Beobachtetes Signal · 2. Apr. 2026 · Security Incident / Spyware Attack · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Gefälschte WhatsApp iOS-App schleust Spyware auf rund 200 iPhones ein
WhatsApp hat rund 200 iOS-Nutzer davor gewarnt, dass sie wahrscheinlich einen manipulierten WhatsApp-Client mit integrierter Spyware installiert hatten, die sensible Daten auslesen kann. Dem Unternehmen zufolge stammt die betrügerische App von dem italienischen Überwachungssoftware-Anbieter SIO, der die Schadsoftware über seine Tochtergesellschaft ASIGINT entwickelt; Medienberichten zufolge vertrieb SIO zuvor bereits eine Android-Spyware namens ‚Spyrtacus‘. Das Sicherheitsteam von WhatsApp hat betroffene Konten abgemeldet, die Nutzer über die Datenschutzrisiken informiert und sie aufgefordert, die inoffizielle App zu deinstallieren sowie den offiziellen Client neu zu installieren. Die Berichterstattung ging zunächst auf La Repubblica und ANSA zurück und wurde von TechCrunch aufgegriffen. WhatsApp kündigte rechtliche Schritte gegen SIO an; weder SIO noch Apple hatten zum Zeitpunkt der Berichterstattung öffentlich Stellung bezogen.
Ein Spyware-Vorfall auf einer großen Messaging-Plattform untergräbt das Nutzervertrauen und die Plattformsicherheit, verdeutlicht die Risiken unifzierter App-Distribution und staatlicher Überwachungstools und könnte rechtliche Schritte sowie strengere Kontrollen nach sich ziehen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- WhatsApp warnte rund 200 iOS-Nutzer vor der Installation eines manipulierten WhatsApp-Clients mit Spyware.
- WhatsApp führt die gefälschte App auf das italienische Überwachungssoftware-Unternehmen SIO und dessen Tochtergesellschaft ASIGINT zurück.
- Betroffene Konten wurden abgemeldet; Nutzer mussten die inoffizielle App löschen und das Original neu installieren.
- Erste Berichte stammten von La Repubblica und ANSA; TechCrunch berichtete über die Bestätigung durch WhatsApp.
- WhatsApp plant rechtliche Schritte gegen SIO; zum Berichtszeitpunkt lagen keine Stellungnahmen von SIO oder Apple vor.
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WhatsApp stoppt neue Phishing-Angriffe mit Bezug zur NSO Group
WhatsApp hat nach eigenen Angaben eine Spear-Phishing-Kampagne gestoppt, die mit der NSO Group in Verbindung stehen soll. Laut dem Meta-Konzern verstößt diese Aktivität gegen eine bestehende gerichtliche Verfügung, die NSO untersagt, WhatsApp und dessen Nutzer ins Visier zu nehmen. Die Angreifer nutzten demnach bösartige Links, um Ziele auf externe Websites umzuleiten, und legten Testkonten sowie Gruppen an, die inzwischen entfernt wurden. WhatsApp hat einen Antrag auf Feststellung der Missachtung des Gerichts (Contempt of Court) eingereicht. Der Vorfall knüpft an langjährige Rechtsstreitigkeiten an, die auf einen massiven Hackangriff im Jahr 2019 zurückgehen. Trotz einer Übernahme der NSO Group durch US-Investoren im Jahr 2025 bleibt das Unternehmen weiterhin von US-Handelsbeschränkungen betroffen und steht wegen Überwachungssoftware unter strenger regulatorischer Beobachtung.
Apple warnt weltweit per Push-Nachricht vor Söldner-Spyware
Apple informiert eine begrenzte Anzahl von Nutzern weltweit per Push-Benachrichtigung und E-Mail über gezielte Angriffe durch sogenannte Söldner-Spyware auf Apple-Geräte. Das Unternehmen betonte in einer aktualisierten Support-Dokumentation, dass derartige hochentwickelte Attacken selten sind und historisch vor allem Journalisten, Aktivisten, Politiker sowie Diplomaten ins Visier nehmen. Als Gegenmaßnahmen empfiehlt Apple die Aktivierung des Lockdown Mode auf iPhone, iPad und Mac sowie die Kontaktaufnahme mit der auf digitale Sicherheit spezialisierten Non-Profit-Organisation Access Now. Medienberichten von TechCrunch zufolge ergingen die Warnungen an Personen in 110 Ländern, wobei Apple keine konkreten Zahlen zu den betroffenen Individuen nannte.
Österreich: Digitalwerbung wächst, klassische Medien verlieren
In Österreich stiegen die Werbeausgaben bei internationalen Digitalplattformen im ersten Halbjahr 2026 um rund 15 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, während die klassischen Medien einen Rückgang von knapp acht Prozent auf 840 Millionen Euro verzeichneten. Diese Zahlen basieren auf den Einnahmen aus der österreichischen Digitalsteuer und der Werbeabgabe, die eine einzigartige Datengrundlage bieten. Österreich erhebt seit 2020 eine Digitalsteuer auf Onlinewerbung, während Deutschland eine solche Abgabe noch nicht eingeführt hat. Die Analyse zeigt die wachsende Verschiebung der Werbebudgets hin zu globalen Tech-Giganten wie Alphabet und Meta. Alphabets Werbegeschäft erreichte 2025 einen Umsatz von 294,7 Milliarden Dollar, Metas Werbeumsatz lag bei 196,2 Milliarden Dollar. Die Daten haben Einschränkungen, etwa den Ausschluss von Werbung, die direkt bei österreichischen Portalen gebucht wird. Österreichische Medienverbände fordern, die Einnahmen aus der Digitalsteuer für die Medienförderung zu verwenden, während deutsche Verleger auf weitere Schritte bei einer geplanten Digitalsteuer warten.
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