Beobachtetes Signal · 17. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: techcrunch · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
Microsoft-Manager bezeichnet AI-Scraping als „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“
Neu veröffentlichte Gerichtsdokumente im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse bezüglich problematischer KI-Trainingstypen. Ein Microsoft-Manager stufte das Scraping von Inhalten als „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“ ein, während OpenAI-Führungskräfte von einer „existentiellen Bedrohung“ für Publisher sprachen. Die Unterlagen belegen angeblich, wie Paywalls umgangen, Copyright-Hinweise entfernt und massive Datensätze aus redaktionellen Inhalten aufgebaut wurden. Microsoft-interne Daten zeigten zudem einen Einbruch der Click-Through-Rates (CTR) für die New York Times von bis zu 93 Prozent durch AI Answer Engines, was die ökonomischen Grundlagen von Medienhäusern gefährdet. Diese Enthüllungen schwächen die Fair-Use-Argumentation von OpenAI massiv und verdeutlichen die weitreichenden Schäden für das gesamte digitale Ökosystem und die Content-Monetarisierung.
Offenbart interne Schuldeingeständnisse großer KI-Konzerne zum Urheberrechtsverletzung, die Regulierungen für das KI-Training und das gesamte digitale Content-Ökosystem grundlegend verändern könnten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Unredigierte Gerichtsakten im NYT-Prozess zeigen, dass ein Microsoft-Manager AI-Scraping als „größten Arbeitsdiebstahl der Menschheitsgeschichte“ bezeichnete.
- OpenAI-Führungskräfte räumten ein, dass KI-Modelle eine „existenzielle Bedrohung“ für Publisher darstellen.
- Interne Microsoft-Daten belegen einen Rückgang der Click-Through-Rates für nytimes.com um bis zu 93 % durch Copilot.
- OpenAI-Trainingsdatensätze enthielten über 91.692 Kopien von Werken der New York Times, Daily News und des Center for Investigative Reporting.
- Mitarbeiter sollen Paywalls umgangen und Copyright-Hinweise aus den Trainingsdaten entfernt haben.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Microsoft executives privately described AI training practices as 'theft' and data showed Copilot reduced NYT click-throughs....”
“OpenAI's leadership acknowledged AI models posed an 'existential threat' to publishers and allegedly used paywall-bypassing hacks....”
“The New York Times brought the copyright lawsuit against OpenAI and Microsoft over use of its content....”
“The New York Times brought the copyright lawsuit against OpenAI and Microsoft over use of its content....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
NYT-Klage: Entsiegelte Dokumente schwächen Fair-Use-Verteidigung von OpenAI und Microsoft
Neu entsiegelte Dokumente in der Klage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft offenbaren interne Eingeständnisse, wonach KI-Produkte Verlagsinhalte weitgehend substituieren und eine existenzielle Bedrohung für Publisher darstellen. Rechtsexperten betonen, dass diese Enthüllungen die Fair-Use-Verteidigungslinie der KI-Entwickler massiv untergraben – insbesondere angesichts von Belegen für das Umgehen von Paywalls, was einen Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) darstellen könnte. Die Unterlagen zeigen, dass Führungskräfte beider Tech-Konzerne den kommerziellen Wert journalistischer Inhalte intern anerkannten, diese jedoch ohne Lizenz für das LLM-Training nutzten. Das Verfahren unter Richter Sidney Stein könnte einen weitreichenden Präzedenzfall für urheberrechtlich geschützte Trainingsdaten schaffen und die gesamte KI-Branche in verpflichtende, kostenpflichtige Content-Licensing-Modelle zwingen.
Microsoft-Manager bewerten KI-Training intern als massiven Diebstahl
Im Rahmen einer Urheberrechtsklage der New York Times gegen Microsoft und OpenAI offenbaren interne Dokumente, dass leitende Microsoft-Führungskräfte das KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Inhalten intern als beispiellosen Diebstahl betrachten – trotz anderslautender öffentlicher Aussagen. Brent Hecht, Leiter der angewandten Wissenschaften bei Microsoft, sprach von einem bemerkenswerten Diebstahl ungeahnten Ausmaßes, während OpenAI-ChatGPT-Chef Nick Turley einräumte, die Technologie stelle eine existenzielle Bedrohung für Nachrichtenverlage dar. Die Unterlagen zeigen zudem erhebliche interne Zweifel an der Rechtfertigung durch das Prinzip der Fair Use. Selbst Microsoft-CEO Satya Nadella räumte unter Eid ein, dass Chatbots den direkten Besuch von Originalquellen ersetzen können, was zu einem potenziellen Teufelskreis führt. Dieses laufende Verfahren gilt als wegweisender Präzedenzfall für die rechtliche Zulässigkeit von KI-Trainingsdaten.
Über 400 US-Lokalzeitungen verklagen OpenAI und Microsoft wegen Urheberrechtsverletzungen
Knapp 50 US-Medienhäuser mit rund 400 Lokalzeitungen haben eine gemeinsame Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Sie werfen den Tech-Konzernen vor, Verlagsinhalte – darunter auch kostenpflichtige Paywall-Inhalte – systematisch und ohne Erlaubnis zum Training ihrer KI-Modelle kopiert, Autorenangaben entfernt und wortgetreue Artikel-Wiedergaben ermöglicht zu haben. Die Kläger fordern Schadensersatz und ein Ende dieser Praktiken und warnen vor einem potenziellen Todesstoß für den lokalen Journalismus. OpenAI weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf öffentlich zugängliche Daten sowie die US-Fair-Use-Doktrin, während CEO Sam Altman zuvor eingeräumt hatte, dass das Training ohne urheberrechtlich geschütztes Material nicht möglich sei. Der Rechtsstreit ist Teil von rund 120 anhängigen Urheberrechtsklagen gegen KI-Anbieter an US-Gerichten.
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