Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Policy Update · Quelle: t3n · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Microsoft macht Passkeys zum Standard in Entra ID
Microsoft hat angekündigt, dass Passkeys ab dem 1. September 2026 zur Standard-Authentifizierungsmethode im Identity Management-System Entra ID werden. Anwender, die für die Multi-Factor Authentication (MFA) bislang auf SMS- oder Sprachcodes setzen, müssen wechseln; diese Altverfahren werden bis Februar 2027 nur noch für Unternehmen unterstützt, die dies ausdrücklich beantragen. Die Umstellung erfolgt schrittweise, wobei betroffene Nutzer bei ihrer nächsten MFA-Anmeldung zur Registrierung von Passkeys aufgefordert werden. Zudem erweitert Microsoft die Unterstützung für gerätegebundene sowie synchronisierte Passkeys und ergänzt administrative Management-Kontrollen. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen den rasanten Anstieg KI-gestützter Phishing-Angriffe, die Erfolgsraten von bis zu 54 Prozent im Vergleich zu rund 12 Prozent bei herkömmlichem Phishing aufweisen. Passkeys basieren auf FIDO2- und WebAuthn-Standards und ersetzen Passwörter durch kryptografische Zugangsdaten, die an biometrische oder PIN-basierte Geräteauthentifizierungen gekoppelt sind.
Die Umstellung einer großen Plattform wie Microsoft auf Passkeys als Standard verändert das Enterprise Identity Management, senkt das Phishing- sowie Account-Takeover-Risiko und beeinflusst Identity- und SSO-Strategien in MarTech- und AdTech-Ökosystemen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Microsoft macht Passkeys ab dem 1. September 2026 zur Standard-Authentifizierungsmethode in Entra ID.
- SMS- und Sprachcode-MFA-Methoden werden abgekündigt und sind für Unternehmen optional nur noch bis Februar 2027 verfügbar.
- Betroffene Nutzer werden bei ihrer nächsten MFA-Anmeldung im Zuge des schrittweisen Rollouts zur Passkey-Registrierung aufgefordert.
- Microsoft erweitert die Unterstützung für gerätegebundene sowie synchronisierte Passkeys und fügt administrative Management-Funktionen hinzu.
- KI-gestützte Phishing-Kampagnen mit Klickraten von bis zu 54 Prozent (gegenüber rund 12 Prozent bei klassischem Phishing) motivieren den Wechsel.
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Microsoft warnt vor SMS-basierter 2FA aufgrund von KI-Phishing
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Entscheidungsleitfaden: Sollte Ihre App Passkeys integrieren?
Dieser technische Leitfaden erklärt, wie Produkt-, Entwicklungs- und Sicherheitsteams die Einführung von Passkeys zur Nutzerauthentifizierung bewerten sollten. Er definiert Passkeys, Passwörter sowie MFA, beschreibt Schutzmechanismen gegen Phishing und Credential-Stuffing sowie Grenzen bei gestohlenen Session-Token oder Gerätemalware. Eine gewichtete Zehn-Punkte-Checkliste mit Kriterien wie Recovery und Enterprise SSO liefert Ampel-Schwellenwerte von Rot bis Grün. Der Artikel empfiehlt agile Pilotprojekte mit begrenzten Nutzergruppen, beizubehaltende Passwort-Fallbacks, die Messung von Registrierungs- sowie Login-Erfolgsraten und die Nutzung einer einseitigen Vorlage für Management-Empfehlungen.
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