Beobachtetes Signal · 31. Aug. 2022 · Earnings Report · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Klarnas operatives Ergebnis bricht ein: Verluste verdreifachen sich auf 580 Millionen US-Dollar
Das schwedische BNPL-Fintech Klarna verzeichnete im ersten Halbjahr einen verdreifachten operativen Verlust von 580 Millionen US-Dollar, nach 168 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 950 Millionen US-Dollar, getrieben vor allem durch die Märkte in den USA und Großbritannien. Im Zuge einer Downround stürzte die Unternehmensbewertung um 85 Prozent von 45 Milliarden auf 6,7 Milliarden US-Dollar ab, während gleichzeitig 800 Millionen US-Dollar zur Verlustabdeckung aufgenommen wurden. CEO Sebastian Siemiatkowski verteidigte das Geschäftsmodell gegenüber Kreditkartenanbietern und verwies darauf, dass Klarnas Gross Merchandise Volume das Fünffache des US-Wettbewerbers Affirm beträgt. Zudem steht das Unternehmen vor neuen Regulierungen für BNPL-Dienste, die 2023 in Großbritannien und der EU erwartet werden.
Der Bericht eines führenden europäischen Fintechs verdeutlicht mit verdreifachten Verlusten und drastischen Bewertungseinbußen die massiven Belastungen im E-Commerce und Verbraucherfinanzierungssektor, die auch für die digitale Wirtschaft von Relevanz sind.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Klarnas operativer Verlust verdreifachte sich im ersten Halbjahr 2022 auf 580 Millionen US-Dollar.
- Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 950 Millionen US-Dollar.
- Die Unternehmensbewertung fiel um 85 Prozent von rund 45 Milliarden auf 6,7 Milliarden US-Dollar.
- Das Unternehmen nahm im Rahmen einer Downround-Finanzierung 800 Millionen US-Dollar ein.
- Klarna zählt weltweit 150 Millionen Nutzer, davon 30 Millionen in den USA.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“BNPL-Anbieter Klarna schwer angeschlagen... operative Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht....”
“US-Konkurrenten Affirm... Hinsichtlich Gross Merchandise Volume sei man fünf mal so groß wie Affirm....”
Ontologie & Marktkonzepte
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SuperPlan: Stocard-Gründer launchen neue Einkaufslisten-App
Die Gründer hinter Stocard und SuperCards haben SuperPlan gelauncht, eine kostenlose Einkaufslisten-App für iPhone und Android. SuperPlan kombiniert geteilte Einkaufslisten mit einer Rezeptsammlung und nutzt KI, um Rezepte aus Social Media, Kochbüchern und handgeschriebenen Karten in Zutatenlisten zu verwandeln. Die App bietet keine Werbung, kein Konto, und monetarisiert über ein optionales Premium-Abo für 1,99 Euro pro Woche oder 29,99 Euro pro Jahr in Österreich. Die wichtigsten KI-Funktionen umfassen Spracheingabe, Foto- und Rezept-Import, mit einem wöchentlichen Gratis-Kontingent. Hinter SuperPlan steht die Berliner Super Apps Studio GmbH mit den Gründern David Handlos, Florian Barth und Mark Himmelsbach. Handlos gründete 2011 Stocard, das 2021 von Klarna für rund 110 Millionen Euro übernommen wurde. SuperPlan trifft auf etablierte Konkurrenz wie Bring!, AnyList und Listonic.
EU Inc: Lobby-Schlacht zwischen Startups, Notaren und Gewerkschaften
Der Vorschlag für die EU Inc, eine neue europäische Rechtsform für Startups, hat eine massive Lobby-Kampagne ausgelöst: Seit Ende 2024 fanden über 300 Treffen zwischen Interessengruppen und EU-Vertretern statt. Eine Auswertung offizieller Datenbanken zeigt, dass Startups, Notare und Gewerkschaften am aktivsten lobbyieren. Startups, angeführt vom Startup-Verband, fordern eine schnelle, digitale und kostengünstige Gründung. Notare warnen vor Betrugsrisiken und wollen ihre Rolle bei Identitätsprüfungen behalten. Gewerkschaften befürchten, dass die neue Rechtsform die Mitbestimmung der Arbeitnehmer untergraben könnte. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments soll am 8. Oktober über den Bericht abstimmen, Trilog-Verhandlungen sind für den Spätherbst geplant.
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Der EHI E-Commerce-Report 2026, basierend auf 1.000 deutschen Online-Shops und Marktplätzen, zeigt eine breite Einführung mobiler Wallets: 97,2 % unterstützen sie, angeführt von PayPal mit 96,3 %. Apple Pay wuchs auf 49 % (vorher 37,8 %), Google Pay auf 32 % (vorher 23,1 %). Das neue Bezahlsystem Wero liegt nur bei 3 %. KI dominiert den Kundenservice: 77,9 % der vorhandenen Chat-Funktionen sind KI-gestützt, obwohl nur 40,8 % der Shops überhaupt einen Chat anbieten. Click & Collect bieten 34,6 % der Shops an, wobei 56 % davon Online-Zahlung ermöglichen. Präzise Lieferoptionen bleiben eine Nische, nur 3,4 % bieten persönliche Lieferzeitfenster an.
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