Beobachtetes Signal · 20. Juli 2026 · Potential Closure / Cessation · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Ehemaliger Chefredaktor warnt vor drohendem Aus für den SonntagsBlick
Peter Rothenbühler, ehemaliger Chefredaktor des SonntagsBlick und späteren Le Matin Dimanche, erklärte gegenüber der NZZ, dass die Tage der traditionsreichen Sonntagszeitung in ihrer heutigen Form gezählt sein dürften. Er führt den Niedergang primär auf wirtschaftliche Faktoren wie die hohen Vertriebskosten am Sonntag zurück und verweist auf die historische Entwicklung sowie den massiven Reputationsschaden durch die Borer-Affäre. Berichten des Magazins Republik zufolge könnte der SonntagsBlick zum Jahresende endgültig eingestellt werden. Ringier dementiert eine beschlossene Schließung zwar, prüft in einem internen Schreiben jedoch eine Verlegung auf den Samstag sowie eine mögliche Namensänderung. CEO Marc Walder betonte bereits zuvor, dass in einer digitalen Zukunft nur Medien mit extrem hoher Reichweite oder in exklusiven Nischen überleben werden. Die 1969 gegründete Zeitung erreichte einst eine Auflage von rund 400.000 Exemplaren.
Die mögliche Einstellung oder ein umfassender Relaunch einer prominenten Schweizer Sonntagszeitung beeinträchtigt das Inventar und die Werbereichweite von Verlagen und verdeutlicht die strukturellen Herausforderungen der Print-Monetarisierung im Schweizer Medienmarkt.
Marktsignale zu Blick in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Peter Rothenbühler, Ex-Chefredaktor des SonntagsBlick aus den 1980er Jahren, sieht das Aus der gedruckten Sonntagszeitung in der aktuellen Form nahen.
- Er macht vor allem ökonomische Gründe und hohe Sonntags-Distributionskosten für die Krise verantwortlich.
- Während Republik über eine endgültige Einstellung zum Jahresende berichtet, prüft Ringier intern eine Verlagerung auf den Samstag und eine Namensänderung, dementiert aber eine definitive Schließung.
- Der SonntagsBlick wurde 1969 gegründet und verzeichnete zu Spitzenzeiten eine Auflage von fast 400.000.
- Die Borer-Affäre schadete dem Ruf massiv; CEO Marc Walder warnte indes, dass digital nur Medien mit massiver Reichweite oder klaren Nischen bestehen.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Peter Rothenbühler, who led the paper in the 1980s, comments in the NZZ on the future of his former paper SonntagsBlick....”
“Ringier confirmed the next day in an internal letter that it was examining Saturday delivery and a name change, but denied a definitive 'out...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
Ringier ersetzt SonntagsBlick durch neue Wochenendausgabe am Samstag
Ringier hat die Einstellung der traditionsreichen Sonntagszeitung SonntagsBlick angekündigt, die seit 1969 publiziert wird. Ab dem 9. Januar 2027 wird sie durch die neue Samstagsausgabe namens 'Blick fürs Wochenende' ersetzt. Die bisherige separate Samstagsausgabe von Blick wird in diese neue, 96-seitige und zweiteilige Wochenendpublikation integriert. Dieser strategische Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiv rückläufiger Schweizer Print-Werbeumsätze, die von 1,5 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2014 auf aktuell 600 Millionen gesunken sind. Von der Umstrukturierung sind keine Stellenstreichungen geplant, und die Redaktion behält ihre aktuelle Stärke. Die letzte Ausgabe des SonntagsBlicks erscheint am 27. Dezember 2026. Das neue Format bietet zudem eine erweiterte Sportberichterstattung sowie neue Kolumnen bekannter Schweizer Persönlichkeiten.
SonntagsBlick-Konkurrenz hält am gedruckten Sonntag fest
Ringier bereitet das nächste Kapitel für den SonntagsBlick vor, wobei Spekulationen über eine Vorverlegung der Zustellung auf Samstag die Runde machen. Die Konkurrenten Tamedia mit der SonntagsZeitung und die NZZ mit der NZZ am Sonntag bekräftigen indessen ihr Bekenntnis zum Sonntag als Publikationstag. Sie verweisen auf die ungebrochene Nachfrage der Leserschaft nach hintergründigem Journalismus am Wochenende und sehen keinen Anlass für eine Änderung des Print-Zeitplans. Ein möglicher Ausstieg des SonntagsBlick aus der Sonntagszustellung würde jedoch die Distributionskosten für die verbleibenden Titel erhöhen, da diese die Kosten für die Frühzustellung über die Presto Presse-Vertriebs AG gemeinsam tragen. Zwar verzeichnen beide Wettbewerber sinkende Leserzahlen, blicken der Zukunft der Sonntagszeitungen aber optimistisch entgegen.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
