Beobachtetes Signal · 18. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: t3n · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
Microsoft-Manager bewerten KI-Training intern als massiven Diebstahl
Im Rahmen einer Urheberrechtsklage der New York Times gegen Microsoft und OpenAI offenbaren interne Dokumente, dass leitende Microsoft-Führungskräfte das KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Inhalten intern als beispiellosen Diebstahl betrachten – trotz anderslautender öffentlicher Aussagen. Brent Hecht, Leiter der angewandten Wissenschaften bei Microsoft, sprach von einem bemerkenswerten Diebstahl ungeahnten Ausmaßes, während OpenAI-ChatGPT-Chef Nick Turley einräumte, die Technologie stelle eine existenzielle Bedrohung für Nachrichtenverlage dar. Die Unterlagen zeigen zudem erhebliche interne Zweifel an der Rechtfertigung durch das Prinzip der Fair Use. Selbst Microsoft-CEO Satya Nadella räumte unter Eid ein, dass Chatbots den direkten Besuch von Originalquellen ersetzen können, was zu einem potenziellen Teufelskreis führt. Dieses laufende Verfahren gilt als wegweisender Präzedenzfall für die rechtliche Zulässigkeit von KI-Trainingsdaten.
Diese Entwicklung markiert einen potenziellen Wendepunkt für den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten im KI-Training und könnte durch interne Zweifel der Akteure weitreichende rechtliche Präzedenzkräfte für die gesamte Medien- und Tech-Branche entfalten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Interne Microsoft-Dokumente wurden im Zuge der New York Times-Klage gegen Microsoft und OpenAI veröffentlicht.
- Microsofts Brent Hecht bezeichnete das KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Texten als beispiellosen Diebstahl.
- OpenAI-ChatGPT-Chef Nick Turley räumte intern ein, dass KI eine existenzielle Bedrohung für Verlage darstellt.
- Microsoft-CEO Satya Nadella bestätigte in einer Zeugenaussage unter Eid, dass Chatbots den Traffic auf Originalquellen substituieren können.
- Die New York Times verklagte Microsoft und OpenAI wegen der unautorisierten Nutzung ihrer Artikel für das KI-Training.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Brent Hecht, Leiter der angewandten Wissenschaften bei Microsoft.”
“OpenAIs ChatGPT-Chef Nick Turley.”
“Die von der New York Times gegen Microsoft und OpenAI angestrengte Urheberrechtsklage.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Microsoft-Manager bezeichnet AI-Scraping als „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“
Neu veröffentlichte Gerichtsdokumente im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse bezüglich problematischer KI-Trainingstypen. Ein Microsoft-Manager stufte das Scraping von Inhalten als „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“ ein, während OpenAI-Führungskräfte von einer „existentiellen Bedrohung“ für Publisher sprachen. Die Unterlagen belegen angeblich, wie Paywalls umgangen, Copyright-Hinweise entfernt und massive Datensätze aus redaktionellen Inhalten aufgebaut wurden. Microsoft-interne Daten zeigten zudem einen Einbruch der Click-Through-Rates (CTR) für die New York Times von bis zu 93 Prozent durch AI Answer Engines, was die ökonomischen Grundlagen von Medienhäusern gefährdet. Diese Enthüllungen schwächen die Fair-Use-Argumentation von OpenAI massiv und verdeutlichen die weitreichenden Schäden für das gesamte digitale Ökosystem und die Content-Monetarisierung.
NYT-Klage: Entsiegelte Dokumente schwächen Fair-Use-Verteidigung von OpenAI und Microsoft
Neu entsiegelte Dokumente in der Klage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse, wonach KI-Produkte Verlagsinhalte weitgehend substituieren und eine existenzielle Bedrohung für Publisher darstellen. Rechtsexperten betonen, dass diese Enthüllungen die Fair-Use-Verteidigungslinie der KI-Entwickler massiv untergraben – insbesondere angesichts von Belegen für das Umgehen von Paywalls, was einen Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) darstellen könnte. Die Unterlagen zeigen, dass Führungskräfte beider Tech-Konzerne den kommerziellen Wert journalistischer Inhalte intern anerkannten, diese jedoch ohne Lizenz für das LLM-Training nutzten. Das Verfahren unter Richter Sidney Stein könnte einen weitreichenden Präzedenzfall für urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten schaffen und die gesamte KI-Branche in verpflichtende, kostenpflichtige Content-Licensing-Modelle zwingen.
OpenAI verteidigt KI-Training als faire Nutzung
OpenAI hat Auszüge aus Amicus-Curiae-Schriftsätzen veröffentlicht, die von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen zur Unterstützung seiner Position eingereicht wurden, dass das Training von KI-Modellen mit urheberrechtlich geschützten Werken eine faire Nutzung darstellt. Die Schriftsätze, die im Urheberrechtsprozess gegen die New York Times eingereicht wurden, argumentieren, dass KI-Training transformativ ist und den Markt für Originalwerke nicht schädigt. Zu den Unterstützern gehören gemeinnützige Organisationen wie Public Knowledge, Branchenverbände wie die Consumer Technology Association und prominente Persönlichkeiten wie der Pulitzer-Preisträger Ron Suskind und der Autor Kevin Kelly. Die Stellungnahmen betonen den gesellschaftlichen Nutzen von KI, einschließlich Barrierefreiheit, medizinischer Forschung und Innovation, und argumentieren, dass eine Einschränkung der fairen Nutzung den Fortschritt behindern würde. Auch die Stellungnahme der US-Regierung warnt davor, die Fair-Use-Doktrin einzuschränken, und weist auf mögliche Schäden für den amerikanischen Wohlstand und den wissenschaftlichen Fortschritt hin.
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