Beobachtetes Signal · 5. Okt. 2026 · Research / Survey · Quelle: Meedia · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
Weltweit wächst die Skepsis gegenüber Social Media
Eine Umfrage des Pew Research Centers in 37 Ländern zeigt eine wachsende Skepsis gegenüber den Auswirkungen sozialer Medien auf die Demokratie. Während im Durchschnitt weiterhin 55 Prozent die Auswirkungen positiv bewerten, ist der Anteil derer, die negative Effekte sehen, in den meisten Ländern mit Vergleichsdaten aus 2022 oder 2023 gestiegen. Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in wohlhabenden westlichen Staaten: 70 Prozent in den Niederlanden, 65 Prozent in Frankreich, 64 Prozent in den USA und 61 Prozent in Deutschland sehen soziale Medien als eher schädlich für die Demokratie. Die Umfrage untersuchte auch die Wahrnehmung politischer Polarisierung: In mehreren Ländern, darunter Deutschland, hat die Sorge, dass soziale Medien die gesellschaftliche Spaltung verschärfen, ein Niveau erreicht, das dem der USA entspricht. Facebook bleibt die meistgenutzte Plattform, gefolgt von Instagram, TikTok, X und Snapchat. Die internationale Erhebung umfasste 42.151 Befragte in 36 Ländern, zusätzlich zu US-Daten von etwa 9.000 Befragten.
Dies ist eine Forschungsstudie zur öffentlichen Wahrnehmung sozialer Medien, die für die Social-Media-Landschaft relevant ist, aber nicht direkt mit AdTech oder Marketing-Technologie zusammenhängt. Sie bietet Einblicke in die Nutzerstimmung, die die Werbung indirekt beeinflussen könnten, ist aber kein direktes Branchenereignis.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Pew Research Center befragte 37 Länder zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die Demokratie.
- Im Durchschnitt sehen 55 % soziale Medien als positiv für die Demokratie, 35 % als negativ.
- Die Skepsis ist in den Niederlanden (70 %), Frankreich (65 %), den USA (64 %) und Deutschland (61 %) am höchsten.
- In den USA glauben 81 %, dass soziale Medien die politische Polarisierung verschärfen.
- Facebook bleibt das meistgenutzte soziale Netzwerk, gefolgt von Instagram, TikTok, X und Snapchat.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Studie: 43 Prozent vertrauen Social Media mehr als klassischen Nachrichten
Laut Daten des Social-Media-Atlas 2026 vertrauen inzwischen 43 Prozent der Internetnutzer Beiträgen auf Social-Media-Plattformen mehr als redaktionellen Nachrichten. Die repräsentative Erhebung unter rund 3.600 Onlinern ab 16 Jahren, initiiert von der PER Agency mit dem IMWF und umgesetzt durch Toluna, belegt einen Vertrauenszuwachs von sechs Prozentpunkten im Vorjahresvergleich, primär getrieben durch die Altersgruppe der 20- bis 49-Jährigen. Zwei Drittel der Befragten stützen sich vor allem auf Posts aus dem privaten Umfeld; 35 Prozent folgen regelmäßig privaten Empfehlungen (Gen Z: 47 Prozent, Gen Y: 46 Prozent). Trotz hoher Plattformaktivität registriert die Mehrheit regelmäßig irreführende oder falsche Inhalte. Branchenbeobachter warnen vor diesem Hintergrund vor den Gefahren durch KI-generierte Fälschungen für die Wählerinformation im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Studie: Ein Fünftel findet Hasskommentare auf Social Media unterhaltsam
Ein deutscher Bericht fasst eine Annalect-Studie sowie aktuelle Statistiken zur polarisierten Nutzung von Social Media zusammen. Die Nutzung in Deutschland ist gestiegen (59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen; 85 Prozent bei den 16- bis 24-Jährigen). Die Befragung von über 2.000 Personen im Alter von 14 bis 49 Jahren zeigt, dass algorithmische Personalisierung das Erleben fragmentiert: Ein Drittel sieht positive Effekte auf das Selbstbild, ein weiteres Drittel schädliche Vergleiche. Zum Thema Hate Speech werten 83 Prozent dies als ernstes Problem, 55 Prozent fühlen sich persönlich betroffen, rund 20 Prozent haben selbst Hasskommentare erhalten und 20 Prozent geben an, dass Hateschreiben den Unterhaltungswert steigere. Auch Desinformation gilt als massives Problem (78 Prozent), wobei 77 Prozent strengere Maßnahmen fordern. Viele Nutzer konsumieren Nachrichten über Social Platforms (30 Prozent), bewerten deren Glaubwürdigkeit jedoch oft über Kommentare (58 Prozent) oder Likes und Shares (30 Prozent).
Studie: Jeder Fünfte findet Hasskommentare auf Social Media unterhaltsam
Ein t3n-Bericht fasst die Ergebnisse einer Annalect-Studie und öffentlich zugänglicher Daten zur Nutzung von Social Media zusammen. Die Nutzung in Deutschland ist gestiegen: 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen nutzen Plattformen, bei den 16- bis 24-Jährigen waren es 2025 sogar 85 Prozent. Die Annalect-Umfrage (August bis Oktober 2025, über 2000 Befragte im Alter von 14 bis 49 Jahren) zeigt polarisierte Ansichten: Rund ein Drittel bewertet den Einfluss auf das Körperbild positiv, während ein weiteres Drittel schädliche Effekte durch Vergleiche meldet. In puncto Sicherheit betrachten 83 Prozent Hate Speech als ernstes Problem, 55 Prozent fühlen sich persönlich betroffen, rund jeder Fünfte hat Hasskommentare erhalten und 20 Prozent geben an, solche Kommentare würden zum Unterhaltungswert beitragen. Desinformation wird von 78 Prozent als großes Problem gesehen, und 77 Prozent fordern strengere Maßnahmen. Zudem verweist der Artikel auf ein US-Gerichtsurteil, das Meta und Alphabet zur Zahlung von Millionenstrafen wegen mutmaßlicher Suchtrisiken für Minderjährige verurteilt.
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