Beobachtetes Signal · 11. Juli 2023 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Meta bereitet Werbeoptionen für Threads vor und bindet Agenturen ein
Meta prüft derzeit konkrete Werbeoptionen für seine textbasierte App Threads und hat erste Gespräche mit Werbeagenturen sowie Marken über strategische Ansätze aufgenommen. Eine von Ad Age eingesehene Meta-Präsentation verdeutlicht, dass Marken und Nutzer die Kontrolle behalten sollen, während gleichzeitig die von Instagram bekannten Standards für Brand Safety und Community-Richtlinien greifen. Zudem signalisierte das Unternehmen die Interoperabilität mit Mastodon sowie die künftige Integration von Direktnachrichten und Suchfunktionen, flankiert von einer breiteren Android-Beta. Dieser Schritt positioniert Threads als ernsthaften Konkurrenten zu Twitter mit erheblichem Wachstumspotenzial für Werbetreibende. Gary Vaynerchuk, CEO von VaynerMedia, betonte, dass Threads eine attraktive, neue Möglichkeit bietet, Zielgruppen innerhalb des bestehenden Instagram-Ökosystems direkt zu erreichen.
Meta treibt die Monetarisierungsstrategie für seine neue Plattform voran, was signifikante Potenziale für das Media-Budget von Marken im Social-Media-Segment eröffnet.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Threads verzeichnete innerhalb von fünf Tagen nach dem Launch über 100 Millionen Downloads.
- Meta hat Gespräche mit Werbeagenturen und Marken über Ads auf Threads gestartet und eine entsprechende Präsentation geteilt.
- Die Präsentation unterstreicht die Ausrichtung auf Brand Safety und Community Standards analog zu Instagram.
- Threads soll mit Mastodon interoperabel werden sowie Direktnachrichten und Suchfunktionen erhalten; die Android-Beta wurde ausgebaut.
- Gary Vaynerchuk, CEO von VaynerMedia, sieht in Threads eine vielversprechende neue Chance zur Zielgruppenansprache.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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