Beobachtetes Signal · 9. Okt. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Googles Suchtuer-Marktanteil in den USA sinkt erstmals unter 50 Prozent
Laut eMarketer-Prognosen wird Google im Jahr 2025 erstmals in seiner Tracking-Historie weniger als 50 Prozent des US-amerikanischen Search-Advertising-Marktes kontrollieren. Der prognostizierte Marktanteil liegt bei 48,3 Prozent, während Amazon auf 24,2 Prozent und Apple auf 5,2 Prozent zulegen. Diese Verschiebung spiegelt die Diversifizierung von Advertisern hin zu TikTok, Pinterest sowie KI-gestützten Suchoberflächen wie ChatGPT und Perplexity wider. Das veränderte Nutzerverhalten, das zunehmend Social-Media-Plattformen und alternative Such-Engines einbindet, setzt die Dominanz des Suchgiganten massiv unter Druck. Gleichzeitig belasten regulatorische Gegenwindfaktoren das Geschäft: Das US-Justizministerium (DOJ) treibt Kartellverfahren voran, die eine mögliche Zerschlagung des Werbegeschäfts von Alphabet beinhalten könnten. Dieser Wandel verändert die Wettbewerbsdynamik im gesamten Search-Ad-Ökosystem nachhaltig.
Markante Marktanteilsverschiebungen im US-Search-Ad-Markt und wachsende regulatorische Risiken erfordern eine strategische Anpassung der Mediabudgets.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eMarketer prognostiziert für Google einen US-Marktanteil bei Search Ads von 48,3 Prozent im Jahr 2025.
- Amazon wird 2025 voraussichtlich 24,2 Prozent und Apple 5,2 Prozent erreichen.
- Im Jahr 2018 lag Googles Marktanteil noch bei rund 60 Prozent, Amazon bei etwa 10 Prozent und Apple bei 2,6 Prozent.
- TikTok hat im Herbst 2023 Search Ads eingeführt und bietet damit Keyword-Targeting an.
- Kartellrechtsklagen des US-Justizministeriums gegen Google könnten zu einer teilweisen Zerschlagung des Alphabet-Werbegeschäfts führen.
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Googles Suchdominanz zeigt im Zeitalter von KI erste Risse
Drei Jahre nach dem Boom der generativen KI zeigt Googles Vormachtstellung im Suchmaschinenmarkt erste Belastungszeichen, da Nutzer vermehrt auf Chatbots und alternative Suchmaschinen ausweichen. Berichte verzeichnen steigende Installationen bei DuckDuckGo, wachsendes ChatGPT-Nusage und eine Milliarde Nutzer bei Microsoft Bing. Zwar kontrolliert Google weiterhin rund 90 % des Marktes und meldete starke Umsätze, doch der Suchverkehr sank im Vormonat leicht. Publisher warnen vor zunehmenden „Zero-Click“-Suchen, die den Referral-Traffic verringern. Google hat die Suche um einen „AI Mode“ sowie automatische AI Overviews erweitert, was Bedenken hinsichtlich der Werbe-Monetarisierung und der Nutzerwahl aufwirft. Prominente Abgänge von Top-Ingenieuren zu OpenAI und Anthropic sowie ein Kursrutsch der Alphabet-Aktie um 5 % unterstreichen die Wettbewerbs- und Talentrisiken mit weitreichenden Folgen für das AdTech- und Publisher-Ökosystem.
TV-Quoten: '3-Millionen-Euro-Woche'-Finale erreicht 3 Millionen Zuschauer
Der TV-Quotenbericht für Donnerstag zeigt, dass das Finale der RTL-Quizshow '3-Millionen-Euro-Woche' 3,07 Millionen Zuschauer erreichte und einen Marktanteil von 18,3 Prozent erzielte. Der ARD-Krimi 'Tiroler Blut' führte die Primetime mit 5,14 Millionen Zuschauern und 24,7 Prozent an. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann die RTL-Show mit 21,4 Prozent. Der Artikel behandelt auch Streaming-Charts: Bei Netflix debütierte die Miniserie 'Below' auf Platz eins und verdrängte 'East of Eden'. Bei Prime Video übernahm Stephen Kings 'Carrie' die Spitze der Serien. Disney+-Rankings blieben stabil, mit Wiedereinstiegen von 'Modern Family' und 'Bluey'. Auf YouTube war der Livestream von Nius das meistgesehene Video, gefolgt von einem MrWissen2go-Video zu den US-Midterms. Diese Einblicke basieren auf AGF-Daten und offiziellen Streaming-Charts.
Creator-Hollywood-Deals: IP-Risiken bei Verträgen
Auf der Advertising Week in New York diskutierten Agentur- und Media-Executives über die geschäftlichen Risiken von Creator-getriebenen Inhalten, die nach Hollywood wandern. Die Deals reichen von der Lizenzierung bestehender IP, wie Netflix' Erwerb von Chicken Shop Date, bis hin zu Co-Produktionen, bei denen Eigentum und Erlöse geteilt werden. Der Artikel hebt drei gängige Deal-Strukturen hervor: Werkvertrag, Lizenz und Co-Produktion, jeweils mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den IP-Besitz. Experten warnen, dass weit gefasste Work-for-Hire-Klauseln unbeabsichtigt Rechte an Name und Persönlichkeit eines Creators übertragen können. Die Produktion hochwertiger Inhalte erfordert Investitionen in die Entwicklung von Creatorn, wie beim Noah-Beck-Projekt von Tubi zu sehen, doch es besteht die Sorge, dass Hollywoods Eile, Erfolge zu replizieren, zu qualitativ schlechten, unterentwickelten Projekten führen könnte. Der Schlüssel liegt darin, dass Creator die Kontrolle behalten und langfristige Medienmarken aufbauen, nicht nur transaktionale Zielgruppenmieten.
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