Beobachtetes Signal · 25. Mai 2022 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Vier Jahre DSGVO: Datenschutz-Bilanz zwischen Cookie-Bannern und Rekordstrafen
Vier Jahre nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) fällt das Fazit gemischt aus. Für Internetnutzer sind die omnipräsenten Cookie-Banner die sichtbar Geschäftsmodelle datengetriebener Unternehmen grundlegend verändert habe, und kritisiert mangelnde Durchsetzung. Aufsichtsbehörden verhängten 2021 jedoch Bußgelder von über einer Milliarde Euro, darunter 746 Millionen Euro gegen Amazon Europe Core und 225 Millionen Euro gegen WhatsApp Ireland. Auch Google reagierte und kündigte an, das Tracking über Google Analytics zu überarbeiten sowie die pauschale Ablehnung von Cookies in Search und YouTube per Klick zu ermöglichen. Eine YouGov-Umfrage für GMX und Web.de zeigt, dass sich die Hälfte der Nutzer von den Bannern genervt fühlt und zwei Drittel ihre DSGVO-Rechte nie nutzen. Kritiker warnen vor einer Abwärtsspirale der Nichtbeachtung im Netz.
Die DSGVO-Bestandsaufnahme liefert konkrete Enforcement-Daten sowie Einblicke in die Consent-Müdigkeit der Nutzer und ist hochrelevant für AdTech-Datenschutz- und Consent-Infrastrukturen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die DSGVO trat in der EU am 25. Mai 2018 in Kraft.
- Die DSGVO-Bußgelder überstiegen 2021 die Marke von 1 Milliarde Euro, angeführt von 746 Millionen Euro für Amazon Europe Core und 225 Millionen Euro für WhatsApp Ireland.
- Google kündigte an, Nutzern die Ablehnung aller Tracking-Cookies mit einem Klick in Search und YouTube zu ermöglichen.
- Eine YouGov-Umfrage für GMX und Web.de ergab, dass die Hälfte der Befragten genervt von Cookie-Bannern ist und zwei Drittel ihre DSGVO-Rechte nie ausgeübt haben.
- Max Schrems von noyb moniert, dass die behördliche Durchsetzung versagt und die DSGVO zu scheitern droht.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Einerseits, um die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Google, Facebook und Konsorten einheitlich zu regeln, andererseits ...”
“Später, im September, verhängte die EU gegen WhatsApp Ireland Ltd. eine Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro, die zweithöchste Strafe i...”
“Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Onlinedienste GMX und Web.de zeigt, dass sich zwar die Hälfte de...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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