Beobachtetes Signal · 20. März 2024 · Product Launch · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Microsoft AI startet mit DeepMind-Mitgründer für Copilot-Offensive
Microsoft gründet mit Microsoft AI eine neue, dedizierte Geschäftseinheit zur Beschleunigung von Copilot und weiteren KI-Initiativen. Mustafa Suleyman, Mitgründer von Google DeepMind und Inflection, übernimmt als EVP und CEO die Leitung der Organisation. An seiner Seite fungiert Karén Simonyan als Chief Scientist für Microsoft AI. Das Team steuert künftig die KI-Entwicklung für Copilot, Bing und Edge. CEO Satya Nadella betont das Ziel, KI-Vorteile sicher und verantwortungsvoll bereitzustellen. Flankiert wird dieser Schritt durch strategische Partnerschaften wie die Kooperation mit Mistral, einen Großauftrag mit Intel sowie die ausgebaute Zusammenarbeit mit NVIDIA zur Stärkung des Enterprise-Ökosystems. Zudem treibt Microsoft Angebote wie Copilot Pro voran, während Copilot GPTs und Designer GPT in der Entwicklung sind.
Die prominente Personalie und die neue Microsoft AI-Division unterstreichen die massiven Investitionen in generative KI und die beschleunigte Umsetzung der Copilot-Roadmap.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Mustafa Suleyman (DeepMind- und Inflection-Mitgründer) wird EVP und CEO der neuen Einheit Microsoft AI.
- Karén Simonyan übernimmt die Position des Chief Scientist für Microsoft AI.
- Die Organisation fokussiert sich auf die Weiterentwicklung von Copilot, Bing und Edge.
- Copilot Pro positioniert sich als KI-Abonnement vergleichbar mit ChatGPT Plus, inklusive geplanter Copilot GPTs.
- Microsoft meldet kommerzielle und technologische Partnerschaften mit Mistral, Intel und NVIDIA.
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Microsoft baut Copilot-Führung um: Suleyman fokussiert Entwicklung neuer KI-Modelle
Microsoft restrukturiert die Führungsteams für seine Consumer- und Commercial-Copilot-Assistenten. Jacob Andreou übernimmt als Executive Vice President die Leitung des zusammengeführten Copilot-Nutzererlebnisses, während zentrale Führungskräfte für Microsoft 365 und die Copilot-Plattform künftig direkt an CEO Satya Nadella berichten. Ziel des Umbaus ist es, Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, Freiräume für die Entwicklung neuer Frontier Models und einer „Superintelligence“-Initiative zu verschaffen. Diese zielt auf Enterprise-optimierte, kosteneffiziente Modellreihen in den nächsten 3 bis 5 Jahren ab. Microsoft integriert weiterhin Modelle von Anthropic und OpenAI. Hintergrund ist die bisher verhaltene Consumer-Traktion: Laut Sensor Tower verzeichnete Copilot im Februar rund 6 Millionen Daily Active Users (DAUs) gegenüber 440 Millionen bei ChatGPT und 82 Millionen bei Google Gemini. Rund 3 Prozent der kommerziellen Office-Abonnenten nutzen derzeit das Microsoft 365 Copilot-Add-on.
Microsoft meldet wachsende Vertriebsdynamik bei Copilot-Lizenzen für Enterprise-Kunden
Microsoft-Manager Judson Althoff betonte vor Mitarbeitern eine zunehmende Vertriebsdynamik beim KI-Add-on Copilot, nachdem zuvor Bedenken hinsichtlich einer zögerlichen Enterprise-Adoption aufkamen. Im Januar wies Microsoft 15 Millionen Lizenzen für den Microsoft 365 Copilot (30 US-Dollar pro Monat und Nutzer) aus, was rund 3 % der Basis in Standard-Bundles entspricht. Zudem erhalten Geschäftskunden Zugriff auf einen funktional reduzierten Copilot Chat. Parallel investiert der Konzern massiv in Data Center, um die Cloud-Nachfrage von Partnern wie OpenAI zu bedienen. Laut Althoff wurden die ambitionierten Vertriebsziele für das März-Quartal erreicht, während für das Juni-Quartal anspruchsvolle Vorgaben gesetzt wurden. Die Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund eines Kursrückgangs der Microsoft-Aktie um rund 23 % im ersten Quartal, getrieben von Investorensorgen über den intensiven Wettbewerb bei Generative AI und die Rentabilität der hohen KI-Kapitalaufwendungen.
Microsoft gründet 2,5 Mrd. Dollar schwere KI-Implementierungseinheit
Microsoft hat die Gründung der neuen Tochtergesellschaft Microsoft Frontier Co. bekannt gegeben und investiert 2,5 Milliarden US-Dollar, um Enterprise-Kunden direkt bei der KI-Implementierung zu unterstützen. Rund 6.000 Mitarbeiter – darunter Forward-Deployed Engineers, technische Berater, Support-Kräfte und Vertriebsmitarbeiter – werden direkt bei Kunden vor Ort eingesetzt. Rodrigo Kede Lima, bisher Leiter des Asien-Geschäfts, übernimmt die Führung der Einheit. Judson Althoff, CEO des kommerziellen Geschäfts von Microsoft, begründete den Schritt mit der heterogenen KI-Reife der Kunden sowie dem hohen Beratungsbedarf bei Modellauswahl und Systemintegration. Die Initiative folgt auf ähnliche Vorstöße von Amazon, Anthropic sowie OpenAI und ergänzt Microsofts milliardenschwere Investitionen in Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur. Im März-Quartal erzielte Microsoft rund 2,1 Milliarden US-Dollar Umsatz im Segment Enterprise and Partner Services.
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