Beobachtetes Signal · 11. Juni 2026 · Patent License Agreement · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
InterDigital und Amazon schließen Video-Patentlizenzvereinbarung
InterDigital, Inc. hat eine Patentlizenzvereinbarung mit Amazon bekannt gegeben, die Amazons Dienste und Geräte, einschließlich Amazon Prime Video, abdeckt. Die Unternehmen erklärten, dass sie alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten beigelegt haben und in ein bindendes Schiedsverfahren eintreten werden, um die endgültigen Vertragsbedingungen festzulegen. Julia Mattis, Chief Licensing Officer bei InterDigital, bezeichnete das Abkommen als Meilenstein für die Expansion des Unternehmens in die Lizenzierung von Video-Streaming-Diensten und begrüßte die Bereitschaft von Amazon, verbleibende Fragen in einem globalen Schiedsverfahren zu klären. In der Mitteilung wird InterDigital als ein an der Nasdaq gelistetes F&E-Unternehmen beschrieben, das sich auf Drahtlostechnologien, Video und KI konzentriert.
Die Patentlizenz zwischen einem spezialisierten IP-Lizenzgeber und einer großen Plattform beendet laufende Rechtsstreitigkeiten und prägt die Bedingungen für Streaming-Dienste sowie Connected TV-Geräte, stellt jedoch keine unmittelbare Branchenrevolution dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- InterDigital, Inc. hat eine Patentlizenzvereinbarung mit Amazon unterzeichnet, die Amazons Dienste und Geräte wie Amazon Prime Video umfasst.
- Beide Parteien haben sich geeinigt, alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten beizulegen, und vereinbarten ein bindendes Schiedsverfahren zur Festlegung der endgültigen Konditionen.
- Julia Mattis, Chief Licensing Officer bei InterDigital, betonte, dass die Vereinbarung das Ziel vorantreibt, in den Bereich der Video-Streaming-Dienste-Lizenzierung zu expandieren.
- InterDigital ist ein an der Nasdaq gelistetes Unternehmen (Nasdaq: IDCC) mit Schwerpunkt auf Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Wireless, Video und Künstliche Intelligenz.
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InterDigital verklagt Disney auf 101,7 Millionen Euro im HDR-Patentstreit
InterDigital hat den Patentstreit mit Disney über HDR-Technologie verschärft und vor dem Landgericht München eine Schadensersatzklage in Höhe von 101,7 Millionen Euro eingereicht. Die Klage betrifft die unlizenzierte Nutzung von HDR-Technologien durch Disney Plus von März 2020 bis Ende 2025 und betrifft Nutzer in Deutschland sowie 19 weiteren europäischen Ländern. Der Konflikt begann im November 2025 mit einer einstweiligen Verfügung, woraufhin Disney Dolby Vision, HDR10+ sowie 3D-Inhalte entfernte. Ein Urteil des Unified Patent Court (UPC) im Juli 2026 erzwang zudem die Deaktivierung von 4K-UHD- und HDR-Support. Im September 2026 untersagte ein weiteres Urteil die Google-Cast-Funktion in Deutschland und den Niederlanden. InterDigital strebt eine langfristige Lizenzvereinbarung an; Disney hatte Premium-Abonnenten nach den Qualitätsabwertungen im August 2026 bereits ein Sonderkündigungsrecht gewährt.
Disney Plus verliert Patentstreit: Cast-Funktion und Streaming-Qualität in Gefahr
Das Einheitliche Patentgericht (UPC) in Düsseldorf hat entschieden, dass Disney Plus das Patent EP 2 080 349 von InterDigital verletzt, welches die Synchronisation von Medieninhalten wie die Cast-Funktion betrifft. Die einstweilige Verfügung betrifft das Streaming über den Chrome-Browser sowie Disney Plus Apps auf Windows, macOS, Android und iOS in Deutschland und den Niederlanden. Disney kann Berufung einlegen. Vorangegangene UPC-Urteile betrafen bereits HEVC-Videocodierungspatente in elf EU-Staaten, woraufhin Disney auf den VP9-Codec umstieg, den InterDigital nun ebenfalls angreift. Hierzu wurden zwei weitere Verfahren eingeleitet. Disney hat bislang keine Lizenzgebühren an InterDigital gezahlt. Der anhaltende Rechtsstreit hat für Premium-Abonnenten in Deutschland bereits zum Wegfall von HDR-Support und temporär auch von 4K-Streaming geführt.
Meta und Alibaba treten dem Video Distribution Patent Pool von Access Advance bei
Access Advance LLC gab am 6. Juli 2026 bekannt, dass Meta Platforms, Inc. und die Alibaba Group als Lizenznehmer dem Video Distribution Patent Pool (VDP Pool) beigetreten sind. Laut Mitteilung ist Meta zudem den Patentpools für HEVC Advance und VVC Advance beigetreten. Der VDP Pool zielt darauf ab, Lizenzierungsfragen für moderne Video-Codecs – darunter VP9, AV1, HEVC und VVC – über verschiedene Geschäftsmodelle des Internet-Video-Streamings hinweg zu regeln. Peter Moller, CEO von Access Advance, bezeichnete die Teilnahme von Meta als Meilenstein für das Content-Distribution-Geschäft und betonte, dass Alibabas Fachwissen im Bereich der Video-Technologie die Position des Programms als führende Lizenzierungslösung für Streaming-Medien weiter stärke.
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