Beobachtetes Signal · 26. Juni 2019 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Facebook übergibt Nutzerdaten bei Hate Speech an französische Gerichte
Facebook wird erstmals Identifikationsdaten französischer Nutzer an französische Gerichte übergeben, wenn Ermittlungen wegen Hate Speech vorliegen. Die Vereinbarung wurde vom französischen Digitalstaatssekretär Cédric O nach einem Treffen mit Nick Clegg, dem VP of Global Affairs and Communications bei Facebook, bekannt gegeben. Bisher kooperierte die Plattform mit nationalen Behörden primär bei Terrorismus- oder Gewaltdeliktfällen. Frankreich positioniert sich damit als Pionier in der Regulierung, während Experten diesen Schritt als starkes regulatorisches Signal werten. Diese Entwicklung könnte die Durchsetzung von Maßnahmen gegen Hate Speech im Rechtssystem massiv stärken und künftig maßgeblich beeinflussen, wie Plattformen sensible Nutzerdaten mit staatlichen Behörden teilen.
Richtungsweisende politische Anpassung von Meta bezüglich behördlicher Datenweitergabe und der rechtlichen Ahndung von Hate Speech.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Facebook teilt künftig Identifikationsdaten französischer Nutzer bei Hate-Speech-Verdacht mit Gerichten.
- Cédric O, französischer Staatssekretär für Digitales, gab die Kooperation offiziell bekannt.
- Die neue Regelung zum Datenaustausch gilt als weltweit einmalig in dieser Form.
- Die Ankündigung folgte auf ein Treffen zwischen Nick Clegg und Cédric O.
- Frankreich etabliert sich damit als internationaler Vorreiter bei der Regulierung von Hate Speech.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
AWNY & Jupiter Fest: Agentic Ads und Open Web im Fokus
Die Advertising Week New York und das erste Jupiter Festival Miami zeigten die Branchenentwicklung hin zu agentischer Werbung und die Besorgnis über die Zukunft des Open Web. Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten Tiktoks Off-Platform-Werbeexpansion und ein neuer KI-Einkaufsagent, Metas Test eines KI-Kampagnenassistenten und die Einführung visueller Anzeigen durch OpenAI. Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount im Wert von 110 Milliarden Dollar wurde abgeschlossen und bildet nun Skydance. Zentrale Themen waren die Bedrohung des Publisher-Traffics durch KI, der Aufstieg von KI-Sichtbarkeitstools, das frühe Stadium des agentischen Medienkaufens, ungelöste Cross-Platform-Messung und der boomende Sport- und Retail-Media-Sektor. Zu den Deals gehörten PubXs Übernahme von Compliant und eine 5-Millionen-Dollar-Series-A sowie OpenAIs gemeldete 30-Milliarden-Dollar-Runde mit BlackRock und Investoren aus den VAE.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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