Beobachtetes Signal · 12. Aug. 2026 · Settlement · Quelle: techcrunch · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
FTC zahlt 23,8 Millionen US-Dollar aus Grubhub-Vergleich aus
Die US-Handelsaufsicht FTC schüttet 23,8 Millionen US-Dollar an 640.038 Grubhub-Fahrer und -Kunden aus, nachdem dem Lieferdienst irreführende Angaben zu Fahrereinkünften, unberechtigte Kontobeschränkungen und die Listung von Restaurants ohne Zustimmung vorgeworfen wurden. Die Auszahlungen erfolgen überwiegend per Scheck sowie teilweise via PayPal. Der Vergleich verpflichtet Grubhub zu strengeren Compliance-Maßnahmen, darunter transparentere Werbung für Verdienstmöglichkeiten, vereinfachte Einsprüche gegen Kontosperren und die Einholung von Restaurant-Einwilligungen vor der Listung. Die Maßnahme folgt auf eine Klage der FTC und der Generalstaatsanwaltschaft von Illinois vom Dezember 2024. Kurz zuvor hatte ein separater Vergleich über rund 25 Millionen US-Dollar für etwa 60.000 kalifornische Fahrer die endgültige Genehmigung erhalten.
Ein juristischer Vergleich erzwingt strengere Werbe- und Listungspraktiken für eine große Plattform und setzt damit Compliance-Maßstäbe für den gesamten Markt, stellt jedoch keine fundamentale Richtlinienänderung mit direkten Auswirkungen auf das breitere AdTech-Ökosystem dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die FTC verteilt 23,8 Millionen US-Dollar an 640.038 Grubhub-Fahrer und -Kunden.
- Die Auszahlungen basieren auf einer Klage der FTC und des Generalstaatsanwalts von Illinois aus Dezember 2024 wegen irreführender Geschäftspraktiken.
- Der Vorwurf umfasste falsche Angaben zu Fahrereinkünften, Kontosperren und die Listung von bis zu 325.000 Restaurants ohne deren Zustimmung.
- Der Vergleich zwingt Grubhub zur Anpassung von Werbepraktiken, zur Einführung von Einspruchsprozessen bei Kontosperren und zur Einholung von Restaurant-Einwilligungen.
- Ein separater Vergleich über knapp 25 Millionen US-Dollar für rund 60.000 kalifornische Lieferfahrer wurde einen Monat zuvor endgültig genehmigt.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“Weit über eine halbe Million Grubhub-Fahrer und -Kunden erhalten einen Anteil von 23,8 Millionen US-Dollar, nachdem dem Lieferdienst irrefüh...”
“Die FTC erklärte, dass einige Empfänger ihre Zahlungen über PayPal erhalten werden.”
“Grubhub ist nicht das einzige Lieferunternehmen, das im Fokus der Behörden steht, da auch DoorDash in der Vergangenheit wegen der Fahrerverg...”
“Lauren berichtet bei TechCrunch über Medien, Streaming, Apps und Plattformen.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Walmart erzielt 100-Millionen-Dollar-Vergleich wegen Vergütungspraktiken beim Spark Driver-Programm
Walmart zahlt 100 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Klage der Federal Trade Commission (FTC) und mehrerer US-Bundesstaaten wegen irreführender Vergütungspraktiken im Lieferprogramm Spark Driver. Laut FTC-Vorwurf täuschte Walmart Gig-Fahrer über die Basisvergütung und versprochene Trinkgelder, gab Kunden gegenüber fälschlicherweise an, dass Trinkgelder vollständig an die Fahrer gehen, teilte Aufträge und Trinkgelder intransparent auf und kürzte die Grundvergütung nach Angebotsannahme. Die Praktiken führten seit 2021 zu Millioneneinbußen bei Fahrern und Tausenden Beschwerden. Im Rahmen des Vergleichs muss Walmart ein Programm zur Verdienstüberprüfung einführen, darf zugesagte Vergütungen nach dem Erstangebot nicht mehr nachträglich anpassen (außer bei Serviceausfällen oder Stornierungen) und darf künftig keine falschen Angaben mehr zu Fahrereinnahmen machen.
Lyft zahlt 272,5 Mio. Dollar im Fahrer-Klagenvergleich
Lyft hat sich bereit erklärt, 272,5 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Klage des kalifornischen Arbeitskommissars aus dem August 2020 beizulegen, die dem Fahrdienstunternehmen vorwarf, seine Fahrer als unabhängige Auftragnehmer statt als Angestellte eingestuft zu haben und ihnen so Mindestlohn, Überstundenvergütung, bezahlten Krankenstand und andere Leistungen vorzuenthalten. Der Vergleich, der noch der gerichtlichen Genehmigung bedarf, deckt den Zeitraum vom 6. April 2016 bis zum 15. Dezember 2020 ab, also vor der Verabschiedung von Proposition 22 im November 2020, die app-basierte Fahrer wieder als Auftragnehmer einstufte. Der kalifornische Arbeitskommissar wird auf seinen Anteil am Vergleich verzichten, um die Mittel an Fahrer weiterzuleiten, die Lohnforderungen gestellt haben. Lyft betont, dass die Fahrer immer korrekt eingestuft wurden und dass der Vergleich es dem Unternehmen ermöglicht, Rechtskosten zu vermeiden. Dieser Vergleich betrifft nur Lyft; gegen Uber ist weiterhin eine ähnliche Klage anhängig.
StubHub zahlt 10 Millionen US-Dollar nach FTC-Vergleich wegen irreführender Ticketpreise
StubHub hat sich mit der Federal Trade Commission (FTC) auf einen Vergleich in Höhe von 10 Millionen US-Dollar geeinigt, um Vorwürfe wegen irreführender Ticketpreise und unklarer Angaben zu obligatorischen Gebühren beizulegen. Nach Inkrafttreten der FTC-Transparenzregeln für Ticket-Marktplätze im Mai 2025 soll das Unternehmen gegen das FTC-Gesetz sowie die Richtlinie über unfaire oder irreführende Gebühren verstoßen haben, indem Endpreise nicht vollständig ausgewiesen wurden. Die Behörde hatte am 14. Mai 2025 eine Warnung ausgesprochen, woraufhin StubHub den Mangel am Folgetag behob. Die Vergleichssumme fließt vollständig in die Rückerstattung an betroffene Verbraucher für den dreitägigen Zeitraum des Regelverstoßes. Dieser Schritt unterstreicht das schärfere Vorgehen der FTC gegen Intransparenz im E-Commerce und Ticketing, zu dem auch parallele Verfahren gegen Ticketmaster/Live Nation sowie einen Ticketbroker aus Maryland zählen.
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