Beobachtetes Signal · 3. Juli 2023 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Google entfernt kanadische Nachrichtenlinks infolge des Online News Act
Als Reaktion auf das kanadische Gesetz über Onlinenachrichten (Bill C-18) kündigte Google an, Links zu kanadischen Nachrichten von Google Search, Google News und Discover zu entfernen. Zudem wird das Google News Showcase-Programm in Kanada eingestellt, sobald das Gesetz in Kraft tritt. Kent Walker, President of Global Affairs bei Google und Alphabet, bezeichnete das Gesetz als nicht praktikabel und bestätigte den Schritt zur Anpassung an das neue regulatorische Umfeld. Das Gesetz sieht vor, dass Plattformen Verleger für die Verlinkung oder Nutzung ihrer Inhalte entschädigen müssen. Meta hat als Reaktion auf die Gesetzgebung den Nachrichtenzugriff auf Facebook und Instagram in Kanada bereits eingeschränkt. Dies unterstreicht einen breiteren Branchentrend im Umgang mit regulatorischen Verpflichtungen, während Google parallel nach alternativen Wegen im Dialog mit der Regierung sucht.
Regulatorische Eingriffe in Kanada zwingen globale Plattformen zu drastischen Schritten und setzen Präzedenzfälle für den Umgang mit Leistungsschutzrechten und Link-Vergütungen in anderen Märkten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Canadas Online News Act (Bill C-18) verpflichtet Plattformen zur Entschädigung von Verlegern für die Verlinkung von Inhalten.
- Google entfernt kanadische Nachrichtenlinks aus Search, News und Discover und beendet Google News Showcase in Kanada.
- Meta hat den Nachrichtenzugriff auf Facebook und Instagram in Kanada als Reaktion auf das Gesetz bereits blockiert.
- Kent Walker (Google/Alphabet) stuft Bill C-18 als nicht praktikabel ein und kündigte die Entfernung der Links an.
- Das Gesetz tritt voraussichtlich in rund sechs Monaten in Kraft; mögliche Kompromisse nach australischem Vorbild werden diskutiert.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
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US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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