Beobachtetes Signal · 11. Aug. 2017 · Glossary Entry · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Definition und Funktionsweise von Facebook Custom Audiences
Eine Facebook Custom Audience ist eine zielgerichtete Werbeُgruppe, die auf Basis eigener Datenquellen wie Kundendateien, Website-Traffic, App-Nutzern und weiteren Interaktionen erstellt wird, um Nutzer auf Facebook, Instagram und im Audience Network anzusprechen. Aus einer Custom Audience heraus können Werbetreibende eine Lookalike Audience generieren, um Personen mit ähnlichen Profilen zu erreichen. Im Facebook Ads Manager erfolgt die Erstellung über vier Optionen: Kundendateien (per CSV-Upload gehashter E-Mail-Adressen oder via Mailchimp-Integration), Website-Traffic über den Facebook Pixel, App-Aktivitäten oder Interaktionen mit Seiten, Videos, Lead-Formularen und Events. Vor der Übertragung an Facebook werden die Daten mittels SHA-256 gehasht, um sie mit bestehenden Profilen abzugleichen. Der Artikel thematisiert zudem datenschutzrechtliche Aspekte und verweist auf die Haltung der bayerischen Datenschutzbehörde, wonach Custom Audiences aufgrund der Pseudonymisierung kritisch gesehen werden und für die Datenübertragung gegebenenfalls eine Einwilligung erforderlich ist.
Glossareintrag mit moderater Relevanz für Datenschutz- und Identity Management-Themen im Bereich AdTech.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Custom Audiences basieren auf Kundendaten, Website-Traffic, App-Aktivitäten oder Interaktionen.
- Aus Custom Audiences lassen sich Lookalike Audiences zur Erreichung neuer Zielgruppen generieren.
- Die Datenübertragung an Facebook erfolgt nach einer SHA-256-Verschlüsselung (Hashing).
- E-Mail-Adressen können via CSV-Upload oder über Mailchimp eingespielt und abgeglichen werden.
- Bayerische Datenschutzbehörden äußern Bedenken bezüglich der Pseudonymisierung und fordern teils Einwilligungen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
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Intuit sieht sich mit Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs konfrontiert
Die Rosen Law Firm erinnert Investoren von Intuit Inc. an die Frist bis zum 8. September 2026, um die Rolle des Hauptklägers in einer Wertpapiersammelklage zu beantragen. In der Klageschrift wird dem Konzern vorgeworfen, irreführende Angaben zu den eigenen Wachstumsaussichten sowie zur operativen Performance der E-Mail-Marketing-Plattform Mailchimp gemacht zu haben. Konkret soll Intuit den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch generative KI verschleiert haben. Zudem habe Mailchimp den angekündigten Turnaround zu zweistelligem Wachstum verfehlt. Der betroffene Zeitraum für die Sammelklage erstreckt sich vom 25. Februar 2025 bis zum 1. Juni 2026. Anleger, die in dieser Phase Wertpapiere von Intuit erworben haben, könnten Anspruch auf Schadensersatz haben. Bislang wurde die Sammelklage gerichtlich noch nicht zertifiziert.
BGH verhandelt zur Haftung bei Cookie-Speicherung
Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt über die Frage, ob ein Technologie- und Analyseunternehmen haftet, wenn Cookies ohne Einwilligung der Nutzer auf deren Endgeräten gespeichert werden, auch auf fremden Webseiten. Der Kläger fordert Schadenersatz, nachdem die Vorinstanzen 1.500 Euro bzw. 100 Euro zugesprochen hatten. Im Mittelpunkt steht die Auslegung des TDDDG. Ein Urteil wird nicht unmittelbar erwartet. Rechtsexperten betonen, dass eine Bestätigung der OLG-Auffassung durch den BGH über vertragliche Zusicherungen hinaus technische und organisatorische Maßnahmen erfordern würde. Parallel schlug die EU-Kommission im November 2025 vor, Cookie-Banner zu reduzieren, indem Nutzer ihre Einstellungen einmalig pro Gerät festlegen. Der Vorschlag muss noch von Europaparlament und Rat geprüft werden; Verbraucherschützer befürchten Widerstand aus den Mitgliedstaaten.
Apples Safari-Blockliste treibt Publisher zum Trusted Server
Mit dem neuesten Software-Update blockiert Apple Unternehmen, die Nutzer im Safari-Browser für gezielte Werbung verfolgen. Publisher reagieren nun dringend auf den Trusted Server des IAB Tech Lab, der die Werbeauktionen vom Gerät des Nutzers auf Server des Publishers verlagert und so die Blockliste umgeht. Publisher wie Paradium haben die Lösung bereits übernommen, andere prüfen ihre Optionen. Dies unterstreicht Apples wachsende Kontrolle über die digitale Werbung und wirft Fragen zur Marktmacht und zu den Auswirkungen auf die Publisher-Einnahmen auf. Da Apple sein eigenes Werbegeschäft ausbaut, verdeutlicht die Blockliste die veränderten Machtverhältnisse im Ad-Tech-Ökosystem.
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