Beobachtetes Signal · 28. Mai 2026 · Criminal Charges · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Google-Ingenieur wegen Insiderwetten auf Polymarket angeklagt
Das US-Justizministerium hat einen Google-Softwareingenieur wegen des Verdachts auf Insiderhandel auf der Prognoseplattform Polymarket angeklagt. Laut Anklageschrift nutzte der 36-jährige italienische Staatsbürger vertrauliche interne Daten zu Google-Suchanfragen, um lukrative Wetten zu platzieren. Insgesamt setzte er 2,7 Millionen US-Dollar auf 25 verschiedene Suchergebnisse und erzielte Gewinne in Höhe von 1,2 Millionen US-Dollar. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, privilegierte Einblicke in Ranking- und Marketingdaten missbraucht zu haben, unter anderem für die Vorhersage, dass der Musiker D4vd die Liste der meistgesuchten Personen anführen würde. Google hat den Mitarbeiter suspendiert, kooperiert mit den Ermittlungsbehörden und bestätigte, dass die Handlungen gegen interne Richtlinien verstießen. Die Anklagepunkte umfassen Betrug sowie Geldwäsche. Der Vorfall unterstreicht erhebliche Risiken in den Bereichen Data Governance und Zugriffskontrolle bei großen Plattformbetreibern.
Eine strafrechtliche Anklage wegen des Missbrauchs interner Suchdaten bei Google verdeutlicht gravierende Risiken bei Zugriffskontrollen und der Data Governance. Dies betrifft unmittelbar das Vertrauen in Plattformen sowie den Schutz sensibler Signale.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das US-Justizministerium hat einen Google-Ingenieur wegen Insiderhandels auf Polymarket angeklagt.
- Der Beschuldigte platzierte Wetten im Wert von 2,7 Millionen US-Dollar und erzielte 1,2 Millionen US-Dollar Gewinn.
- Die Vorwürfe umfassen den Missbrauch interner Google-Suchdaten für Prognosen, unter anderem zum Suchvolumen des Musikers D4vd.
- Google hat den Mitarbeiter suspendiert, kooperiert mit den Behörden und stuft das Verhalten als schwerwiegenden Richtlinienverstoß ein.
- Die Anklage lautet unter anderem auf Betrug im Zahlungsverkehr und Geldwäsche.
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Google-Mitarbeiter wegen Insiderhandels auf Polymarket mit internen Suchdaten angeklagt
Bundesstaatsanwälte haben den langjährigen Google-Softwareingenieur Michele Spagnuolo wegen Insiderhandels angeklagt. Er soll vertrauliche interne Google Search-Daten genutzt haben, um rund 1,2 Millionen US-Dollar Gewinn auf der Prognoseplattform Polymarket zu erzielen. Einer Klageschrift des Southern District of New York zufolge platzierte Spagnuolo unter dem Account „AlphaRaccoon“ Wetten im Wert von über 2,7 Millionen US-Dollar. Die Wetten bezogen sich auf Googles Marketingkampagne „Year in Search 2025“, nachdem er über ein internes Tool auf Suchdaten zu den am häufigsten gesuchten Prominenten zugegriffen hatte. Polymarket gab an, mit der US-Staatsanwaltschaft und der CFTC kooperiert zu haben. Google hat den Mitarbeiter freigestellt und arbeitet nach eigenen Angaben mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. Der Fall folgt auf ein weiteres Verfahren wegen Insiderhandels auf Polymarket Anfang 2026, in das ein US-Soldat verwickelt war.
OpenAI entlässt Mitarbeiter wegen Insiderhandels auf Prediction Markets
OpenAI hat einen Mitarbeiter entlassen, nachdem ihm vorgeworfen wurde, vertrauliche Unternehmensinformationen für Trades auf Prediction Markets wie Polymarket genutzt zu haben. Gegenüber dem Magazin Wired erklärte das Unternehmen, dass diese Aktivität gegen interne Richtlinien verstößt, die die Nutzung von Insiderinformationen für persönliche Gewinne untersagen. Prediction Markets wie Polymarket und die regulierte Börse Kalshi ermöglichen Wetten auf realweltliche Ereignisse, einschließlich OpenAI-Produktankündigungen und des potenziellen IPO-Zeitplans. Erst kürzlich hatte Kalshi einen mit MrBeast assoziierten Editor wegen eines mutmaßlichen Insiderhandelsvorfalls mit einer Geldstrafe belegt und gesperrt. OpenAI nannte den Namen des betroffenen Angestellten nicht, betonte jedoch den schwerwiegenden Verstoß gegen die Compliance-Vorgaben. Der Vorfall unterstreicht die zunehmenden Durchsetzungsmaßnahmen und die strenge Beobachtung von Aktivitäten auf Prediction Markets im Zusammenhang mit Unternehmensinsidern aus der Tech-Branche.
Drei Ingenieure wegen Diebstahls von Google-Geschäftsgeheimnissen angeklagt
Eine Bundesjury hat drei in San Jose ansässige Ingenieure — Samaneh Ghandali, Soroor Ghandali und Mohammadjavad Khosravi — wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen von Google und anderen Technologieunternehmen sowie der Datenübertragung in den Iran angeklagt. Staatsanwälten zufolge nutzten die Beschuldigten ihre Positionen bei Entwicklern mobiler Prozessoren aus und entwendeten Hunderte vertrauliche Dateien zu Prozessorsicherheit und Kryptografie, darunter proprietäres Snapdragon-SoC-Material. Den Behörden nach leiteten die Täter die Dateien über eine Kommunikationsplattform von Drittanbietern weiter, kopierten Daten auf Privat- und Arbeitsgeräte, fotografierten geschützte Bildschirme und versuchten, ihre Handlungen zu verschleiern, nachdem Googles Sicherheitssysteme im August 2023 verdächtige Aktivitäten gemeldet hatten. Die Verdächtigen wurden festgenommen und müssen sich unter anderem wegen Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Diebstahls sowie versuchten Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und Justizbehinderung verantworten. Bei einer Verurteilung drohen lange Haftstrafen und Geldstrafen.
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