Beobachtetes Signal · 28. Okt. 2026 · Opinion / Analysis · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Mediaplanung sollte ihren Denkprozess überdenken

Zusammenfassung des Signals

Jess Treasure von Bountiful Cow argumentiert, dass die eigenen Vorurteile von Mediaplanern, wie Neuheits-Bias und Konsum-Bias, zu suboptimalen Mediaplänen führen. Planer überschätzen oft neue, 'innovative' Kanäle und unterschätzen etablierte wie TV, trotz Belegen für deren Effektivität. Auch politische Voreingenommenheit riskiert, Zielgruppen auszuschließen, die nicht der Branchenmeinung entsprechen. Sie schlägt strukturelle Änderungen vor, wie vielfältigere Einstellungspraktiken und das Verbringen von Zeit mit Medien außerhalb des eigenen Konsums, und fordert Agenturen auf, Pläne zu empfehlen, die sich unangenehm anfühlen dürfen.

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Hohe Konfidenz

Bietet Einblicke in Vorurteile, die die Mediaplanung beeinflussen, ist jedoch kein konkretes Branchenereignis.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Jess Treasure von Bountiful Cow schrieb eine Kolumne über Mediaplanungs-Bias für ExchangeWire.
  • Die UK TV-Werbeinvestitionen sanken zwischen 2001 und 2025 um 14%, trotz erwiesener Effektivität von TV.
  • Eine WARC-Studie ergab, dass 39% der Vermarkter planen, ihre TV-Ausgaben im nächsten Jahr zu reduzieren.
  • Eine UN-Studie aus dem Jahr 2026 ergab, dass 44% der KI-Systeme geschlechtsspezifische Vorurteile aufwiesen und 26% geschlechts- und rassenbezogene.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: ExchangeWire•Veröffentlicht: 28. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Why Media Planning Needs to Consider its Thought Process”

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Marketer müssen Fokus von Kanälen auf Zielgruppen verlagern

Bei der Erstellung von Medienplänen für 2027 besteht die Gefahr, Budgets nach Kanälen statt nach Kunden zu strukturieren. Dieser Artikel plädiert für einen Audience-First-Ansatz, bei dem die Strategie mit Geschäftszielen beginnt, etwa der Gewinnung neuer Kunden, der Steigerung der Kaufhäufigkeit bei Gelegenheitskäufern oder der Bindung loyaler Kunden. Für jedes Zielgruppensegment unterscheiden sich KPIs und Media-Mixe. Der Autor warnt davor, sich ausschließlich auf kanalbezogene ROAS-Werte zu verlassen, die den Suchkanal überbewerten können, ohne die tatsächliche Inkrementalität zu zeigen. Stattdessen sollten Marketer Attributions-, Modellierungs- und Inkrementalitätstests nutzen. Der Artikel empfiehlt, Analysen vor dem Launch zu planen, konsistente Zielgruppensegmente zu definieren und Überschneidungen zwischen Segmenten zu berücksichtigen, um Doppelzählungen zu vermeiden. Letztlich kann eine Umschichtung von Budgets zwischen Zielgruppenstrategien profitableres Wachstum erzielen als eine reine Kanalumverteilung.

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Media Planning29. Okt. 2026

ARD Media und RMS starten 'Compass'-Assistenten für audioXpert

Die deutschen Audio-Vermarkter ARD Media und RMS haben ihr Planungstool audioXpert um den neuen Media-Planungsassistenten 'Compass' erweitert. Das Tool berechnet mehrere mathematisch optimierte Szenarien für Audiokampagnen basierend auf nutzerdefinierten Parametern wie Sendern, Zielgruppe, Kampagnenzeitraum sowie Budget- oder GRP-Vorgaben. Ziel ist es, manuelle Optimierungsschleifen zu reduzieren und Mediaplanern mehr Zeit für strategische Aufgaben und kundenspezifische Anforderungen zu verschaffen. Compass verzichtet bewusst auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz und arbeitet stattdessen mit regelbasierten Algorithmen, um Transparenz und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Die endgültige Bewertung und Auswahl der vorgeschlagenen Szenarien verbleibt bei den Mediaplanern. Das Tool ist als browserbasierte Anwendung verfügbar und ist an die Audio-Buchungsplattform audioXchange angebunden. ARD Media und RMS begleiten den Start mit Informations-, Präsentations- und Schulungsangeboten für bestehende Nutzer.

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Media Planning16. Okt. 2026

Arosa Humorfestival setzt auf nachfrageorientierte Mediaplanung

Die Agentur Morning betreut das 35. Arosa Humorfestival in den Bereichen Mediastrategie, Mediaplanung, Mediaeinkauf und laufendes Media-Management. Das Festival findet vom 3. bis 13. Dezember statt. Arosa Tourismus setzt gemeinsam mit Morning auf eine mehrstufige, datenbasierte Mediastrategie, die auf Auswertungen der vergangenen Festivaljahre basiert, darunter Ticketverkäufe und Kampagnenperformance nach Künstlern, Tagen, Locations, Zielgruppen und Medien. Statt eines fixen Mediaplans passt Morning Kanäle, Platzierungen, Zielgruppen, Sujets und Budgets während der gesamten Laufzeit dynamisch an. Verkauft sich eine Vorstellung gut, wird der Werbedruck reduziert; benötigt eine andere Veranstaltung Unterstützung, werden Budget und Kommunikation entsprechend verschoben. Dieser „Dynamic Planning“-Ansatz ist kanalübergreifend und nutzt (D)OOH, Display, Social Media, Search und Retargeting. Auch die Kreation wird dynamisch eingesetzt, von allgemeiner Festival-Kommunikation bis zu spezifischen Künstlern und Veranstaltungstagen.

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