Beobachtetes Signal · 29. Okt. 2024 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Meta stoppt KI-Training in der EU nach Intervention der irischen DPC
Meta hat die Pläne zum Training seiner Large Language Models mithilfe öffentlicher Nutzerinhalte auf Facebook und Instagram in der Europäischen Union vorerst gestoppt. Grund ist eine offizielle Aufforderung der irischen Data Protection Commission, nachdem die Datenschutz-NGO Noyb und weitere Organisationen in elf europäischen Ländern Beschwerden eingereicht hatten. Die DPC erklärte, man werde den Dialog mit Meta und anderen europäischen Datenschutzbehörden fortsetzen. Meta zeigte sich enttäuscht und betonte, man habe regulatorisches Feedback berücksichtigt und die Behörden frühzeitig informiert. Laut Meta verzögere dieser Schritt die europäische KI-Innovation und Wettbewerbsfähigkeit erheblich. Datenschützer wie Max Schrems begrüßten die Entscheidung als wichtigen Erfolg, kündigten jedoch eine weiterhin streng alpine Aufsicht an. Eine offizielle Änderung der Datenschutzbestimmungen wurde seitens Meta bisher nicht kommuniziert, und die juristische Prüfung der eingereichten Beschwerden läuft parallel weiter.
Regulatorischer Stopp des EU-KI-Trainings durch behördlichen Druck der irischen DPC und weiterer europäischer Datenschutzbehörden, der die Innovationsdynamik im europäischen Raum hemmt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die irische Data Protection Commission erwirkte den Stopp von Metas LLM-Training mit öffentlichen Inhalten von Erwachsenen auf Facebook und Instagram in der EU.
- Meta setzte seine Pläne für das EU-KI-Training infolgedessen aus.
- Noyb und Datenschützer hatten in elf europäischen Ländern formelle Beschwerden eingereicht.
- Die DPC kündigte an, den Austausch mit Meta und weiteren EU-Datenschutzbehörden fortzuführen.
- Die ursprüngliche Widerspruchsfrist zur Datennutzung war auf den 26. Juni 2024 angesetzt.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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