Beobachtetes Signal · 7. Sept. 2026 · Keynote Announcement · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Gerd Gigerenzer über Risikokompetenz, KI und Intuition

Zusammenfassung des Signals

Das Interview mit dem Entscheidungsforscher Gerd Gigerenzer im Rahmen der Konferenz Direct! by Post Advertising beleuchtet die Kernunterscheidung zwischen berechenbaren Risiken und echter Unsicherheit. Gigerenzer betont die Bedeutung von Intuition und Heuristiken für Expertenentscheidungen und kritisiert defensive Entscheidungsprozesse in Großorganisationen. Er warnt vor den Gefahren algorithmischer Entscheidungsfindung sowie dem Kontrollverlust bei der Delegation an Algorithmen. Zudem thematisiert er die Rolle der Medien bei der Verzerrung der Risikowahrnehmung und kritisiert Social Media-Geschäftsmodelle als Bedrohung für eine aufgeklärte Gesellschaft, da die gesellschaftliche Risikokompetenz stagniert. Ergänzend verweist er auf sein Unstatistik-Projekt und Studien zur Finanzkompetenz, die ein übertriebenes Vertrauen in Robo-Advisors belegen.

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Hohe Konfidenz

Das Interview mit dem renommierten Entscheidungsforscher beleuchtet die Implikationen von Künstlicher Intelligenz für Marketing und Kommunikation. Es liefert wertvolle Einblicke für AdTech und MarTech hinsichtlich der algorithmischen Entscheidungsfindung und Risikokommunikation.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Gerd Gigerenzer hält am 10. September eine Keynote zur Risikokompetenz auf der Konferenz 'Direct! by Post Advertising' in Zürich.
  • Gigerenzer leitet das Harding Center for Risk Literacy an der Universität Potsdam und ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.
  • Er erklärt, dass Intuition bei Experten unter Zeitdruck am besten funktioniert, gestützt durch Studien mit Handball- und Golfspielern.
  • Er kritisiert die gesellschaftliche Stagnation der Risikokompetenz und sieht in den Geschäftsmodellen von Social Media eine Bedrohung.
  • In seinem Buch 'Klick' warnt er vor Kontrollverlust, wenn Entscheidungen an Algorithmen delegiert werden.
  • Langjährige Studien zur Risikokompetenz mit dem Versicherer Ergo zeigen eine geringe Finanzkompetenz und ein zu hohes Vertrauen in Robo-Advisors.

Verknüpfte Unternehmen

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“In Deutschland habe ich gemeinsam mit dem Versicherer Ergo über mehrere Jahre die Risikokompetenz der Bevölkerung untersucht....”

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 7. Sept. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Entscheidungsforscher Gerd Gigerenzer über Risikokompetenz”

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AI Policy11. Sept. 2026

Altimeter-CEO Gerstner kritisiert Warnungen vor KI-Auslöschungsszenarien scharf

Brad Gerstner, CEO von Altimeter Capital, wies Warnungen vor einer existenziellen Bedrohung durch KI als „hyperbolische Panikmache“ mit einer „politischen Agenda“ zurück. Altimeter hält Beteiligungen an führenden KI-Unternehmen wie Anthropic, OpenAI, Glean und Databricks. Gerstner betonte, die Branche ergreife bereits beispiellose Sicherheitsmaßnahmen – im Gegensatz zu den Anfangsphasen des Internets und der sozialen Medien. Seine Äußerungen folgten auf den Rücktritt eines Anthropic-Forschers, der KI-Unternehmen vorwarf, im Wettlauf um Superintelligenz „mit unserem Leben zu spielen“. Gerstner hob hervor, der negative Diskurs sei von der Realität entkoppelt: In seinen 25 Jahren im Silicon Valley habe er bei keiner neuen Technologie derart umfangreiche Sicherheitsinvestitionen erlebt.

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Large Language Models (LLM) & AI11. März 2026

Appier veröffentlicht risikobewusstes Agentic-AI-Framework zur Verbesserung der Entscheidungszuverlässigkeit

Appier hat eine neue Untersuchung mit dem Titel „Answer, Refuse, or Guess?“ vorgestellt, die ein risikobewusstes Entscheidungsframework zur Quantifizierung des LLM-Verhaltens unter variierenden Risikobedingungen einführt. Die Studie modelliert strukturierte Risikoparameter und zeigt eine strategische Imbalance bei führenden LLMs, die in Hochrisikoszenarien zu häufig raten und in Low-Risk-Situationen zu oft ablehnen. Zur Lösung schlägt Appier einen Ansatz zur Kompetenzaufteilung vor: Task Execution, Confidence Estimation und Expected-Value Reasoning. Diese Methodik soll Enterprise-Bedenken hinsichtlich Halluzinationen adressieren und die Entscheidungszuverlässigkeit erhöhen. Die Erkenntnisse wurden bereits in die Plattformen Ad Cloud, Personalization Cloud und Data Cloud integriert. Laut einer McKinsey-Studie aus dem Jahr 2025 experimentieren derzeit 62 % der Unternehmen mit AI Agents.

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Large Language Models & AI in Journalism2. Juli 2026

Studie: Künstliche Intelligenz muss keine Bedrohung für Journalismus sein

Ein Interview mit Professor Fabrizio Gilardi beleuchtet eine Studie der Universität Zürich, die zeigt, dass KI-generierte Nachrichtentexte von Lesern als ebenso gut bewertet werden wie von Menschen verfasste, wenn die Herkunft unbekannt ist. Die Untersuchung basierte auf SRF-Lokalpolitikartikeln und ergab, dass die Kennzeichnung als KI-Text zwar kurzfristig die Neugier steigert, aber nicht zu höherem Vertrauen oder einer dauerhaften Präferenz führt. Zudem dokumentierte die Forschung eine KI-Halluzination, bei der eine Umfrage und ein Zitat erfunden wurden, was die Probanden jedoch nicht bemerkten. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit menschlicher redaktioneller Kontrolle. Gilardi plädiert für transparente redaktionelle Standards und menschliche Verantwortung anstelle simpler KI-Labels.

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