Beobachtetes Signal · 19. Dez. 2023 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Rückläufige LinkedIn-Reichweite zwingt Startups zu Paid Ads
Der drastische Rückgang der organischen LinkedIn-Reichweite sorgt in der Startup-Szene für Diskussionen und beschleunigt den Trend hin zu Paid Advertising. Ausgelöst wurde die Debatte durch Berichte über deutliche Reichweitenverluste binnen weniger Monate trotz gleichbleibender Content-Strategie. Experten führen diese Entwicklung vor allem auf die stark gestiegene Inhaltsflut und den verschärften Wettbewerb um die Aufmerksamkeit im Feed zurück. Angesichts von über einer Milliarde Nutzern auf der Plattform und dem zunehmenden Einsatz von KI-generierter Inhalte wird sich dieser Druck voraussichtlich weiter verstärken. Aktuelle Studien prognostizieren, dass Unternehmen ihre Strategien stärker konsolidieren und sich auf Kanäle mit dem nachweislich besten Return on Investment konzentrieren werden. Gleichzeitig treibt diese Entwicklung die Customer Acquisition Costs für zielgerichtete Werbung auf Social-Media-Plattformen spürbar nach oben, sodass Marken künftig verstärkt in bezahlte Sichtbarkeit investieren müssen.
Belegt den strukturellen Rückgang der organischen LinkedIn-Reichweite und die daraus resultierende Verschiebung hin zu Paid Social Advertising, was die Akquisitionskosten für Startups erhöht. Dies ist relevant für das Social-Media-Marketing, stellt jedoch kein marktveränderndes Ereignis dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Vertriebsberaterin Stephanie Sgura verzeichnete innerhalb von 90 Tagen einen Reichweitenrückgang auf LinkedIn von 36 Prozent.
- LinkedIn überschritt im Jahr 2023 die Marke von einer Milliarde Nutzern.
- George Nimeh führt den sinkenden organischen Reach auf ein größeres Content-Volumen und intensiveren Wettbewerb um die Feed-Sichtbarkeit zurück.
- Der Hootsuite-Bericht 'Social Media Trends 2024' prognostiziert eine Fokussierung auf Plattformen mit dem stärksten Return on Investment.
- Oliver Holle, CEO von Speedinvest, beobachtet stark gestiegene Customer Acquisition Costs durch teurere zielgerichtete Werbung auf Social-Media-Plattformen.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Linkedin, 2023 erstmals über die Marke von einer Milliarde User weltweit gesprungen, gilt vielen als 'das neue Facebook'; immer mehr Firmen ...”
“Der 'Social Media Trends 2024'-Report von Hootsuite nennt das den 'Platform Trend'....”
“Oliver Holle, CEO von Speedinvest. Der Wiener VC hat mehr als 1 Mrd. Euro Assets under Management und ist bei mehr als 100 Startups und Scal...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
Spiko erhält 90 Mio. USD Series B unter Führung von NEA
Spiko, ein Anbieter tokenisierter Cash-Fonds, hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde unter der Führung von New Enterprise Associates (NEA) 90 Millionen US-Dollar eingesammelt, wodurch sich die Gesamtfinanzierung auf 120 Millionen US-Dollar erhöht. An der Runde beteiligten sich auch Index Ventures, Speedinvest, White Star Capital sowie Angel-Investoren. Spiko will den Zugang zu Renditen auf Bargeld verbessern und adressiert die rund 50 Billionen US-Dollar an Bargeld und Einlagen in Europa und den USA. Das Unternehmen bietet regulierte Cash-Fonds mit sofortigen Abhebungen an, die über App und API zugänglich sind. Es beansprucht, der weltweit größte Emittent tokenisierter Cash-Fonds zu sein, vor BlackRock und Franklin Templeton. Die Fonds werden onchain ausgegeben und ermöglichen programmatisches Treasury-Management. Spiko plant, die Mittel für neue Fonds, den Markteintritt und den Ausbau des Teams in Europa zu nutzen.
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