Beobachtetes Signal · 18. Mai 2026 · Strategy Update · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Intel-CEO: Auftragsfertigung gewinnt an Dynamik und Kundeninteresse
Intel-CEO Lip‑Bu Tan hat erklärt, dass das externe Foundry-Geschäft des Unternehmens durch verbesserte Fertigungserträge zunehmend an Traktion gewinnt und das Interesse externer Kunden weckt. Im Rahmen eines Auftritts hob Tan die Fortschritte beim fortschrittlichen 18A-Prozess hervor und verwies auf monatliche Ertragsverbesserungen, die branchenüblichen Best Practices entsprechen. Obwohl er keine konkreten Kundennamen nannte, rechnet Intel in der zweiten Jahreshälfte mit verbindlichen Zusagen mehrerer Foundry-Kunden. Frühere Medienberichte verwiesen zudem auf eine vorläufige Chip-Fertigungsvereinbarung zwischen Intel und Apple sowie auf die 18A-Fabrik in Arizona, während ein Projekt in Ohio auf frühestens 2030 verschoben wurde. Laut CFO David Zinsner dürften sich die Signale externer Kunden in der zweiten Jahreshälfte 2026 sowie Anfang 2027 weiter konkretisieren.
Intels Fortschritte in der Foundry-Sparte und mögliche Großkundenverpflichtungen könnten die globalen Halbleiter-Lieferketten, die US-Fertigungskapazitäten sowie den Wettbewerb mit TSMC maßgeblich beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Intel-CEO Lip‑Bu Tan sieht das externe Foundry-Geschäft als zentralen Baustein des Turnarounds auf Erfolgskurs.
- Tan verwies auf Verbesserungen beim 18A-Fertigungsprozess und monatliche Steigerungen der Ausbeute.
- Intel erwartet nach eigenen Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2026 feste Zusagen von mehreren Foundry-Kunden.
- Medienberichten zufolge haben Intel und Apple im Mai 2026 eine vorläufige Chip-Fertigungsvereinbarung erzielt.
- Während die neue Fab in Arizona den 18A-Prozess nutzt, ist ein Projekt in Ohio erst für frühestens 2030 geplant.
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Intel vor bedeutendem Chip-Fertigungsabschluss mit Apple
Berichten zufolge haben Apple und Intel eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wonach Intel künftig einen Teil der Chips für Apple-Geräte fertigen soll. Dieser mögliche Deal, der zuerst vom Wall Street Journal gemeldet und von CNBC aufgegriffen wurde, stellt eine massive Bestätigung für Intels Foundry-Strategie dar und schafft für Apple eine tragfähige Zweitquelle neben TSMC für fortschrittlichste Halbleiter. Dem Bericht zufolge baut Intel die Kapazitäten in einer neuen Fabrik im US-Bundesstaat Arizona für den 18A-Node aus (ein verbesserter 18A-P-Node wird zu einem späteren Zeitpunkt erwartet), während Apple bislang exklusiv auf TSMC angewiesen ist. Analysten zufolge adressiert die Vereinbarung waferbezogene Kapazitätsengpässe infolge der rasant steigenden KI-Nachfrage und könnte die Dynamik der Lieferketten für fortgeschrittene Nodes bei einem erfolgreichen Abschluss grundlegend verändern.
Intel Foundry gewinnt Fortinet als Kunden für Sicherheitschips
Intels Foundry-Sparte hat mit dem Cybersecurity-Konzern Fortinet einen ersten namhaften Kunden unter der Führung des neuen CEO Lip-Bu Tan gewonnen. Fortinet wird seinen Sicherheitschip der nächsten Generation, den SP6, auf Basis des Fertigungsprozesses Intel 4 herstellen lassen. Dies markiert den ersten öffentlich verkündeten Unternehmenskunden seit Tans Amtsantritt im März 2025. Während Intels fortschrittlichste Nodes die Verfahren 14A und 18A umfassen, handelt es sich bei Intel 4 um eine ältere Prozesstechnologie, die primär für weniger komplexe anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) ausgelegt ist. Der Abschluss reiht sich in bestehende Foundry-Kooperationen mit geringeren Volumina ein, darunter Projekte für die US-Regierung sowie Partnerschaften mit Technologiegrößen wie Microsoft, Amazon, Google und Tesla, die den strategischen Ausbau des Foundry-Geschäfts untermauern.
Intel übertrifft Gewinnerwartungen deutlich; Analysten bleiben uneins
Intel hat solide Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt und die Markterwartungen mit einem Non-GAAP-EPS von 0,42 US-Dollar (gegenüber geschätzten 0,21 US-Dollar) und einem Umsatz von 16,1 Milliarden US-Dollar (ein Plus von 25 Prozent im Jahresvergleich) klar übertroffen. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zu und verzeichnet im laufenden Jahr 2026 ein Plus von rund 172 Prozent, angetrieben durch eine robuste Nachfrage nach CPUs im Zuge des KI-Booms. Unter CEO Lip-Bu Tan treibt das Unternehmen seine Foundry-Strategie vorangetrieben und bekräftigte die Produktion der Prozessnodes 14A und 18A, wobei die 18A-Auslastung das Ziel um rund 25 Prozent übertrifft. Große Wall-Street-Häuser wie Wells Fargo, Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America und Bernstein passten ihre Kursziele an, hielten jedoch im Wesentlichen an ihren bisherigen Einstufungen fest, da die langfristige Transformation des Halbleiterherstellers am Markt weiter differenziert bewertet wird.
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