Beobachtetes Signal · 1. Juli 2026 · Report Release · Quelle: Meedia · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

LAE 2026: Manager Magazin und Wirtschaftswoche als Crossmedia-Gewinner

Zusammenfassung des Signals

Die Studie Leitanalyse Entscheidende in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) 2026, die 3,066 Millionen Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung abbildet, zeigt Verschiebungen bei Crossmedia- und Print-Reichweiten deutscher Nachrichtenmarken. Zu den Crossmedia-Gewinnern (Print + Online) zählen das Manager Magazin und die Wirtschaftswoche, während Der Spiegel zwar die größte Gesamtmarke bleibt, jedoch Print-Leser verlor und einen leichten prozentualen Rückgang verzeichnete. Stern und Capital nahmen in diesem Jahr nicht teil. Erstmals in der Ausweisung vertreten sind die Axel-Springer-Online-Marken Business Insider, Politico und Gründerszene sowie der TV-Sender Welt. Auch Medien wie das Handelsblatt, die Süddeutsche Zeitung, die F.A.Z. und heise online verbuchten Reichweitengewinne im Online- oder Printsegment. Die Daten sind für Media-Planung und Monetarisierung von großer Relevanz.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die LAE 2026 liefert essenzielle Reichweiten- und Crossmedia-Rankings, die von Media-Buyer und Publishern für die Kampagnenplanung und Monetarisierung genutzt werden. Es handelt sich um wichtige Branchenkennzahlen, wenngleich um kein plattformpolitisches Großereignis.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Die LAE 2026 weist 3,066 Millionen Entscheidungsträger (Grundgesamtheit) aus, ein Anstieg von rund 52.000 gegenüber dem Vorjahr.
  • Der Spiegel bleibt mit 1,729 Millionen die größte Crossmedia-Marke, verlor jedoch 33.000 Print-Leser und sank von 57,0 % auf 56,4 % Reichweite.
  • Das Manager Magazin gewann crossmedial 42.000 Leser (+8,1 %), die Wirtschaftswoche wuchs um 35.000 (+4,3 %).
  • Erstmals weist die LAE Reichweiten für Axel-Springer-Online-Marken aus: Business Insider (275.000), Politico (150.000) und Gründerszene (110.000); Welt erreicht 306.000 tägliche Zuschauer.
  • Stern und Capital (RTL-Gruppe) haben in diesem Jahr nicht an der LAE teilgenommen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Meedia•Veröffentlicht: 1. Juli 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “LAE 2026: "Manager Magazin" und "Wirtschaftswoche" größte Crossmedia-Gewinner, Print-"Spiegel" dick im Minus”

Verwandte Marktsignale & Trends

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Audience Measurement29. Juli 2026

Handelsblatt, Tagesspiegel und B.Z. steigern Reichweite im Jahr 2026

Die von der AGMA veröffentlichte Studie MA Tageszeitungen 2026 zeigt ein durchwachsenes Bild: Während der allgemeine Leserschaftstrend weiterhin nach unten zeigt, verzeichneten einige Titel ein jährliches Reichweitenwachstum. Bild bleibt mit 5,81 Millionen Lesern (minus 4,4 Prozent) die größte Tageszeitung. Signifikante Reichweitengewinne verbuchten das Handelsblatt, der Tagesspiegel (nun als überregional eingestuft), die B.Z. sowie die Morgenpost für Sachsen; auch regionale Abo-Kombis wie RheinMainMedia Gesamt und das Duo Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten legten zu. Verluste verzeichneten unter anderem die F.A.Z. (minus 5,0 Prozent), die taz (minus 17,2 Prozent, nun rein digital), die Berliner Morgenpost, die Ostsee Zeitung und die Westdeutsche Zeitung. Der Bericht weist auf eine methodische Einschränkung hin: Die MA-Grundgesamtheit sank infolge neuer Mikrozensus-Zahlen von 71,00 auf 70,03 Millionen, weshalb leichtere nationale Rückgänge von rund 1,4 Prozent zu erwarten waren.

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Print29. Juli 2026

MA-Reichweiten: Spiegel und Bild am Sonntag verzeichnen größte Verluste

Die Media-Analyse MA Pressemedien II 2026 belegt eine rückläufige Reichweitenentwicklung für deutsche Publikumszeitschriften und Wochenzeitungen. Die gravierendsten absoluten Einbußen verzeichneten Der Spiegel mit minus 450.000 Lesern sowie Bild am Sonntag mit minus 430.000 Lesern, während auch ADAC Motorwelt und TV Spielfilm plus herbe Verluste hinnehmen mussten. Titelträger mit der höchsten Reichweite bleibt Prisma mit 5,88 Millionen Lesern pro Ausgabe. Lediglich neun der Top-50-Titel konnten gegenüber der Vor-MA zulegen; zu den nennenswerten Gewinnern zählen die Lifestyle-Magazine InStyle mit plus 130.000 Lesern beziehungsweise plus 21,7 Prozent und essen&trinken mit plus 110.000 Lesern beziehungsweise plus 11,8 Prozent. Mehrere Programmzeitschriften wie Hörzu und TV Movie entwickelten sich gegen den allgemeinen Markttrend positiv.

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Retail Media1. Okt. 2026

Carsten Schwecke führt Retail Media bei MediaMarktSaturn

MediaMarktSaturn stellt die Führung seiner Retail-Media- und Partner-Marketing-Einheit neu auf. Carsten Schwecke, zuvor Chief Commercial Officer bei RTL Deutschland und davor Vermarktungschef der Seven.One Entertainment Group, wird zum 1. November 2026 Geschäftsführer der MediaMarktSaturn Marketing GmbH. Er führt die Einheit gemeinsam mit Michael Schuld, EVP und CMO. Schwecke folgt auf Boris Prondzinski und Torsten Ahlers, die das Unternehmen verlassen. Der Führungswechsel geht mit einer strategischen Erweiterung um Offsite-Media und Publisher-Geschäft einher, unter Nutzung von First-Party-Kundendaten. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte das Retail-Media-Geschäft einen Ertrag von rund 91 Millionen Euro, nach etwa 5 Millionen drei Jahre zuvor. Für den Offsite-Ausbau arbeitet MediaMarktSaturn mit Unlimitail zusammen.

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