Beobachtetes Signal · 11. Juni 2025 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Digitale Barrierefreiheit 2025: Fortschritte, Lücken und regulatorischer Druck in Deutschland

Zusammenfassung des Signals

Digitale Barrierefreiheit in Deutschland hat sich durch den European Accessibility Act (EAA) von einer freiwilligen Maßnahme zu einer gesetzlichen Verpflichtung für Websites, Apps, E-Books und Self-Service-Terminals entwickelt. Laut einer aktuellen Applause-Studie unter über 1.500 Fachleuten betrachten 83,9 % das Thema 2025 als zentrale oder wichtige Priorität. Rund 80 % verfügen über dezidierte Verantwortliche, und 57,3 % binden Barrierefreiheit frühzeitig in die Softwareplanung ein. Dennoch offenbaren sich deutliche Lücken: Zwei Drittel haben zu wenig internes Know-how für kontinuierliche Tests, knapp ein Viertel nutzt keine Metriken, und über 37 % fehlt ein Mechanismus, um fehlerhafte Features vor dem Go-Live zu stoppen. Mehr als 40 % planen KI-gestützte Lösungen, und 84,2 % sehen großes Potenzial für KI-Tests. Da automatisierte Tools jedoch nur 20 bis 40 % aller Barrieren erkennen, ist menschliches Testen – insbesondere durch Menschen mit Behinderungen – weiterhin unersetzlich.

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Hohe Konfidenz

Der regulatorische Druck durch den BFSG und EAA trifft auf ein stark gestiegenes Bewusstsein, offenbart jedoch gravierende operative und methodische Umsetzungslücken in Unternehmen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Der European Accessibility Act (EAA) macht digitale Barrierefreiheit in Deutschland für Websites, Apps, E-Books und Self-Service-Terminals rechtlich verbindlich.
  • Applause-Umfrage: 83,9 % von über 1.500 Fachleuten stufen Barrierefreiheit 2025 als zentrale oder wichtige Priorität ein (ein Anstieg um 4 Prozentpunkte).
  • 80 % melden dedizierte Verantwortliche für Barrierefreiheit; 57,3 % berücksichtigen den Aspekt bereits in der Planungsphase von Softwareprojekten.
  • Zwei Drittel haben unzureichendes internes Know-how für kontinuierliche Tests; knapp 25 % nutzen keine Metriken; über 37 % fehlt ein Schutz vor dem Live-Gang fehlerhafter Features.
  • Über 40 % planen KI-Lösungen zur Barriereerkennung oder -behebung, wobei automatisierte Tools lediglich 20 bis 40 % aller Barrieren aufdecken.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: OnlineMarketing.de•Veröffentlicht: 11. Juni 2025
Ursprünglicher Berichttitel: “Digitale Barrierefreiheit 2025: Wie weit ist Deutschland wirklich? | OnlineMarketing.de”

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