Beobachtetes Signal · 22. Okt. 2024 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Meta testet Gesichtserkennung für Account-Wiederherstellung und Betrugsbekämpfung
Meta testet auf seinen Plattformen den Einsatz von Gesichtserkennung, um betrügerische Promi-Werbung (Celeb-Bait) einzudämmen und die Account-Wiederherstellung zu beschleunigen. Dabei werden Profilbilder verdächtiger Accounts mit den Facebook- und Instagram-Fotos von Prominenten abgeglichen, um entsprechende Anzeigen automatisch zu kennzeichnen. Betroffene Prominente erhalten Benachrichtigungen und können dem Verfahren widersprechen. Zudem soll die Technologie bei der Identifizierung von Fake Accounts helfen, um Löschungen zu beschleunigen. Nutzer können zur Wiederherstellung ihres Zugangs ein Video-Selfie hochladen. Meta versichert, dass die biometrischen Daten verschlüsselt, sicher gespeichert, nach dem Abgleich umgehend gelöscht und nicht dauerhaft vorgehalten werden. Angesichts früherer Datenschutzvorfälle gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich der Verarbeitung sensibler Biometriedaten, während Meta die Schutzmaßnahmen gegen Scammer und Hacker betont.
Der technische Einsatz biometrischer Gesichtserkennung durch eine Major Platform zur Betrugsprävention wirft wichtige Fragen zum Datenschutz und zur Sicherheit sensibler Nutzerdaten auf.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Meta testet Gesichtserkennung zur Bekämpfung von Celeb-Bait-Ads und für eine schnellere Account-Wiederherstellung.
- Das System gleicht Profilbilder verdächtiger Accounts mit Prominenten-Fotos ab und blockiert betrügerische Anzeigen bei Übereinstimmungen.
- Prominente haben die Möglichkeit, dem Verfahren per Opt-out zu widersprechen.
- Nutzer können ein verschlüsseltes Video-Selfie für den Login-Support hochladen, das nach dem Abgleich sofort gelöscht wird.
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Meta setzt KI zur Erkennung von Unter-13-Jährigen ein
Meta hat ein neues KI-gestütztes visuelles Analysesystem vorgestellt, das anhand von Fotos und Videos visuelle Merkmale wie Körpergröße und Knochenbau auswertet, um zu ermitteln, ob Nutzer unter 13 Jahre alt sind. Laut Meta handelt es sich dabei nicht um Gesichtserkennung; das System kombiniert visuelle Altersschätzungen mit der Analyse von Texten und Interaktionen in Beiträgen, Kommentaren, Bios und Bildunterschriften. Das System ist bereits in ausgewählten Ländern im Einsatz, ein breiterer Rollout ist geplant. Als minderjährigen eingestufte Accounts werden deaktiviert, bis eine Altersverifikation erfolgt. Zudem expandieren Instagram Teen Accounts in 27 EU-Länder sowie Brasilien, und strengere Jugendschutzfunktionen kommen zu Facebook in den USA, gefolgt von UK und EU im Juni. Dieser Schritt folgt auf rechtlichen Druck, darunter ein Urteil in New Mexico mit einer Geldstrafe von 375 Millionen US-Dollar gegen Meta im Zusammenhang mit der Kindersicherheit.
Meta plant vollständige Automatisierung der Content- und Werbemoderation durch KI
Meta verlagert wesentliche Teile der Content- und Werbemoderation auf Facebook und Instagram von menschlichen Teams hin zu Künstlicher Intelligenz. Laut Berichten verarbeiten Large Language Models bereits rund 50 Prozent der Prüfungsanfragen, wobei Meta diesen Wert bis Jahresende auf etwa 90 Prozent steigern will – ein ähnliches Ziel gilt für Risikobewertungen neuer Plattform-Features. Zur Optimierung nutzte das Unternehmen Mitarbeiterdaten als Trainingsgrundlage, pausierte das interne Monitoring jedoch nach einem potenziellen Datenleck. Kritiker warnen, dass der drastische Rückgang manueller Prüfungen und höhere Hürden für Löschungen problematischer Inhalte die Plattform-Sicherheit sowie das Vertrauen von Werbetreibenden in die Brand Safety gefährden könnten. Dieser Schritt erfolgt im Zuge umfassender Umstrukturierungen, darunter die Einführung neuer KI-Stacks wie Muse Spark und Hardware-Produkte wie Meta Glasses, und hat weitreichende Auswirkungen auf die Qualität des Social Advertising im gesamten AdTech-Ökosystem.
Meta testet überspringbare Anzeigen auf Instagram Reels und verschärft Jugendschutz für KI
Ein aktueller Marktüberblick beleuchtet Metas Tests mit überspringbaren Anzeigen auf Instagram Reels, Veränderungen im Wikipedia-Traffic durch generative AI und Social Media sowie strengere Jugendschutzmaßnahmen für KI-Chatbots. Meta testet Reels-Ads mit Countdown und Überspringen-Button, um die Effektivität für die Markenentdeckung zu prüfen; eine Werbeumsatzbeteiligung für Creator ist nicht geplant. Die Wikimedia Foundation verzeichnete einen Rückgang der menschlichen Seitenaufrufe um 8 Prozent im Jahresvergleich, bedingt durch veränderte Bot-Erkennung und verändertes Suchverhalten infolge von AI-Zusammenfassungen und sozialen Plattformen, was langfristig auch Freiwillige und Spender beeinträchtigen könnte. Zudem kündigte Meta neue Jugendschutzkontrollen für Facebook, Instagram und die Meta AI-App an, um den Zugriff Minderjähriger auf bestimmte KI-Charaktere zu beschränken und Konversationen zu überwachen. Führungskräfte wie Adam Mosseri reagieren damit auf Berichte über unangemessene Chatbot-Interaktionen mit Minderjährigen.
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