Beobachtetes Signal · 31. März 2026 · Product Launch · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Microsoft erweitert M365 Copilot um Multi-Model-Tools wie Model Council und Critique
Microsoft hat laut Ankündigung von CEO Satya Nadella zwei neue Multi-Model-Systeme in M365 Copilot integriert: Model Council und Critique. Model Council führt denselben Nutzer-Prompt parallel über verschiedene Modelle hinweg aus – darunter OpenAI und Anthropic –, um separate Berichte zu erstellen. Ein bewertendes Modell hebt anschliessend Überschneidungen und Unterschiede für Nutzer des Microsoft 365 Researchers hervor. Critique trennt die Erstellung und Evaluierung von Berichten, sodass ein Modell Inhalte entwirft, während ein anderes diese prüft, faktencheckt und verfeinert. Gestützt auf DRACO-Benchmark-Ergebnisse mit OpenAI GPT-5.2 als Richter beansprucht Microsoft für Critique eine höhere Leistungsfähigkeit als vergleichbare Deep-Research-Tools von Perplexity, Gemini und OpenAI. Die Funktionen werden über das Frontier-Programm ausgerollt; zudem erhalten Microsoft 365 Apps eine Copilot-Cowork-Funktion zur Delegierung mehrerer Aufgaben.
Die Implementierung von Multi-Model-Funktionen in M365 Copilot durch eine Grossplattform wie Microsoft verändert enterprise KI-Workflows, den Wettbewerb zwischen LLM-Anbietern wie OpenAI und Anthropic sowie die Nutzung von Copilot für Analysen und Content-Erstellung grundlegend.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Microsoft hat Model Council und Critique als Multi-Model-Funktionen in M365 Copilot eingeführt.
- Model Council führt denselben Prompt simultan über Modelle von OpenAI und Anthropic aus und liefert vergleichbare Einzelberichte.
- Critique trennt die Rollen von Generierung und Evaluierung: Ein Modell entwirft einen Bericht, während ein anderes ihn prüft, verifiziert und optimiert.
- Laut DRACO-Benchmark-Ergebnissen übertrifft Critique laut Microsoft vergleichbare Deep-Research-Tools von Perplexity, Gemini und OpenAI.
- Die Multi-Model-Funktionen werden über das Frontier-Programm ausgerollt; Microsoft 365 erhält zudem eine Copilot-Cowork-Funktion.
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Copilot Cowork: KI übernimmt automatisierte Microsoft 365-Workflows
Microsoft erweitert den Microsoft 365 Copilot um Copilot Cowork, eine neue KI-Funktion zur automatisierten Erstellung und Ausführung von Arbeitsplänen über Outlook, Teams und Excel hinweg. Das System analysiert Daten aus E-Mails, Dateien, Meetings sowie Dokumenten, definiert Meilensteine, überwacht den Fortschritt und fordert bei Bedarf menschliche Entscheidungen ein. Damit vollzieht Copilot den Schritt von der rein chatbasierten Unterstützung hin zur autonomen Aufgabenausführung, gesteuert über das Framework Work IQ. Die Lösung bereitet unter anderem Briefings, Präsentationen und Analysen für Produkteinführungen vor und führt Unternehmensrecherchen durch. Derzeit läuft eine Testphase mit ausgewählten Kunden; die breitere Verfügbarkeit über das Frontier-Programm ist für Ende März 2026 geplant. Zudem integriert Microsoft multimodale KI-Ansätze, darunter Claude von Anthropic, in Copilot Studio, wobei sämtliche Prozesse den strengen Microsoft 365-Sicherheits- und Governance-Standards unterliegen.
GPT-5.6 wird zum bevorzugten Modell in Microsoft 365 Copilot
OpenAI hat im Rahmen der Einführung von GPT‑5.6 bekannt gegeben, dass dieses als „bevorzugtes Modell“ für Microsoft 365 Copilot in Produktivitätsanwendungen wie Word, Excel, PowerPoint, Copilot Chat und Cowork fungieren wird. Laut einem Blogbeitrag von OpenAI unterstützt GPT‑5.6 Microsoft-Anwender über die gesamte Suite hinweg, wobei Microsoft das Modell nativ in Copilot-Erlebnissen bereitstellt und zudem über die OpenAI API darauf zugreift. Diese Offenlegung erfolgt nach Medienberichten von Bloomberg, wonach Microsoft zur Kostensenkung verstärkt eigene, interne Modelle (MAI) eingesetzt hat, was Spekulationen über eine mögliche Entfremdung der Partner auslöste. OpenAIs Ankündigung stellt die Maßnahme als Fortführung der Partnerschaft dar, lässt jedoch offen, was „bevorzugtes Modell“ im Detail bedeutet und widerlegt Berichte über den parallelen Einsatz eigener Microsoft-Modelle zur Kosteneinsparung nicht.
Microsoft baut Copilot-Führung um: Suleyman fokussiert Entwicklung neuer KI-Modelle
Microsoft restrukturiert die Führungsteams für seine Consumer- und Commercial-Copilot-Assistenten. Jacob Andreou übernimmt als Executive Vice President die Leitung des zusammengeführten Copilot-Nutzererlebnisses, während zentrale Führungskräfte für Microsoft 365 und die Copilot-Plattform künftig direkt an CEO Satya Nadella berichten. Ziel des Umbaus ist es, Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, Freiräume für die Entwicklung neuer Frontier Models und einer „Superintelligence“-Initiative zu verschaffen. Diese zielt auf Enterprise-optimierte, kosteneffiziente Modellreihen in den nächsten 3 bis 5 Jahren ab. Microsoft integriert weiterhin Modelle von Anthropic und OpenAI. Hintergrund ist die bisher verhaltene Consumer-Traktion: Laut Sensor Tower verzeichnete Copilot im Februar rund 6 Millionen Daily Active Users (DAUs) gegenüber 440 Millionen bei ChatGPT und 82 Millionen bei Google Gemini. Rund 3 Prozent der kommerziellen Office-Abonnenten nutzen derzeit das Microsoft 365 Copilot-Add-on.
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