Beobachtetes Signal · 22. Juli 2025 · Market Research / Study · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Deutschland führt Europa bei Creator-Einnahmen an
Deutschland führt laut der Studie „Voices of the Creator Economy 2025“ von Kolsquare und NewtonX das europäische Ranking bei den Einnahmen von Creatorn an. Demnach verzeichnen deutsche Creator die höchsten Einkommen in Europa: 19 Prozent verdienen unter 500 Euro pro Monat, 20 Prozent zwischen 3.000 und 4.999 Euro sowie 17 Prozent mehr als 5.000 Euro. Die Einkommensquellen diversifizieren sich zunehmend, da viele Creator Markenkodeals mit bezahlten Vorträgen, eigenen Produkten oder Abo-Modellen ergänzen. Etwa 29 Prozent arbeiten Vollzeit als Creator, während 43 Prozent diese Tätigkeit mit Rollen in Marketing, Social Media oder Kommunikation verbinden. Knapp die Hälfte arbeitet mit Agenturen, Freelancern oder eigenen Mitarbeitern zusammen. Trotz steigender Einnahmen nennt die Studie anhaltende Herausforderungen: 37 Prozent beklagen unrealistisch niedrige Angebote, 27 Prozent geänderte Briefings und 26 Prozent eine zu starke kreative Kontrolle. Zudem besteht weiterhin ein Gender-Pay-Gap, da 23 Prozent der Frauen, aber nur 17 Prozent der Männer unter 500 Euro verdienen. Die Nutzung von KI ist mit 80 Prozent hoch, zwei Drittel berichten über mentale Belastungen und ein Drittel war bereits Ziel von Online-Hassment. Der Report verdeutlicht einen Wandel hin zu Relevanz, Nischen-Communities und KI-gestützter Effizienz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Deutschland führt laut Kolsquare und NewtonX (Voices of the Creator Economy 2025) Europa bei Creator-Einnahmen an.
- In Deutschland verdienen 19% unter 500 €/Monat, 20% zwischen 3.000 € und 4.999 € sowie 17% über 5.000 €/Monat.
- 29% arbeiten Vollzeit als Creator, 43% kombinieren dies mit Rollen in Marketing, Social Media oder Kommunikation.
- 80% der Creator nutzen KI-Tools, zwei Drittel berichten über psychischen Stress und ein Drittel über Online-Hassment.
- Es existiert ein Gender-Pay-Gap: 23% der Frauen verdienen unter 500 €, verglichen mit 17% der Männer.
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Creator-Economy-Studie: Ist der Influencer-Markt übersättigt?
Eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW und KölnBusiness Wirtschaftsförderung analysiert die strukturelle Marktlage von Content Creators in Nordrhein-Westfalen. Demnach gibt es rund 4.800 Accounts mit über 10.000 Followern, wobei 32 Prozent in Köln ansässig sind. Während der europäische Markt der Creator Economy auf 28 Milliarden Euro geschätzt wird und Deutschland mit 7,7 Milliarden Euro der größte EU-Markt ist, wachsen die Zweifel: 58 Prozent der befragten Experten halten den Markt wegen zu viel Sponsored Content und steigender Kosten für übersättigt. Creators kämpfen zudem mit sinkender organischer Reichweite und Algorithmus-Änderungen. Die Studie zeigt auch, dass Plattformen 63 Prozent des Umsatzes einbehalten, während Creators vor Steuern 33 Prozent verbleiben. Die Budgets für Influencer-Placements in Deutschland stiegen von 389 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 718 Millionen Euro im Jahr 2025 an.
Erster Report zu Creator-Journalismus in der DACH-Region veröffentlicht
Der Schweizer Verein The Creator Press hat den „Creator-Journalismus in der DACH Region Report 2026“ veröffentlicht, die erste Studie zur Arbeitsrealität von Creator-Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 79 Creator-Journalisten sowie 13 Tiefeninterviews und wurde von der Stiftung Mercator Schweiz ermöglicht. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen: 95 % der Befragten geben an, journalistische Standards einzuhalten; ebenfalls 95 % nutzen regelmäßig Künstliche Intelligenz (vor allem für Korrektorat, Transkription und Recherche); 77,2 % nennen die Finanzierung als ihre größte Herausforderung. Zudem streben 80 % Kooperationen mit Medienhäusern an, jedoch fühlen sich nur 20,3 % von diesen ernst genommen. Der Report schließt mit Handlungsempfehlungen für Creators, Medienhäuser, Werbetreibende und Förderer zur Verbesserung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und Zusammenarbeit.
Deutschland führt EU-Ranking an, fällt aber global auf Platz fünf zurück
Eine Arbeitsmarktstudie des Berliner Thinktanks Interface unter Verwendung von Revelio-Labs-Daten zeigt, dass Deutschland zwar das führende KI-Zentrum innerhalb der EU bleibt, im globalen KI-Talentranking 2025 jedoch auf den fünften Platz abgerutscht ist. Die USA und Indien dominieren den globalen Markt mit rund einer Million KI-Fachkräften, gefolgt von UK, Kanada und Deutschland (117.336). Innerhalb Europas zählt Deutschland über 17.000 spezialisierte KI-Forscher und -Ingenieure, angeführt von München und Berlin. Die Verschiebung wird teilweise auf US-Politikänderungen und Visagebühren zurückgeführt, die den Zuzug aus Indien und China bremsten. Zudem sinkt der Frauenanteil in der deutschen KI-Belegschaft weiter.
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