Beobachtetes Signal · 24. Juni 2023 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Gannett verklagt Google wegen Monopolstellung im AdTech-Markt
Gannett, einer der größten US-Medienkonzerne mit USA Today und über 200 Publikationen, hat in New York eine Klage gegen Google eingereicht und fordert Schadensersatz sowie eine Unterlassungsverfügung. Der Verlag wirft Google vor, den Markt für digitale Werbung zu monopolisieren und Werbetransaktionen zu manipulieren, um den Wettbewerb zu unterdrücken. Gannett verweist darauf, dass Google schätzungsweise 90 Prozent des Publisher Ad Server-Marktes und 60 Prozent des Ad Exchange-Marktes kontrolliert, wobei rund 60 Prozent der Käufer von Gannett über Google abwickeln. Michael Reed, Chairman und CEO von Gannett, betont, dass digitale Werbung das Lebenselixier der Online-Wirtschaft ist, und fordert fairen Wettbewerb. Der Artikel verweist zudem auf mögliche regulatorische Maßnahmen, darunter eine drohende Antitrust-Klage des US-Justizministeriums und EU-Prüfungen. Google entgegnet, dass Publisher zahlreiche Optionen haben und Gannett selbst mehrere Werbedienste inklusive Google Ad Manager nutzt. Der Ausgang des Verfahrens hängt von den US-Gerichten und den EU-Behörden ab.
Hochkarätige Antitrust-Klage gegen Google sowie parallele regulatorische Maßnahmen in den USA und der EU mit erheblichen Auswirkungen auf das gesamte AdTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Gannett reicht Klage in New York gegen Google ein und fordert Schadensersatz sowie eine Unterlassungsverfügung.
- Gannett beschuldigt Google, den Markt für digitale Werbung zu monopolisieren und Ad-Transaktionen zu manipulieren.
- Google kontrolliert angeblich 90 % des Publisher Ad Server-Marktes und 60 % der Ad Exchange; 60 % von Gannetts Käufern transagieren via Google.
- Michael Reed, Chairman und CEO von Gannett, betont, dass digitale Werbung das Lebenselixier der Online-Wirtschaft ist.
- US-Justizministerium plant möglicherweise neue Antitrust-Klage gegen Google; EU-Wettbewerbsbehörden prüfen den Fall ebenfalls.
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Publisher verklagen Google wegen angeblicher Ad-Tech-Manipulation
Fünf führende US-Publisher – darunter Penske Media, Advance Publications, Vox Media, McClatchy und The Atlantic – haben Klage gegen Google eingereicht. Sie werfen dem Konzern betrügerische Ad-Tech-Praktiken vor, die ihre Werbeerlöse durch die Ausnutzung seiner Marktmacht bei Ad Servern und Exchanges systematisch schmälerten. Laut Klageschrift konnte Google dank seiner Dominanz die Gebote von Wettbewerbern einsehen und die Preise unterbieten. Zudem soll The Atlantic zufolge der Zwang zur Nutzung von Googles DFP für den Zugriff auf AdX und dessen interne Datennutzung die Publisher-Einnahmen um über 40 Prozent reduziert haben. Parallel dazu geht Google gegen ein Kartellurteil vor, das ein unrechtmäßiges Suchmonopol festgestellt hatte. Weitere Branchenentwicklungen umfassen politische Forderungen von britischen Labour-Abgeordneten nach einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige sowie Marktdaten von Similarweb, wonach Metas Threads mit 141,5 Millionen täglichen Mobile-Nutzern weltweit X (125 Millionen) überholt hat.
Publisher verklagen Google; Labour-Abgeordnete fordern Social-Media-Verbot für Minderjährige
Ein neuer Branchen-Digest beleuchtet rechtliche und regulatorische Entwicklungen im Tech-Sektor. Fünf US-Publisher – Penske Media, Advance Publications, Vox Media, McClatchy und The Atlantic – klagen gegen Google wegen angeblicher Ad-Tech-Manipulation. Sie werfen dem Konzern vor, seine Marktmacht bei Ad-Servern und Exchanges zu missbrauchen, um den Wettbewerb zu schädigen. Unter anderem soll Google Gebote von Konkurrenten eingesehen und Publisher um über 40% an Erlösen gebracht haben. Parallel ficht Google das richtungsweisende Kartellurteil zu seinem Suchmonopol an. In UK fordern über 60 Labour-Abgeordnete Premierminister Keir Starmer auf, ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige nach australischem Vorbild zu prüfen, während Kulturministerin Lisa Nandy vor Nachteilen warnt. Zudem zeigt sich eine Verschiebung im Social-Bereich: Laut Similarweb übertraf Threads X bei den täglichen mobilen Nutzern mit 141,5 Millionen gegenüber 125 Millionen.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
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