Beobachtetes Signal · 17. Juni 2022 · Funding · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Klarna-Bewertung bricht laut Bericht von 46 auf 15 Milliarden Dollar ein
Dem Wall Street Journal zufolge bereitet der schwedische Buy-Now-Pay-Later-Anbieter Klarna eine neue Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von rund 15 Milliarden US-Dollar vor – ein drastischer Rückgang gegenüber den 45,6 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2021. Diese geplante Abwärtsrunde spiegelt verschlechterte Marktbedingungen und wachsende Verluste wider: Klarnas Fehlbetrag im ersten Quartal weitete sich auf 250 Millionen US-Dollar aus, was dem Vierfachen des Vorjahreswerts entspricht. CEO Sebastian Siemiatkowski kündigte zudem den Abbau von rund 700 der 7.000 Arbeitsplätze an und verwies auf Inflation, volatile Aktienmärkte sowie eine drohende Rezession. Pläne für einen IPO liegen dem Vernehmen nach auf Eis. Diese Entwicklung erhöht den Druck im gesamten BNPL-Sektor, nachdem die Aktienkurse von Affirm, PayPal, Block und Zip im Laufe des vergangen Jahres stark gefallen waren.
Die drastische Reduzierung der Unternehmensbewertung eines führenden BNPL-Anbieters markiert eine signifikante Korrektur im E-Commerce- und Fintech-Markt, die auch direkte Auswirkungen auf Händler-Werbebudgets und payment-getriebene Marketing-Ökosysteme haben dürfte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Berichten des Wall Street Journal zufolge strebt Klarna frisches Kapital bei einer Bewertung von rund 15 Milliarden US-Dollar an.
- Im Jahr 2021 wurde Klarna im Rahmen einer Finanzierungsrunde über 639 Millionen US-Dollar noch mit 45,6 Milliarden US-Dollar bewertet.
- Klarnas Verlust im ersten Quartal verfünffachte sich nahezu auf 250 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
- CEO Sebastian Siemiatkowski kündigte die Entlassung von rund 700 der insgesamt 7.000 Mitarbeitenden an.
- Die Aktienkurse von Wettbewerbern wie Affirm, PayPal, Block und Zip gaben im Zuge einer breiteren Marktkorrektur im BNPL-Sektor stark nach.
Verknüpfte Unternehmen
14 verknüpfte Unternehmen“Der BNPL-Riese Klarna, der 2020 und 2021 einen spektakulären Aufstieg hinlegte, muss Federn lassen....”
“zeigt jetzt ein neuer Bericht des Wall Street Journal...”
“Softbank, Sequoia Capital, SilverLake, Dragoneer, Permira, Commonwealth Bank of Australia, Ant Group, Northzone, GIC (Singapurs Staatsfonds)...”
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“So haben die Aktienkurse von Affirm, PayPal, Block (Square mit der Tochter Afterpay) oder Zip im Verlauf des letzten Jahres stark gelitten...”
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“Softbank, Sequoia Capital, SilverLake, Dragoneer, Permira, Commonwealth Bank of Australia, Ant Group, Northzone, GIC (Singapurs Staatsfonds)...”
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Ontologie & Marktkonzepte
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OpenAI holt im KI-Preiskampf gegen Anthropic auf
Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat OpenAI den Rückstand auf Anthropic bei Firmenkunden, die über die Plattform OpenRouter einkaufen, nahezu aufgeholt. Im September teilten sich die beiden Rivalen die Ausgaben von rund 120.000 Unternehmen nahezu hälftig, während zu Jahresbeginn noch etwa drei Viertel auf Anthropic entfielen. OpenAIs aggressive Preisgestaltung, insbesondere die GPT-5.6-Modellfamilie mit Preissenkungen von bis zu 80 %, war ein entscheidender Faktor. Anthropic kämpft mit Kapazitätsengpässen bei Claude Code und einer Datenschutzdebatte über die 30-tägige Speicherung von Nutzerdaten. Beide Unternehmen bereiten sich auf Börsengänge vor und benötigen nachhaltige Umsätze, um Bewertungen von über 1 Billion Dollar zu rechtfertigen.
SuperPlan: Stocard-Gründer launchen neue Einkaufslisten-App
Die Gründer hinter Stocard und SuperCards haben SuperPlan gelauncht, eine kostenlose Einkaufslisten-App für iPhone und Android. SuperPlan kombiniert geteilte Einkaufslisten mit einer Rezeptsammlung und nutzt KI, um Rezepte aus Social Media, Kochbüchern und handgeschriebenen Karten in Zutatenlisten zu verwandeln. Die App bietet keine Werbung, kein Konto, und monetarisiert über ein optionales Premium-Abo für 1,99 Euro pro Woche oder 29,99 Euro pro Jahr in Österreich. Die wichtigsten KI-Funktionen umfassen Spracheingabe, Foto- und Rezept-Import, mit einem wöchentlichen Gratis-Kontingent. Hinter SuperPlan steht die Berliner Super Apps Studio GmbH mit den Gründern David Handlos, Florian Barth und Mark Himmelsbach. Handlos gründete 2011 Stocard, das 2021 von Klarna für rund 110 Millionen Euro übernommen wurde. SuperPlan trifft auf etablierte Konkurrenz wie Bring!, AnyList und Listonic.
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Der Vorschlag für die EU Inc, eine neue europäische Rechtsform für Startups, hat eine massive Lobby-Kampagne ausgelöst: Seit Ende 2024 fanden über 300 Treffen zwischen Interessengruppen und EU-Vertretern statt. Eine Auswertung offizieller Datenbanken zeigt, dass Startups, Notare und Gewerkschaften am aktivsten lobbyieren. Startups, angeführt vom Startup-Verband, fordern eine schnelle, digitale und kostengünstige Gründung. Notare warnen vor Betrugsrisiken und wollen ihre Rolle bei Identitätsprüfungen behalten. Gewerkschaften befürchten, dass die neue Rechtsform die Mitbestimmung der Arbeitnehmer untergraben könnte. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments soll am 8. Oktober über den Bericht abstimmen, Trilog-Verhandlungen sind für den Spätherbst geplant.
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