Beobachtetes Signal · 6. Nov. 2025 · Research Study · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
IP-Adress-Match-Raten: Erschreckend geringe Genauigkeit aufgedeckt
Neue Untersuchungsergebnisse von Truthset, in Auftrag gegeben von der Coalition for Innovative Media Measurement (CIMM) und Go Addressable, offenbaren eine stark begrenzte Genauigkeit bei der Verknüpfung von Online-Identifizierern mit realen Haushalten. Im Durchschnitt liegt die Genauigkeit von IP-zu-E-Mail-Matches bei rund 16 Prozent, während IP-zu-Postanschrift-Matches nur etwa 13 Prozent erreichen. Die Studie analysierte Daten von sechs großen Datenanbietern, darunter rund 1 Milliarde E-Mail-Adressen, 250 Millionen IP-Adressen und 164 Millionen Postanschriften. Die Validierung erfolgte über einen 90-Tage-Zeitraum von Dezember 2024 bis Februar 2025 anhand von Datensätzen zweier Internet Service Provider sowie eines großen Multichannel Video Programming Distributors unter Einsatz von Bayes-Methoden und Machine Learning. Die Resultate belegen erhebliche Abweichungen zwischen den Anbietern – der präziseste Anbieter war bis zu 4,5-mal besser als der schwächste –, eine geringe Überschneidung (über 90 Prozent der Verknüpfungen waren exklusiv für einen Anbieter) sowie eine Unterrepräsentanz von IPv6. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit von Standards und branchenweiter Zusammenarbeit anstelle der reinen Jagd nach maximalen Match-Raten.
Die Ergebnisse verdeutlichen gravierende Limitationen des IP-basierten Matchings für die Werbemessung und fordern branchenweite Standards sowie engere Kooperationen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Truthset führte eine Studie zur Genauigkeit von IP-zu-E-Mail- und IP-zu-Post-Matches für die Coalition for Innovative Media Measurement (CIMM) und Go Addressable durch.
- IP-zu-E-Mail-Matches weisen im Schnitt eine Genauigkeit von etwa 16 Prozent auf, IP-zu-Post-Matches von rund 13 Prozent.
- Die Studie untersuchte Daten von sechs großen Datenanbietern, darunter circa 1 Milliarde E-Mail-Adressen, 250 Millionen IP-Adressen und 164 Millionen Postanschriften.
- Die Verifizierungsdaten stammten von zwei Internet Service Providern und einem großen Multichannel Video Programming Distributor aus einem 90-Tage-Fenster (Dezember 2024 bis Februar 2025).
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Studie belegt hohe Unzuverlässigkeit von IP-basiertem Ad-Targeting
Eine von Truthset im Auftrag von CIMM und Go Addressable veröffentlichte Studie offenbart, dass IP-basiertes Ad-Targeting für Haushalts- und Zielgruppenwerbung extrem unzuverlässig ist. Demnach stimmen IP-Adressen nur in 13 Prozent der Fälle mit Postanschriften und zu 16 Prozent mit E-Mail-Adressen überein. Schätzungen zufolge erreichen lediglich drei Cent von jedem Werbeollar die gewünschte Zielgruppe. Häufig neu zugewiesene IP-Adressen durch ISPs und abweichende Daten von Anbietern untergraben das programmatische Targeting. Dies benachteiligt das Open Web und kostenlose, werbefinanzierte Streaming-Dienste gegenüber deterministischen, login-basierten Walled Gardens wie Google, Meta und Amazon. Die Untersuchung fordert einen Übergang zu deterministischen Identifikatoren und einer verbesserten Identity Infrastructure für Addressable TV und plattformübergreifende Measurement-Lösungen.
IP-basiertes CTV-Targeting schlägt in drei von vier Fällen fehl
Eine neue Untersuchung des Identity-Resolution-Anbieters Adstra und der unabhängigen Mediaagentur InterMedia Advertising offenbart erhebliche Ungenauigkeiten beim IP-basierten Connected TV (CTV) Targeting. Der Studie zufolge erreichten lediglich 23 % der Residential IP-Adressen ihr vorgesehenes geografisches Ziel. Zudem erwiesen sich gerätebasierte CTV-Identifier im Zeitverlauf als stabiler (71 %) als IP-Adressen (57 %). Die Verfasser kritisieren, dass intransparente IP-to-Household-Mapping-Methoden Media Spend verschwenden, und schlagen ein neues Zuverlässigkeitsmodell vor: den ID Connection Strength (ICS)-Framework, der Kennungen anhand von fünf Kriterien auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. ICS befindet sich seit Januar in einer Testphase mit ausgewählten Marken sowie Agenturen und soll im dritten Quartal 2026 breiter verfügbar sein.
Addressability Crisis: Fragmentation Hurts Match Rates
Addressability fragmentation is framed as the real crisis behind shrinking match rates, not merely operational complexity. Match rate measures how many users can be recognized and reached as data moves from onboarding to activation to measurement. A study by Go Addressable, CIMM and Truthset finds IP-to-email match accuracy averaging about 16%. The piece argues that involving more data partners reduces match rates due to additional handoffs and data loss at each sync point. It notes onboarding passes through multiple ID systems (emails, cookies, device IDs, DSP identifiers and publisher IDs), which fragments audiences and lowers reach. Privacy regulations (GDPR, CCPA, LGPD and APPI) further complicate cross-jurisdictional consent. The article advocates identity optimization via a unified identity graph, highlighting ID5’s acquisition of TrueData as a move to unify signals across devices, households and channels, preserving reach and enabling reliable measurement.
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