Beobachtetes Signal · 13. Dez. 2023 · Product Launch · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
LinkedIn führt Fokus-Anheftung für Profile ein
LinkedIn hat im Fokus-Bereich seiner Profile eine neue Funktion eingeführt, mit der Nutzer spezifische Profilelemente prominent anheften können. Dieser Bereich, der bereits zur Hervorhebung zentraler Aspekte der beruflichen Identität dient, unterstützt nun das Anheften von Inhalten wie Empfehlungen, Berufserfahrungen, absolvierten Kursen, Zertifizierungen und Auszeichnungen. Die Funktion wurde unter anderem von Matt Navarra demonstriert, der eine Arbeitsempfehlung in seiner Fokus-Leiste fixierte. Bestehende Fokus-Bereiche lassen sich über ein Plussymbol ergänzen, während neue Nutzer das Feature über die Profilvollständigkeit im Empfehlungsbereich aktivieren können. Aktuell ist diese Möglichkeit exklusiv für Premium-Mitglieder verfügbar. Kostenlose Nutzer können einen ähnlichen Effekt zwar durch das Hochladen eines Screenshots erzielen, was jedoch weniger professionell wirkt. Der Bericht verweist zudem auf die Marke von einer Milliarde LinkedIn-Nutzern sowie auf ein kürzlich ausgerolltes KI-Update für Premium-Abonnenten, das die Plattformfunktionen weiter optimiert.
Ein moderates Plattform-Update auf einem der wichtigsten beruflichen Netzwerke (LinkedIn), das jedoch keine grundlegende Branchen-Disruption darstellt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- LinkedIn führt ein neues Feature ein, um Profilelemente im Fokus-Bereich anzheften.
- Die Funktion hebt Empfehlungen, Erfahrungen, Kurse, Zertifizierungen und Auszeichnungen hervor.
- Das Feature ist derzeit exklusiv für Premium-Mitglieder verfügbar.
- Kostenlose Nutzer können den Effekt durch das Posten eines Screenshots im Fokus-Bereich nachahmen.
- Matt Navarra demonstrierte das Anheften einer Arbeitsempfehlung in der Fokus-Leiste.
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LinkedIn drosselt Engagement-Baiting durch neues KI-basiertes Ranking-System
LinkedIn stellt sein Content-Ranking grundlegend um: Statt bloßer Popularität steht künftig thematische Relevanz im Fokus. Die Plattform setzt dabei auf eine GPU-gestützte, LLM-basierte Recommendation Engine, die Interaktionen, Profildaten sowie langfristige Nutzungsmuster analysiert, um Nutzerinteressen und inhaltliche Zusammenhänge präzise abzuleiten. Die Architektur nutzt Embeddings sowie ein zweistufiges Ranking-Verfahren, wodurch auch relevanter Experten-Content außerhalb des eigenen Netzwerks sichtbarer wird. Ergänzend testet LinkedIn einen „Interest Picker“ im Onboarding-Prozess, um Präferenzen für Themen wie KI, Cybersecurity oder Leadership frühzeitig zu erfassen. Ziel des Updates ist es, oberflächliches Engagement Baiting und recycelten Thought-Leadership-Content im Feed gezielt abzuwerten. Für das Netzwerk mit über 1,3 Milliarden Mitgliedern soll so die Content Discovery für Neu- und Bestandsnutzer nachhaltig verbessert werden.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
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