Beobachtetes Signal · 25. Feb. 2026 · Funding · Quelle: techcrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
KI-Chip-Startup MatX sammelt 500 Millionen US-Dollar zur Nvidia-Herausforderung
Das von ehemaligen Google-TPU-Ingenieuren gegründete KI-Chip-Startup MatX hat in einer von Jane Street und Situational Awareness angeführten Series-B-Finanzierungsrunde 500 Millionen US-Dollar eingeworben. Zu den weiteren Investoren gehören Marvell Technology, Spark Capital sowie die Stripe-Mitgründer Patrick und John Collison. MatX entwickelt Prozessoren, die beim Training und Serving von Large Language Models (LLMs) rund zehnmal leistungsstärker sein sollen als Nvidia GPUs. Die Fertigung der Chips ist in Zusammenarbeit mit TSMC geplant, wobei die Auslieferung im Jahr 2027 beginnen soll. Mit dieser Kapitalerhöhung baut das Unternehmen seine Position im hart umkämpften Markt für spezialisierte Hardware aus und zielt darauf ab, die Infrastrukturkosten für generative KI langfristig signifikant zu senken.
Die massive Finanzierung eines Nvidia-Herausforderers könnte langfristig die Infrastrukturkosten für LLM-Training und -Inferenz senken und die Lieferantenvielfalt erhöhen, was sich mittelbar auch auf KI-gestützte AdTech- und MarTech-Produkte auswirken wird.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- MatX hat in einer Series-B-Runde 500 Millionen US-Dollar unter Leitung von Jane Street und Situational Awareness eingeworben.
- Situational Awareness ist ein Investmentfonds des ehemaligen OpenAI-Forschers Leopold Aschenbrenner.
- Zu den weiteren Investoren zählen Marvell Technology, Spark Capital und die Stripe-Mitgründer Patrick und John Collison.
- MatX strebt an, Prozessoren zu entwickeln, die beim Training und Serving von LLMs etwa zehnmal besser sind als Nvidia GPUs.
- Die Produktion der Chips soll über TSMC erfolgen; der Marktstart ist für 2027 geplant.
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MatX-CEO Reiner Pope über LLM-Chip-Design und Rechenzentrumsarchitektur
Reiner Pope, Mitgründer und CEO von MatX, beschreibt die Entwicklung von LLM-optimierten Rechenzentrumschips und -systemen durch das Startup. Pope und Mitgründer Mike Gunter verließen Google eine Woche vor dem Start von ChatGPT, um eine Hardware-Architektur zu verfolgen, die optimal für Large Language Models sein soll. MatX hat bisher rund 600 Millionen US-Dollar eingeworben und baut das MatX One-System mit einer hybriden SRAM-HBM-Speicherarchitektur, hohem Matrix-Multiplikationsdurchsatz, umfangreichem Interconnect und einem Software-Stack für Frontier-Labs. Das Unternehmen zielt auf das Training großer Modelle sowie Prefill- und Decode-Workloads ab, setzt intern KI zur Beschleunigung des Chip-Designs ein, veröffentlicht ausgewählte Forschungsergebnisse und nennt den Produktionshochlauf als größte kurzfristige Herausforderung. MatX beschäftigt etwas mehr als 100 Mitarbeiter in den Bereichen Hardware, Software und Machine Learning.
KI-Chip-Startups sichern sich Rekord-Funding im Wettbewerb gegen Nvidia
Startups für KI-Inferenz-Chips verzeichnen 2026 ein beispielloses Investoreninteresse, da Unternehmen nach Alternativen zu Nvidias GPU-dominierter Infrastruktur suchen. Laut Dealroom flossen weltweit bislang 8,3 Milliarden US-Dollar in KI-Chip-Startups. Investoren argumentieren, dass Standard-GPUs nicht primär für Inferenz-Workloads optimiert sind und neuartige Architekturen Energiebedarf sowie Kosten im Scale-Einsatz drastisch senken können. Zu den größten Finanzierungsrunden zählen Cerebras Systems (1 Milliarde US-Dollar) sowie 500-Millionen-Dollar-Runden für MatX, Ayar Labs und Etched. In Europa erzielten Axelera und Olix jeweils über 200 Millionen US-Dollar. Nvidia festigt seine Marktposition derweil parallel durch massive F&E-Budgets, den Zukauf von Groq-Assets und strategische Investitionen in Photonik-Spezialisten, während Foundries und Hyperscaler weiterhin eine ungebrochen hohe Nachfrage nach AI Compute melden.
Microsoft-unterstütztes Startup D-Matrix liefert Corsair-KI-Chip aus
Das von Microsoft unterstützte Startup D-Matrix hat im Juni 2026 mit der Auslieferung seines Corsair-KI-Inferenz-Chips begonnen. Das 2019 gegründete Unternehmen hat rund 500 Millionen US-Dollar eingesammelt und wird mit etwa zwei Milliarden US-Dollar bewertet. Corsair ist ein SRAM-zentrierter, eng integrierter Speicher-und-Rechen-Chip, der im 6nm-Prozess von TSMC gefertigt wird. Laut citierter Gimlet Labs-Forschung kann er Inferenz für kleinere Workloads bis zu zehnmal schneller ausführen und bis zu fünfmal weniger Energie verbrauchen als eine eigenständige GPU, sofern er mit einer Nvidia Blackwell GPU gekoppelt ist. Die Auslieferung richtet sich primär an US-Hyperscaler und Frontier-KI-Labore. Zudem kooperiert D-Matrix mit Arista, Broadcom und Super Micro, um ein Rack-Scale-System namens SquadRack anzubieten. Für das kommende Jahr plant das Startup den Nachfolge-Chip Raptor auf Basis des 4nm-Knotens von TSMC.
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