Beobachtetes Signal · 6. Sept. 2021 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Google nimmt Presearch als Android-Standardoption in der EU auf
Google erweitert seinen Android Choice Screen in der EU und im Vereinigten Königreich um Presearch, eine datenschutzorientierte, auf Blockchain basierende Suchmaschine, als Standardoption auf neuen Geräten. Der Choice Screen zeigt nun fünf regionale Suchmaschinen und sieben weitere Anbieter an, insgesamt zwölf Optionen, wobei die Teilnahme für berechtigte Anbieter kostenlos ist. Presearch verfügt über 2,3 Millionen registrierte Nutzer und rund eine Million tägliche Suchanfragen, während etwa 80 Prozent der Smartphones mit Android laufen. Der Dienst positioniert sich als dezentrale Suchmaschine mit einer eigenen Werbeplattform. Dieser Schritt folgt jahrelanger EU-Kartelluntersuchungen und einer Geldstrafe von 4,3 Milliarden Euro gegen Google im Jahr 2018 im Zusammenhang mit Android und Suchpraktiken. DuckDuckGo verzeichnet im Vergleich etwa 100 Millionen tägliche Suchen bei einem weltweiten Marktanteil von 0,63 Prozent. Die Änderungen traten im September in Kraft.
Richtlinien-Update infolge der EU-Wettbewerbsvorgaben für Android-Standardsuchoptionen bei einer der wichtigsten Plattformen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Presearch als Standardsuchoption im EU- und UK-Android-Choice-Screen für neue Geräte hinzugefügt.
- Choice Screen zeigt fünf führende regionale Suchmaschinen und sieben weitere Anbieter (insgesamt zwölf) mit kostenloser Teilnahme für qualifizierte Anbieter.
- Presearch zählt 2,3 Millionen registrierte Nutzer und ca. 1 Million tägliche Suchen; 80 Prozent der Smartphones nutzen Android.
- Presearch ist eine Blockchain-basierte, dezentrale Suchmaschine mit einer eigenen Werbeplattform.
- Google wurde 2018 von der EU mit einer Kartellstrafe von 4,3 Milliarden Euro belegt; die Anpassungen des Choice Screens dienen der Compliance.
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Schweizer Wettbewerbsbehörde untersucht Googles Standard-Suchmaschineneinstellungen bei Android
Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Vorabklärung gegen Google eingeleitet, nachdem das Unternehmen den sogenannten Choice Screen auf Android-Geräten in der Schweiz entfernt hat. Bisher konnten Nutzer während der Ersteinrichtung ihres Geräts eine Standard-Suchmaschine frei wählen. Die Weko betont, dass Voreinstellungen in digitalen Märkten von zentraler Bedeutung sind und der Wegfall dieses Auswahlbildschirms die Sichtbarkeit konkurrierender Suchmaschinen verringern sowie Marktzutrittsschranken erhöhen kann. Während diese Funktion in der EU weiterhin verfügbar ist, prüft die Schweizer Behörde nun, ob Googles Änderung eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung im Sinne des Kartellrechts darstellt. Die Ergebnisse könnten auch Auswirkungen auf die Bewertung von Voreinstellungspraktiken auf anderen mobilen Endgeräten haben und relevante Signale für den Suchmaschinenmarkt und die damit verbundene digitale Werbung senden.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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