Beobachtetes Signal · 16. Apr. 2026 · Report Publication · Quelle: ExchangeWire · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Messbarkeit hemmt UK-DOOH-Investitionen, so Azerion
Ein Whitepaper von Azerion zeigt, dass Digital Out-of-Home (DOOH) im Vereinigten Königreich stark wächst, weitere Investitionen jedoch durch Unsicherheiten bei Messung und Attribution gebremst werden. Eine Befragung von 128 Branchenexperten im Frühjahr 2026 belegt eine hohe Kanalakzeptanz, wobei jedoch überwiegend KPIs des oberen Funnels wie Markenbekanntheit und Frequenz genutzt werden, während Performance-Metriken wie Online-Conversions kaum Beachtung finden. Um Budgets freizusetzen, fordern die Befragten bessere cross-mediale Messmethoden, praxisnahe Fallstudien zu Geschäftsergebnissen und engere Datenpartnerschaften. Azerion betont, dass bestehende Messtools oft unzureichend genutzt werden, und fordert gezielte Aufklärung sowie vertrauensbildende Maßnahmen, um DOOH zu einem echten, performance-fokussierten Kanal für Omnichannel-Strategien zu entwickeln.
Der Report identifiziert die Messbarkeit als Hauptbarriere für die Skalierung von DOOH-Budgets und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für Media-Plänung, AdTech-Anbieter und Measurement-Provider zur Erschließung neuer Werbegelder.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Azerion befragte von Februar bis März 2026 insgesamt 128 britische Mediaplaner, Einkäufer, Strategen und Media Owner für ein Whitepaper zu UK DOOH.
- 68 % der Befragten haben ihre OOH-Nutzung im letzten Jahr gesteigert, 61 % planen höhere Ausgaben für die kommenden 12 Monate, und 93 % bewerten den Kanal als wichtig für die Omnichannel-Strategie.
- 58 % der Befragten nannten Unsicherheiten bei Messung und Attribution als grösstes Hindernis für höhere Investitionen in OOH und DOOH.
- Häufig verwendete Erfolgskennzahlen sind Brand Uplift (74 %) und Footfall (60 %), während Online-Conversions (16 %) und Incrementality (14 %) deutlich seltener zum Einsatz kommen.
- Gefordert werden eine bessere cross-mediale Messbarkeit, mehr Case Studies zu Geschäftsergebnissen und verbesserte Datenpartnerschaften zur Stärkung des Vertrauens in DOOH.
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Britische Programmatic DOOH-Ausgaben sollen um 41 Prozent steigen
VIOOH hat seine Jahresstudie zum programmatischen Digital Out-of-Home-Markt (pDOOH) für 2026 veröffentlicht, die zeigt, dass pDOOH im Vereinigten Königreich den Mainstream erreicht hat. Dem Bericht zufolge setzten 34 Prozent der britischen Kampagnen in den letzten 18 Monaten auf pDOOH, während Marketer für die kommenden 18 Monate einen Anstieg auf 47 Prozent erwarten. Britische Umfrageteilnehmer prognostizieren ein durchschnittliches Budgetwachstum von 41 Prozent für pDOOH im nächsten anderthalb Jahren – ein Anstieg gegenüber den 32 Prozent aus der Prognose von 2024. Die Budgets werden überwiegend aus anderen digitalen Kanälen umgeschichtet. Fast drei Viertel planen einen verstärkten Dateneinsatz, zwei Drittel wollen den Einsatz von Dynamic Creative Optimisation (DCO) sowie pDOOH-Expertise ausbauen, und über die Hälfte erwägt den Einkauf über Curated Marketplaces zur Effizienz- und Transparenzsteigerung im Rahmen von Supply-Path Optimization.
Netflix Ads expandiert in Europa, Higgsfield nahe $1 Mrd. Run Rate
Diese Woche gab es mehrere wichtige Branchenentwicklungen. Netflix hielt seinen ersten UK Upfront ab und kündigte die Ausweitung seines Werbetarifs auf neun weitere europäische Märkte im März an. Zudem erweitert das Unternehmen seine Ad-Tech-Suite mit programmatischen Pause-Anzeigen und neuen Targeting-Funktionen. Higgsfield, ein KI-Video-Startup, steht kurz vor einer annualisierten Umsatzmarke von über 1 Milliarde US-Dollar, nach einer Series-B-Finanzierung von 400 Millionen US-Dollar. YouTube gab bekannt, dass TV-Bildschirme nun über die Hälfte der britischen Sehdauer ausmachen, und startete YouTube Creator Shows. Weitere Highlights sind Metas rechtliche Anfechtung gegen Ofcom, die Integration von HbbTV-Daten durch AGF, die Erweiterung des Spotify-Partnerprogramms, die Umbenennung von Scope3 zu Apostra, der Start von Nexxen TV Home Screen, Mediaoceans neue KI-Investment-Tochter sowie diverse Produktneueinführungen von Azerion, 51Degrees, On Device, DAIVID und anderen.
Azerion bündelt Publisher-Supply-Geschäft unter der Marke Improve Digital
Das Digital-Entertainment- und Mediaunternehmen Azerion hat die strategische Konsolidierung seines gesamten Publisher-Supply-Geschäfts unter der etablierten Marke Improve Digital bekannt gegeben. Mit diesem Schritt führt Azerion eine integrierte End-to-End-Lösung für Publisher ein, die Monetarisierung, Technologie und Demand-Access nahtlos zusammenführt. Die Zusammenlegung zielt darauf ab, die Supply-Side-Operationen der Gruppe operativ zu straffen und die Marktposition gegenüber programmatischen Marktteilnehmern zu stärken. Für Publisher bedeutet dies einen zentralisierten Zugang zu globalem Inventar, fortschrittlichen Monetarisierungstools sowie optimierten Erlöspfaden über eine einheitliche technologische Infrastruktur. Die Initiative spiegelt den branchenweiten Trend zur Vereinfachung komplexer AdTech-Stacks und zur Schaffung transparenterer Supply-Chains wider. Azerion positioniert Improve Digital damit als zentrale Anlaufstelle für ganzheitliche Vermarktungslösungen im europäischen und internationalen Werbemarkt.
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