Beobachtetes Signal · 12. Mai 2023 · Editorial / Analysis · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Wichtigste Skills im Marketing: Spezialisierung und KI im Fokus
Der Artikel analysiert den Wandel der Marketingbranche und die steigende Nachfrage nach spezialisierten Fähigkeiten infolge veränderter Trends. Laut einer Malt-Studie unter 100 Marketingentscheidern sehen 62 % durch Content-Überflutung eine sinkende Aufmerksamkeit der Zielgruppe, 41 % kämpfen mit dem Tracking der Customer Journey, 36 % empfinden es als schwierig, mit Trends Schritt zu halten, und 34 % nennen Budgetbeschränkungen. Über die Hälfte berichtet, dass die Besetzung offener Stellen in Marketing, PR oder Werbung länger als ein Quartal dauert. Gefragt sind insbesondere KI-Experten (41 %), Social-Media- und Video-Spezialisten (34 %), Marketing Data Analysts (33 %) sowie Marketing-Automation-Experten (29 %). 72 % der Befragten sind der Ansicht, dass die Ära der Generalisten vorbei ist und Spezialisten dringend benötigt werden. Als Lösungsansätze werden Freelancer, flexible Arbeitsmodelle und KI-gestützte Workflows genannt, um die Content-Erstellung und Produktivität zu steigern.
Liefert wertvolle Einblicke in die aktuelle Nachfrage nach Marketing-Skills und die KI-Adoption, die das Recruiting im AdTech- und MarTech-Bereich maßgeblich beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 62 % der Marketingentscheider geben an, dass die Content-Fülle die Aufmerksamkeit der Zielgruppe verringert.
- 41 % nennen das Tracking der Customer Journey als große Herausforderung.
- Über 50 % berichten von Schwierigkeiten, geeignetes Personal für Marketingteams zu finden.
- 41 % fordern einen KI-Experten in ihrem Team.
- 34 % suchen verstärkt nach Social-Media- und Video-Spezialisten.
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Fünf unverzichtbare Marketing-Skills für das Jahr 2026
Das Marketing des Jahres 2026 präsentiert sich stark technologisiert, datengetrieben und fokussiert auf messbare Ergebnisse. Eine LinkedIn-Analyse von Millionen Profilen und Stellenanzeigen identifiziert fünf zentrale Kompetenzen, die künftig über den Markterfolg entscheiden: Künstliche Intelligenz, Audience Analysis, Stakeholder Management, Campaign Execution und Automation. Laut Untersuchung sind 66 Prozent der B2B-Marketer überzeugt, dass KI die Kampagnen-Performance steigert; 68 Prozent verzeichnen konkrete Leistungszuwächse beim Einsatz für Optimierung, Content Creation und Predictive Targeting. Angesichts komplexerer Einkäufergremien gewinnt zudem die präzise Zielgruppenanalyse an Bedeutung – 85 Prozent der Marketer weltweit beklagen, dass relevante Decision-Maker schwerer erreichbar sind. Die Analyse betont, dass KI-Potenziale nur in Kombination mit tiefem Zielgruppenverständnis, abteilungsübergreifender Abstimmung und disziplinierter Kampagnenausführung ihre volle Wirkung entfalten.
Marketing-Jobs verlangen KI-Agenten & Workflow-Automatisierung
Eine Analyse von 60 offenen Marketing-Stellenausschreibungen durch MarTech zeigt, dass KI-Kenntnisse von einem Diskussionsthema zu einer formalen Anforderung geworden sind. Der Anteil der Marketing-Stellenanzeigen mit KI-Bezug stieg 2025 von 8,4 % auf 14,9 % (Indeed Hiring Lab). Der PwC AI Jobs Barometer 2026 meldet eine Lohnprämie von 62 % für KI-Kenntnisse. In 45 der 60 analysierten Ausschreibungen ist die Entwicklung oder der Einsatz von KI-Agenten und automatisierten Workflows eine Anforderung. Der Artikel skizziert eine fünfstufige Skill-Leiter – vom Verständnis der KI-Mechanik bis zum Nachweis der Zuverlässigkeit von Automatisierungen – und hebt einen konkreten Tech-Stack hervor, darunter Claude (in 26 Ausschreibungen genannt), n8n und das Model Context Protocol (MCP). Betont wird, Prozesse vor der Automatisierung zu beschreiben und End-to-End-Anwendungen zu bauen.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
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