Beobachtetes Signal · 6. März 2026 · Industry Report · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Marketingteams experimentieren meist nur mit KI statt sie vollständig zu nutzen
Der von MarTech zusammengefasste „2026 Marketing Data Report“ von Supermetrics zeigt, dass trotz starkem Druck der Führungsetage die meisten Teams beim Einsatz von KI im Marketing im reinen Experimentierstadium verharren. Über 80 Prozent der Marketer spüren den Druck zur Integration, aber lediglich 6 Prozent geben an, dass KI bereits fest in die täglichen Abläufe eingebunden ist. Als Haupthemmnisse gelten Top-down-Erwartungen, strategische Lücken, fehlende Schulungen, Budget- und Datenschutzbedenken von knapp 40 Prozent der Befragten sowie mangelnder Zugriff auf hochwertige Daten und zu kleine Analytics-Teams. Aktuell nutzen Marketer KI überwiegend für Effizienzsteigerungen bei repetitiven Aufgaben. Umfassendere Anwendungsbereiche in Analytics und der strategischen Entscheidungsfindung erfordern daher solidere Datenfundamente und gezielte Investitionen in die analytischen Kapazitäten.
Die Umfrage verdeutlicht eine branchenweite Diskrepanz zwischen executive Druck und operativer Reife bei Strategie und Daten, was den Bedarf an MarTech, Analytics-Investitionen und verbesserter Dateninfrastruktur signalisiert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der „2026 Marketing Data Report“ von Supermetrics zeigt, dass über 80 % der Marketer Druck verspüren, KI in ihre Workflows zu integrieren.
- Nur 6 % der Marketer geben an, dass KI vollständig in ihre täglichen Operationen eingebettet ist.
- 61 % der Befragten nennen die Geschäftsführung als Hauptquelle für den KI-Einführungsdruck, gefolgt von Investoren (28 %), Vorgesetzten (26 %) und Kunden (20 %).
- Mehr als ein Drittel bemängelt eine unklare KI-Strategie oder unzureichende Schulungen; Budgetengpässe und Datenschutzbedenken (knapp 40 %) sind verbreitete Barrieren.
- Viele Unternehmen verfügen nur über sehr kleine Analytics-Teams, weshalb der aktuelle KI-Einsatz meist auf einfache Effizienzaufgaben beschränkt bleibt.
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US-Marketer kämpfen trotz hoher Adoptionspläne mit KI-Verständnislücken
Laut AdExchanger klafft eine wachsende Lücke zwischen den KI-Adoptionsplänen von Marketern und ihrem tatsächlichen Technologieverständnis. Eine Umfrage unter 512 US-Marketingexperten aus Agenturen und Unternehmen zeigt, dass 87 % ihren KI-Einsatz im nächsten Jahr ausbauen wollen, aber nur 45 % die Funktionsweise KI-basierter Technologien verstehen. Diese Differenz von 42 Prozentpunkten verdeutlicht erhebliche Hürden bei der Frühadoption. Am stärksten ist der Einsatz in pragmatischen Anwendungsfeldern wie E-Mail-Automatisierung, Social Media Management und Chatbots (72 %), oft über native Features bestehender MarTech-Stacks (HubSpot, Mailchimp) oder Tools wie ChatGPT. Wissensdefizite bleiben gravierend: 47 % verstehen die Funktionsweise von KI nicht, und nur 39 % trauen ihren Teams zu, verwertbare Insights zu generieren. Zudem können 54 % den Erfolg nicht verlässlich an geschäftlichen Zielen messen. Als Lösungsansätze gelten gezielte KI-Weiterbildung, Tool-Integration und eine strikte Kopplung an Performance-KPIs.
Steigende KI-Adoption im Marketing: Technische Qualifikationslücke bremst Skalierung
Laut einer Untersuchung von Digiday+ Research unter 142 Marken- und Agentur-Entscheidern ist die KI-Adoption im Marketing rasant gestiegen: von 44 % im Jahr 2022 auf 86 % im Jahr 2025. Allerdings halten interne Tech-Kompetenzen, Upskilling und strategische Implementierungen nicht mit der Tool-Nutzung Schritt. 85 % der Befragten greifen primär auf Out-of-the-Box-Lösungen zurück, während lediglich 40 % eigene Tools auf bestehenden LLMs aufsetzen und nur 19 % proprietäre Modelle trainieren. Parallel etablieren Brands wie General Motors und Mastercard sowie Agenturen wie Horizon Media zunehmend die Rolle des Chief AI Officer. Branchenexperten verweisen auf erhebliche wirtschaftliche Hürden durch GPU-/TPU-Infrastrukturkosten und betonen die wachsende Bedeutung von Plattform-Interoperabilität, etwa durch die Integration von Google-Modellen (Gemini, Imagen) in das Adobe-Ökosystem via Google Vertex AI.
Vermarkter zögern bei vollständiger Automatisierung durch Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung der KI-Werbe- und Orchestrierungsplattform StackAdapt unter 500 Marketing- und Werbe-Profis in Nordamerika, EMEA und APAC offenbart eine signifikante Lücke zwischen der Akzeptanz von KI mit menschlicher Aufsicht und der Bereitschaft zur vollständigen Autonomie. Während eine große Mehrheit mit KI-Empfehlungen (90 Prozent) oder der Vorbereitung von Aktionen zur manuellen Freigabe (89 Prozent) zufrieden ist, sinkt die Zustimmung bei der automatisierten Ausführung unter vordefinierten Regeln auf 78 Prozent und bei vollautonomer KI auf gerade einmal 50 Prozent. Zu den gängigen Anwendungsfällen gehören Reporting und Zusammenfassungen (77 Prozent), Performance-Analysen (74 Prozent) sowie die Kreation (69 Prozent). Als Haupthemmnisse für die Delegation von Entscheidungen werden Markenrisiken (63 Prozent) und unzureichende Datenqualität (56 Prozent) genannt. Trotz dieser Bedenken ist die globale Adaptionsrate hoch (NA 91 Prozent, EMEA 90 Prozent, APAC 92 Prozent), wobei 88 Prozent von einer gesteigerten Marketing-Performance berichten.
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