Beobachtetes Signal · 8. Jan. 2026 · Regulation · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Googles Kartellverfahren 2025: Schuldsprüche ohne Zerschlagung
AdExchanger analysiert Googles kartellrechtliche Entwicklung im Jahr 2025: Das Unternehmen wurde sowohl wegen eines Suchmonopols als auch wegen eines Publisher Ad Tech-Monopols für schuldig befunden, und Europa verhängte Geldbußen, doch nennenswerte Entflechtungen blieben aus. Im Suchverfahren des DOJ ordnete Richter Amit Mehta an, dass Google Suchdaten mit qualifizierten Wettbewerbern teilen muss, verfügte jedoch keine Zerschlagung oder gravierende Änderungen an Google Search. Im Verfahren zur Publisher Ad Tech fordert das DOJ die Abtrennung von AdX und möglicherweise DFP innerhalb von Google Ad Manager, doch Beobachter der Remedies-Phase bleiben skeptisch, ob ein Gericht eine Zerschlagung anordnet. Europäische Regulierungsbehörden verharren in einer Warteschleife bis zur Entscheidung von Richterin Brinkema. Der Beitrag verweist auf eine mögliche Entflechtung von AdX im Jahr 2026, die den Ad Exchange vom Ad Server entkoppeln und die Marktdynamik neu formen könnte. Unabhängig davon hat Europa die Unified Pricing Rules abgeschafft; die USA erwägen ein teilweises Ende der UPR für Open-Web Display Ads mit potenziellen Vorteilen für Publisher und Entwickler.
Laufende kartellrechtliche Verfahren gegen Google mit potenziellen Entflechtungen und gemischten Resultaten für den Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google wurde 2025 für schuldig befunden, ein illegales Suchmonopol sowie ein Publisher Ad Tech-Monopol zu betreiben.
- Richter Amit Mehta urteilte, dass Google Suchordnungsdaten mit qualifizierten Wettbewerbern teilen muss, ordnete jedoch keine Entflechtung oder wesentliche Änderungen an Google Search an.
- Das DOJ fordert im Publisher Ad Tech-Verfahren die Abtrennung von AdX und möglicherweise DFP innerhalb von Google Ad Manager, wobei Beobachter der Remedies-Phase skeptisch bezüglich einer erzwungenen Zerschlagung bleiben.
- Europäische Regulierungsbehörden befinden sich im Wartestand und erwarten die Remedies-Entscheidung von Richterin Brinkema.
- Europa hat die Unified Pricing Rules (UPR) abgeschafft; in den USA wird ein teilweises Ende von UPR für Open-Web Display Ads erwartet.
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Urteil: Google entgeht Zerschlagung seines AdTech-Geschäfts
US-Bundesrichterin Leonie Brinkema stellte zwar eine illegale Monopolisierung bei Publisher-Ad-Servern und Ad Exchanges fest, lehnte jedoch die vom DOJ geforderte Zerschlagung von Google AdX und DFP ab. Stattdessen verhängte sie Verhaltensauflagen: Google muss AdX via API-Integrationen für Prebid öffnen, diskriminierungsfreies Bidding für Google Ads gewährleisten, Unified Pricing Rules (UPR) in den USA abschaffen sowie First/Last-Look-Vorteile beenden. Zudem muss Google Publishern Echtzeit-Gebotsdaten bereitstellen und verhindern, dass AdWords direkt in DFP bietet oder eigene Tools bevorzugt. Die global gültigen Auflagen klammern Video, In-App und Retail Media aus; auch die Offenlegung der Auktionslogik entfällt. Ein technischer Monitor wird die Einhaltung sechs Jahre lang überwachen. Google behält seinen integrierten Stack, plant jedoch Berufung. Das Urteil stärkt vor allem technisch versierte Publisher und große SSPs, während weitere Verfahren auf Bundes- und EU-Ebene andauern.
Xbox startet TV- und Filmsparte; Meta testet Linkbeschränkungen
Diese AdExchanger-News-Roundup behandelt drei Hauptgeschichten. Xbox hat eine neue TV- und Filmsparte namens XP vorgestellt, die von Kayleen Walters geleitet wird, um Monetarisierungsmöglichkeiten zu erkunden, einschließlich der Formalisierung von Sponsorships und Markenpartnerschaften. Getrennt davon testet Meta Meta One, ein Abo-Bündel, und hat begonnen, nicht abonnierte Unternehmensseiten für die Einbindung von mehr als zwei externen Links in Beiträgen zu belasten, wobei Nachrichtenseiten derzeit ausgenommen sind. Darüber hinaus wird der Trend diskutiert, dass mittelgroße unabhängige Agenturen zu hybriden Holdinggesellschaften fusionieren, mit Verweisen auf Wpromotes Übernahme von Giant Spoon, Chemistrys Übernahme von Colossus und Acardias Kauf von Crush, da der Wettbewerbsdruck durch große Gruppen wie Omnicom-IPG und Publicis zunimmt.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
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