Beobachtetes Signal · 28. Sept. 2026 · Product Launch · Quelle: Meedia · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
„Merian“ erscheint ab 2027 zehnmal jährlich
Das deutsche Reisemagazin „Merian“ vom Jahreszeiten Verlag (Jalag) wird seine Erscheinungsweise ab 2027 von sechs auf zehn Ausgaben pro Jahr erhöhen. Grund sind eine überraschend positive Werbemarktentwicklung mit einem Anzeigenwachstum von 58,9 % in den ersten acht Monaten 2026 sowie steigende Einzelverkäufe. Das 2023 unter dem Motto „The Art of Travel“ neu positionierte multi-thematische Magazin verdoppelt damit seine Frequenz, um Werbekunden mehr Umfelder zu bieten. Geschäftsführer Arne Bergmann betont die Stärke direkter Kundenbeziehungen und schließt einen Beitritt zu nationalen Vermarktungsorganisationen wie Ad Alliance oder BCN aus. Zudem plant der Verlag, im kommenden Jahr in der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) ausgewiesen zu werden.
Diese Nachricht betrifft ein Nischen-Reisemagazin, das seine Erscheinungsweise erhöht – ein positives Signal für den Print-Werbemarkt, aber begrenzt auf einen einzelnen deutschen Verlag.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- „Merian“ wird seine Erscheinungsweise ab 2027 auf zehn Ausgaben pro Jahr erhöhen.
- Die Anzeigenerlöse stiegen in den ersten acht Monaten 2026 um 58,9 %.
- Die verkaufte Auflage liegt aktuell bei rund 20.000 Exemplaren, der Einzelverkauf steigt.
- „Merian“ erscheint seit 1948 und wurde 2023 als multithematischer Titel neu positioniert.
- Geschäftsführer Arne Bergmann schloss einen Beitritt zu Ad Alliance oder BCN aus.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Medienart lanciert Schweizer Gesundheits-Magazin als Print-Beilage
Die Medienart Group hat mit „Gesundheit Sprechstunde“ ein neues Schweizer Gesundheitsmagazin lanciert, das zweimal jährlich als Heft-in-Heft-Beilage in den Zeitschriften Annabelle und Zeitlupe erscheint. Laut Verlagsangaben erreicht die Publikation eine Leserschaft von über 200.000 Personen. Die Chefredaktion und medizinische Leitung liegt bei Markus Meier, unterstützt von Vize-Chefredakteur Jean-Pierre Ritler. Die im Januar 2026 gegründete Gesundheit Sprechstunde GmbH gehört Markus Meier, Daniel Würsch sowie der Medienart Group AG, welche die Bereiche Verlag, Vertrieb und Vermarktung verantwortet. Ergänzt wird der gedruckte Launch durch die digitale Plattform gesundheit-sprechstunde.ch; die Erstausgabe erschien am 15. Mai 2026.
Schade und Bannert verkaufen „Medieninsider“ an Auerbach Verlag
Der Leipziger Fachverlag Auerbach Verlag übernimmt das deutsche Medien-Branchenportal Medieninsider zum 1. September 2026. Sechs Jahre nach dem Start im Herbst 2020 scheiden die Mitgründer Marvin Schade und Matthias Bannert auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Medieninsider, das ein erfolgreiches Paid-Content-Abonnementmodell mit zuletzt über 1.000 zahlenden Mitgliedern aufgebaut hat, bekommt mit Manuel Weis einen neuen Chefredakteur als Nachfolger von Schade. Weis ist ein Branchenkenner mit über 20 Jahren journalistischer Erfahrung. Der Auerbach Verlag unter der Leitung von Geschäftsführer Florian Pötzsch plant, die investigative DNA von Medieninsider zu bewahren und die inhaltliche Ausrichtung strategisch zu erweitern, passend zum bestehenden Portfolio an Special-Interest-Publikationen.
Handelsblatt, Tagesspiegel und B.Z. steigern Reichweite im Jahr 2026
Die von der AGMA veröffentlichte Studie MA Tageszeitungen 2026 zeigt ein durchwachsenes Bild: Während der allgemeine Leserschaftstrend weiterhin nach unten zeigt, verzeichneten einige Titel ein jährliches Reichweitenwachstum. Bild bleibt mit 5,81 Millionen Lesern (minus 4,4 Prozent) die größte Tageszeitung. Signifikante Reichweitengewinne verbuchten das Handelsblatt, der Tagesspiegel (nun als überregional eingestuft), die B.Z. sowie die Morgenpost für Sachsen; auch regionale Abo-Kombis wie RheinMainMedia Gesamt und das Duo Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten legten zu. Verluste verzeichneten unter anderem die F.A.Z. (minus 5,0 Prozent), die taz (minus 17,2 Prozent, nun rein digital), die Berliner Morgenpost, die Ostsee Zeitung und die Westdeutsche Zeitung. Der Bericht weist auf eine methodische Einschränkung hin: Die MA-Grundgesamtheit sank infolge neuer Mikrozensus-Zahlen von 71,00 auf 70,03 Millionen, weshalb leichtere nationale Rückgänge von rund 1,4 Prozent zu erwarten waren.
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