Beobachtetes Signal · 26. Mai 2020 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
DSGVO-Bilanz nach zwei Jahren: 63 Prozent genervt von Cookie-Hinweisen
Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von WEB.DE und GMX zeigt, dass zwei Jahre nach Inkrafttreten der DSGVO rund 63 Prozent der deutschen Internetnutzer von den wiederkehrenden Cookie-Hinweisen genest oder eingeschränkt sind. Etwa 41 Prozent lesen die Banner überhaupt nicht und klicken blind auf Zustimmen, während lediglich 16 Prozent die Hinweise vor der Akzeptanz vollständig lesen. Nur 23 Prozent verwalten ihre Cookie-Einstellungen aktiv. Gleichzeitig wünschen sich 61 Prozent einen zentralen Consent Management Service, der Einwilligungen websiteübergreifend speichert. Rund 39 Prozent fordern mehr Transparenz bei der Datenerhebung, 31 Prozent eine vereinfachte Darstellung und 33 Prozent alternative Branchenlösungen. WEB.DE- und GMX-CEO Jan Oetjen verweist auf eine weitverbreitete Einwilligungsermüdung. Die Ergebnisse verdeutlichen im AdTech-Sektor den dringenden Bedarf an verbesserter Transparenz und zentralisierten Consent-Technologien.
Die Umfrage verdeutlicht die massive Nutzerfrustration über fragmentierte Cookie-Banner und unterstreicht die wachsende Nachfrage nach zentralisierten Consent-Tools im AdTech-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- YouGov Deutschland befragte vom 15. bis 18. Mai 2020 im Auftrag von WEB.DE und GMX 2.045 Internetnutzer ab 18 Jahren.
- 63 Prozent der Befragten fühlen sich durch Cookie-Hinweise auf Websites genervt oder eingeschränkt.
- 41 Prozent lesen die Hinweise nicht und klicken direkt auf 'Okay' oder 'Cookies akzeptieren'.
- 33 Prozent fordern eine Alternative zu den gängigen Cookie-Praktiken.
- 61 Prozent würden einen zentralen Consent Management Service für websiteübergreifende Einstellungen begrüßen.
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Markt für klinische Prüfmaterialien erreicht 8,95 Mrd. USD bis 2031
Laut MarketsandMarkets soll der Markt für klinische Prüfmaterialien von 5,60 Mrd. USD im Jahr 2026 auf 8,95 Mrd. USD bis 2031 wachsen, bei einer CAGR von 8,9%. Der Bericht hebt Logistik und Distribution als größtes Servicesegment hervor, kleine Moleküle als dominierenden Molekültyp und Onkologie als führenden Therapiebereich. Nordamerika erwirtschaftet über 41,4% des globalen Umsatzes. Haupttreiber sind steigende klinische Studien, höhere F&E-Ausgaben und die Einführung dezentraler Studien. Der Bericht zeigt auch bedeutende M&A-Aktivitäten, darunter die Übernahme von CRYOPDP durch DHL und die Übernahme von Andlauer Healthcare Group durch UPS, was die Konsolidierung in der Kühlkettenlogistik widerspiegelt.
Deutsche Post übernimmt Myflexbox, baut offenes Paketnetz aus
Die Deutsche Post (DHL Group) übernimmt den österreichischen Paketautomaten-Anbieter Myflexbox, um ihr anbieteroffenes Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum deutlich auszubauen. Die Übernahme erfolgt über die Tochtergesellschaft AZL GmbH, die die Marke DeinFach betreibt. Myflexbox betreibt rund 2.000 Automaten in Deutschland und 1.000 in Österreich und nimmt Sendungen von Konkurrenten wie GLS, DPD, UPS, FedEx und Amazon an. Das kombinierte Netz wird unter der Marke Myflexbox geführt und entsteht damit das größte anbieteroffene Paketstationsnetz der Region. Die Deutsche Post hat ihr Ausbauziel auf 50.000 Stationen in Deutschland bis 2030 angehoben, mindestens die Hälfte davon offene Myflexbox-Automaten. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Steigende Benzinpreise gefährden Lieferketten im Weihnachtsgeschäft
Laut Modern Retail belasten steigende Treibstoffpreise, bedingt durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten, die Lieferketten im US-Weihnachtsgeschäft. Zwar ist der Großteil der Festtagsware bereits in den USA eingetroffen, doch Logistikdienstleister wie FedEx und UPS reagieren mit massiven Treibstoffzuschlägen – bei FedEx beträgt dieser aktuell 32,25 %. Das Hauptrisiko liegt jedoch auf der Nachfrageseite: Höhere Benzinkosten schmälern die Konsumbudgets und könnten den Trend zum E-Commerce weiter verstärken. Um einer gedämpften Konsumstimmung entgegenzuwirken, dürften Händler ihre Werbe- und Rabattaktionen intensivieren. Zudem belasten Peak-Season-Zuschläge von FedEx, UPS und USPS sowie eine neue Volumengewichtsberechnung von USPS die Margen im Handel. Logistikexperten raten Unternehmen daher zur Nachverhandlung von Zuschlägen und einer Multi-Carrier-Strategie, um Kosten im Vorweihnachtsgeschäft abzufedern.
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