen Euro ab.
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