Beobachtetes Signal · 20. Mai 2026 · Market Data Release · Quelle: DWDL · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Brutto-Werbemarkt im April leicht im Minus, Print bricht ein
Nielsen hat die Brutto-Werbezahlen für April veröffentlicht. Demnach verzeichnete der Gesamtmarkt ein Brutto-Werbevolumen von 2,75 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Der Bericht offenbart eine stark divergierende Entwicklung der Mediengattungen: Während der Printsektor drastisch einbrach (-10,2 %) und Tageszeitungen um 11,8 Prozent nachgaben, verzeichneten TV-Vermarkter ein moderates Minus von 1,2 Prozent. Radio blieb nahezu stabil (-0,2 %). Digital (ohne Social, Search und YouTube) legte stark zu (+9.1 %), angeführt von der Aussenwerbung mit einem Plus von 9,5 Prozent. Kino wuchs um 2,7 Prozent bei einem Bruttovolumen von rund 9 Millionen Euro. Erstmals separat ausgewiesen wurde Goldvertise Media mit rund 10 Millionen Euro Bruttowerbeumsatz im April (+31,2 %). Bei den TV-Vermarktern zeigte sich folgendes Bild: Seven.One Media verzeichnete -3,6 Prozent, Ad Alliance -1,6 Prozent und El Cartel Brothers +5,9 Prozent.
Nielsons monatliche Brutto-Werbezahlen liefern kanalübergreifende Frühindikatoren zu Budgetverschiebungen – vom Print-Einbruch bis hin zu Digital- und OOH-Wachstum –, die für die Mediaplanung, Umsatzprognosen und Vermarkterstrategien essenziell sind.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Brutto-Werbeumsatz im April: 2,75 Milliarden Euro laut Nielsen.
- Gesamtmarkt im April 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent rückläufig.
- Printsektor bricht im Jahresvergleich um 10,2 Prozent ein, Tageszeitungen verlieren 11,8 Prozent.
- Digital (ohne Social, Search und YouTube) wächst um 9,1 Prozent, Out-of-Home legt um 9,5 Prozent zu.
- Goldvertise Media meldet rund 10 Millionen Euro Bruttoumsatz im April, ein Plus von 31,2 Prozent.
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Deutscher Werbemarkt im Mai: TV wächst, Print und Radio verlieren
Laut den aktuellen Bruttowerbedaten von Nielsen erreichte der deutsche Werbemarkt im Mai 2026 ein Gesamtvolumen von 3,03 Milliarden Euro (+2,8 % YoY), maßgeblich getrieben durch das Fernsehen. Die TV-Bruttowerbeeinnahmen stiegen um 4,5 % auf 1,39 Milliarden Euro, womit TV das stärkste Segment blieb und seinen YTD-Rückstand auf -0,2 % reduzierte. Print und Radio verzeichneten deutliche Einbußen: Zeitungen fielen im Mai um 7,8 % (YTD: -3,2 %), Radio sank um 6,1 % (YTD: -3,5 %). Out-of-Home (OOH) und Online-Publisher legten dagegen um 7,5 % bzw. 12,8 % zu. Das Kinosegment verzeichnete mit 12,5 Millionen Euro ein Plus von rund 140 %. Unter den TV-Vermarktern wuchs Ad Alliance um 9,3 %, während Seven.One Media ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste. Die Nielsen-Zahlen basieren auf Listenpreisen ohne Rabatte.
TV-Vermarkter geraten im Juli durch deutliche Brutto-Umsatzverluste massiv unter Druck
Laut aktuellen Nielsen-Daten beliefen sich die Bruttowerbeumsätze über alle Mediengattungen hinweg im Juli auf 2,42 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Haupttreiber dieser Entwicklung war das TV-Segment mit einem Einbruch von 7,3 Prozent. Besonders die führenden privaten Vermarkter verzeichneten spürbare Einbußen: Seven.One Media (ProSiebenSat.1) fiel um 11,6 Prozent, während die Ad Alliance (RTL) ein Minus von 6,6 Prozent hinnehmen musste. Der Vermarkter El Cartel Brothers gab um 3,0 Prozent auf rund 139 Millionen Euro nach. Die öffentlich-rechtlichen Angebote entwickelten sich uneinheitlich mit einem Plus bei ARD Media (+6,9 Prozent) und Verlusten beim ZDF Werbefernsehen (-3,8 Prozent). Zuwächse verzeichneten hingegen Digital (+13,6 Prozent ohne Social, Search und YouTube), Out-of-Home (+4,2 Prozent) sowie Kino (+14,0 Prozent). Die Nielsen-Werte basieren auf Bruttolistenpreisen ohne Berücksichtigung von Rabatten.
Deutsche Brutto-Werbeausgaben im Mai: TV erholt sich, Print bricht ein
Die Brutto-Werbeausgaben in Deutschland beliefen sich im Mai 2026 auf 3,03 Milliarden Euro, wie Horizont auf Basis von Nielsen-Daten berichtet. Das lineare TV-Spotvolumen verzeichnete ein deutliches Plus, das maßgeblich durch vorgezogene Kampagnenaktivitäten im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft getrieben wurde. Im Gegensatz dazu schwächte sich die Nachfrage nach Printwerbung drastisch ab. Der von Marco Saal verfasste und am 17.06.2026 veröffentlichte Bericht stuft diesen Monat als spürbare Erholung für das Sorgenkind Linear TV ein, während sich die Krise im Printsegment weiter verschärft. Dies signalisiert eine kurzfristige Umschichtung der Mediabudgets hin zu klassischen Bewegtbildformaten.
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