Beobachtetes Signal · 16. Juni 2026 · Deprecation · Quelle: t3n · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Google beendet Manifest v2: Das Aus für viele Adblocker in Chrome
Google wird die Unterstützung für Manifest v2 in Chrome mit den Versionen 150 und 151 (Ende Juni und Juli 2026) vollständig abschalten und damit den letzten Workaround für ältere Adblocker wie uBlock Origin entfernen. Laut Google soll Manifest v3 die Nutzerdatenschutz und -sicherheit verbessern, doch die API-Änderungen beschränken die Filterkapazitäten, auf die zahlreiche Erweiterungen angewiesen sind. Nutzer, die weiterhin klassische Werbeblocker einsetzen möchten, können auf angepasste MV3-Varianten wie uBlock Origin Lite mit eingeschränktem Funktionsumfang ausweichen oder zu Nicht-Chromium-Browsern wechseln. Während Mozilla Firefox eine längerfristige Unterstützung von MV2 in Aussicht stellt, könnten Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge oder Opera dem Schritt von Google in Zukunft folgen. Dies markiert einen entscheidenden Wandel für das Ökosystem der Browser-Erweiterungen.
Die Abschaltung einer etablierten Browser-Extension-API durch eine dominante Plattform wie Google Chrome beeinflusst Adblocker, Entwickler von Browser-Erweiterungen sowie die Werbe-Monetarisierung im Open Web unmittelbar und stellt eine fundamentale Änderung für das AdTech-Ökosystem dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google deaktiviert die Manifest v2-Unterstützung in Chrome mit den Versionen 150 und 151 im Juni und Juli 2026.
- Ältere Adblocker wie uBlock Origin, die auf Manifest v2 basieren, funktionieren nach der Abschaltung in Chrome nicht mehr.
- Google begründet Manifest v3 mit verbesserten Datenschutz- und Sicherheitsstandards, während die API gleichzeitig Filterfunktionen von Adblockern einschränkt.
- uBlock Origin Lite steht als MV3-adaptierte Alternative mit reduzierten Funktionalitäten zur Verfügung.
- Andere Chromium-Browser wie Edge und Opera unterstützen MV2 derzeit noch, könnten die Unterstützung aber ebenfalls einstellen; Mozilla Firefox plant eine längere MV2-Kompatibilität.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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