Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2026 · Survey Release · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Sorge um US-Technologieabhängigkeit wächst
Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass 96 Prozent der deutschen Unternehmen auf ausländische digitale Produkte und Dienstleistungen angewiesen sind. Fielen diese Importe komplett aus, könnten die Unternehmen laut eigener Einschätzung im Schnitt 16 Monate weiterarbeiten. Die Sorge vor der Abhängigkeit von den USA ist stark gestiegen: 73 Prozent bewerten sie als besorgniserregend, 2024 waren es nur 38 Prozent. China bleibt für 79 Prozent der Firmen ein Risikofaktor. Die Umfrage mit 602 Unternehmen wurde am 19. Oktober 2026 beim Digital-Gipfel vorgestellt. Bitkom fordert Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Halbleiter, KI und Cloud-Infrastruktur, um die digitale Souveränität zu stärken.
Zeigt wachsende Bedenken bezüglich digitaler Abhängigkeit, aber nicht direkt mit AdTech/MarTech verbunden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 96 Prozent der deutschen Unternehmen importieren digitale Produkte oder Dienstleistungen aus dem Ausland.
- Unternehmen könnten durchschnittlich 16 Monate ohne digitale Importe überleben.
- 73 Prozent der Unternehmen sind besorgt über die Abhängigkeit von US-Technologie, 2024 waren es 38 Prozent.
- 79 Prozent der Unternehmen sind besorgt über die Abhängigkeit von China.
- Bitkom-Umfrage unter 602 Unternehmen wurde am 19. Oktober 2026 beim Digital-Gipfel vorgestellt.
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1 verknüpfte Unternehmen“Bitkom-Umfrage zeigt, dass 96 Prozent der deutschen Unternehmen auf ausländische digitale Produkte angewiesen sind.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
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ifo-Studie: Deutsche Unternehmen stark von US-Technologie abhängig
Eine Studie des ifo Instituts zeigt, dass fast 88 Prozent der deutschen Unternehmen digitale Produkte und Services von US-Anbietern nutzen und sich 31 Prozent stark abhängig fühlen. Trotz ausgeprägten Risikobewusstseins handeln viele Firmen kaum: Mehr als jedes fünfte Unternehmen stuft die Abhängigkeit als riskant ein, plant jedoch keine Gegenmaßnahmen; unter denjenigen, die ein Risiko sehen, will über die Hälfte beziehungsweise mehr als 40 Prozent keine Änderungen vornehmen. Ausgelöst wurde die Erhebung durch eine temporäre Einschränkung des Zugriffs auf die KI-Modelle von Anthropic, die das US-Handelsministerium im Juni angeordnet hatte. Unternehmen bevorzugen den Wechsel zu europäischen Anbietern oder Diversifizierung, doch begrenzte europäische Rechenkapazitäten und Infrastrukturen limitieren die Umsetzung. Das ifo Institut fordert daher einen schnelleren Ausbau der europäischen Rechenzentren- und Energieinfrastruktur sowie beschleunigte Genehmigungsverfahren.
Capgemini-Studie: Deutsche Unternehmen weisen besonders hohe digitale Abhängigkeiten auf
Laut einer Studie des Capgemini Research Institute ist digitale Souveränität weltweit zu einer strategischen Managementpriorität geworden, die bei 93 % der Unternehmen auf Vorstandsebene diskutiert wird. Dennoch halten 59 % eine vollständige technologische Unabhängigkeit für unrealistisch und setzen stattdessen auf ‚resiliente Interdependenz‘. Deutsche Unternehmen weisen mit 94 % die höchste Abhängigkeit von externen Technologieanbietern unter allen untersuchten Ländern auf. Ein zentrales Handlungsfeld ist Künstliche Intelligenz, die global von 75 % und in Deutschland von 82 % priorisiert wird. Zu den Hauptherausforderungen zählen Vendor-Lock-ins – 36 % der Unternehmen benötigen über zwölf Monate für den Wechsel eines kritischen Anbieters – sowie mangelnde Transparenz, da nur 14 % vollen Einblick in ihre Abhängigkeiten haben. Trotz dieser Risiken ist weniger als die Hälfte bereit, Aufpreise für Souveränität zu zahlen, wobei zahlungswillige Firmen einen Aufschlag von 23 % akzeptieren würden.
Cloud-Paradoxon: Deutsche Unternehmen fordern lokale Anbieter, nutzen aber US-Hyperscaler
Eine vom Branchenverband Bitkom veröffentlichte repräsentative Studie offenbart eine massive Diskrepanz zwischen den Cloud-Präferenzen deutscher Unternehmen und deren realer Nutzung. Laut dem „Cloud Report 2026“ bevorzugen 91 Prozent der befragten Firmen Cloud-Anbieter aus Deutschland, während jedoch nur 53 Prozent tatsächlich einen deutschen Provider einsetzen und 71 Prozent auf US-Dienste zurückgreifen. Gleichzeitig sehen 85 Prozent der Entscheidungsträger eine zu starke Abhängigkeit von US-Anbietern – ein Anstieg im Jahresvergleich. Rund 64 Prozent geben an, dass politische Entwicklungen in den USA sie zu einer Neuausrichtung ihrer Cloud-Strategie zwingen. Als Hauptgründe für den Griff zu US-Anbietern nennen die Unternehmen das Fehlen gleichwertiger europäischer Alternativen. Die Umfrage unter 603 Firmen mit mindestens 20 Mitarbeitern verdeutlicht den dringenden Bedarf an europäischen Hyperscalern, um Risiken bei Datensouveränität und digitaler Infrastruktur – mit direkten Auswirkungen auf MarTech- und AdTech-Stacks wie CDPs und Clean Rooms – zu minimieren.
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