Beobachtetes Signal · 14. Juni 2024 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Microsoft verschiebt den Start der umstrittenen KI-Funktion „Recall“
Microsoft hat die Einführung seiner KI-gestützten „Recall“-Funktion verschoben, die alle fünf Sekunden Screenshots erstellt, um die Suche in vergangenen Aktivitäten zu ermöglichen. Das für den 18. Juni 2024 geplante Debüt für alle Copilot+ PC-Nutzer wird nun zunächst exklusiv über das Windows Insider Program ausgerollt. Dieser Schritt folgt auf massive Datenschutzbedenken von Forschern und Anwendern, wobei prominente Stimmen das Feature mit Szenarien aus der Serie Black Mirror verglichen. Microsoft begründete die Verzögerung mit der Notwendigkeit, ein vertrauenswürdiges sowie sicheres Nutzererlebnis zu gewährleisten und erweitertes Feedback einzuholen. Für die lokalen Daten erfordert Recall erhebliche Speicherkapazitäten: Je nach Gerätetyp werden 25 GB bis zu 150 GB reserviert.
Grundlegende Plattform-Richtlinienänderungen von Microsoft bei datenschutzsensiblen KI-Funktionen können als Präzedenzfall dienen und das Nutzervertrauen sowie kommende Regulierungen im gesamten Technologie- und Werbeökosystem maßgeblich beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Microsoft verschiebt die ursprünglich für den 18. Juni 2024 geplante Einführung von Recall.
- Das Feature wird zunächst einer kleineren Nutzergruppe im Windows Insider Program bereitgestellt.
- Recall fertigt alle fünf Sekunden Screenshots an und speichert diese lokal zur späteren Durchsuchung.
- Datenschutzbedenken und Kritik – unter anderem Vergleiche mit Black Mirror – führten zu der Verzögerung.
- Recall beansprucht erheblichen Speicherplatz: 25 GB bei 256-GB-Geräten, 75 GB bei 512 GB und 150 GB bei 1 TB.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen“Microsoft hat angekündigt, die Einführung von „Recall“, einer KI-gestützten Funktion zur Verfolgung der Computernutzung, zu verschieben....”
“mit Partnern wie Acer, ASUS, Dell, HP, Lenovo und Samsung AI-getriebene Notebooks auf dem Markt etablieren will....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Windows 11: Bessere Suche, Copilot mit Dateizugriff
Microsoft kündigte zwei kommende Updates für Windows 11 an: eine verbesserte Suche und erweiterte Copilot-Funktionen. Mit der neuen Suche lassen sich Einstellungen wie der Dark Mode direkt anpassen, Screenshots erstellen und die Lautstärke per Slider ändern. Künftig sollen sogar Nachrichten verfasst und an Kontakte gesendet werden können. Copilots 'Hybrid Intelligence'-Funktion, die bei einem Microsoft-Event vorgestellt wurde, ermöglicht der KI den Zugriff auf lokale Dateien und Aktionen im gesamten Betriebssystem, etwa das Finden, Umbenennen, Packen und Anhängen von Dokumenten an E-Mails. Jacob Andreou, EVP von Copilot, demonstrierte dies anhand eines Steuerbeispiels. Der Rollout erfolgt schrittweise und erfordert die Zustimmung der Nutzer. Das Such-Upgrade soll noch dieses Jahr erscheinen, ein genaues Datum nannte Microsoft nicht.
KI treibt Werbung zurück in die physische Welt
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Rencore startet Multi-AI-Governance-Plattform
Rencore, ein in Deutschland ansässiger Anbieter von Governance-Tools für Microsoft 365 und KI, hat die Einführung von Multi-AI-Governance in seinem Modul AI & Agents angekündigt. Diese neue Funktionalität ermöglicht es IT- und Sicherheitsteams, Microsoft 365, Microsoft Copilot, Copilot Studio, Agents und Claude Enterprise von einer einzigen Steuerungsebene aus zu verwalten, verankert in Identitäten, die in Microsoft Entra ID verwaltet werden. Die Claude-Enterprise-Governance ist jetzt in der Vorschau verfügbar, die ChatGPT-Enterprise-Governance folgt später im Oktober 2026. Die Plattform adressiert die Herausforderung, dass in Unternehmen mehrere KI-Assistenten eingesetzt werden, jeweils mit eigener Verwaltungskonsole und begrenzten Audit-Logs. Rencores Lösung bietet eine einheitliche Inventarisierung, Risikoerkennung, Sitzplatz- und Kostenverfolgung sowie Policy-Automatisierung, unter Wahrung der Privatsphäre durch ausschließliches Lesen von Metadaten. Der Start spiegelt einen Markttrend hin zur Multi-KI-Adoption wider, gestützt durch Gartner-Forschung, die zeigt, dass zwei Drittel der Organisationen mindestens zwei generative KI-Assistenten neben Microsoft 365 Copilot einsetzen.
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