Beobachtetes Signal · 26. Mai 2026 · Brand Launch · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Everlane-Gründer startet neue D2C-Marke ‚Still Radical‘
Michael Preysman, Mitgründer von Everlane, hat nach dem Verkauf des Unternehmens an Shein eine neue Bekleidungsmarke namens Still Radical ins Leben gerufen. Preysman, der Anfang 2026 aus dem Everlane-Aufsichtsrat ausschied, nachdem er elf Jahre lang als CEO und drei Jahre als Executive Chair tätig war, erklärte auf der Website von Still Radical, dass das neue Unternehmen ähnlichen Prinzipien folgen werde, jedoch ohne Unterstützung durch Venture Capital oder Private Equity auskomme. Die Website sammelt derzeit E-Mail-Adressen (fast 4.000 zum Redaktionsschluss), anstatt Produkte zu verkaufen. Branchenbeobachter wie DeAnn Campbell von StoreWyse führten einige der früheren Qualitäts- und Lieferkettenveränderungen bei Everlane auf externen Finanzierungsdruck zurück. Dieser Neustart im D2C-Segment zeigt, wie Gründer nach dem Verkauf etablierter Marken versuchen, durch Unabhängigkeit und wertebasierten Ansatz verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Ein prominenter D2C-Gründer, der wieder in den Markt eintritt, kann die Markenpositionierung und die DTC-Marketing-Narrative beeinflussen, jedoch handelt es sich um einen frühen Marken-Launch mit begrenzten unmittelbaren Auswirkungen auf das breitere AdTech- und MarTech-Ökosystem.
Marktsignale zu SHEIN in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Michael Preysman, Everlane-Mitgründer, hat eine neue Bekleidungsmarke namens Still Radical angekündigt.
- Der Launch folgt auf den bestätigten Verkauf von Everlane an Shein.
- Die Website von Still Radical sammelt derzeit E-Mail-Adressen; zum Redaktionsschluss gab es fast 4.000 Registrierungen.
- Preysman erklärte, dass die neue Marke auf Venture Capital und Private Equity verzichten wird.
- Preysman verließ den Everlane-Aufsichtsrat Anfang 2026 nach elf Jahren als CEO und drei Jahren als Executive Chair.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Shein übernimmt Everlane; Gründer startet Still Radical
Berichten von Modern Retail zufolge hat die Übernahme von Everlane durch Shein die Diskussionen über den Lebenszyklus venture-finanzierter Direct-to-Consumer-Marken sowie den Trend zu „zweiten Akten“ von Gründern neu entfacht. Everlane-Gründer Michael Preysman – der das Unternehmen Jahre zuvor verlassen hatte – hat eine neue Marke namens Still Radical ins Leben gerufen, die bewusst ohne Risikokapital oder Private Equity auskommt. Der Beitrag zieht Parallelen zu ähnlichen Gründer-Comebacks und Relaunches (darunter Outdoor Voices und Foxtrot) und verweist auf jüngste Finanzierungsrunden wie die Series-A-Runde von Mars Men in Höhe von 27,5 Millionen US-Dollar unter Führung von L Catterton. Branchenkenner betonen, dass erfahrene Gründer aus der Shopify-Ära aus vergangenen Fehlern gelernt haben und nun neue Consumer-Geschäfte aufbauen, die häufig weitgehend unabhängig von VC-Finanzierungen operieren.
Shein übernimmt Everlane und treibt US-Marktplatzstrategie voran
Berichten zufolge hat Shein die Bekleidungsmarke Everlane übernommen. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen der Fast-Fashion-Plattform, ihre Glaubwürdigkeit auf dem US-Markt zu steigern und breitere Ambitionen als Marktplatz voranzutreiben. Die Übernahme wurde von Lauren Sherman (Puck) publik gemacht und am 21. Mai 2026 von Modern Retail im Rahmen eines Marketplace Briefings analysiert. Everlane ist als ehemaliger Direct-to-Consumer-Brand bekannt, die sich auf radikale Transparenz wie öffentliche Fabrikvideos und Kostenaufstellungen stützt. Branchenbeobachterordnen den Deal im Kontext früherer Partnerschaften von Shein – etwa mit Forever 21 – ein. Die Übernahme gilt als strategischer Schritt hin zu einem amazonähnlicheren Marktplatz und einer gestärkten Retail-Präsenz in den USA, was langfristig auch Auswirkungen auf das Retail Media-Geschäft haben dürfte.
Shein plant Zukäufe und nutzt Everlane-Übernahme als strategischen Testlauf
Der Fast-Fashion-Konzern Shein bereitet eine breit angelegte M&A-Strategie vor, um seine internationale Markenplattform zu skalieren. Die geplante Übernahme des US-Labels Everlane für 80 Millionen US-Dollar gilt als Pilotprojekt, wobei Zukäufe über verschiedene Preissegmente hinweg evaluiert werden. Everlane soll als eigenständige Marke operieren, jedoch vollständig an Sheins Supply Chain, Logistiknetzwerk und globale Kundenbasis angebunden werden. Die Transaktion unterliegt noch der regulatorischen Prüfung durch das CFIUS. Über das hauseigene ‚Xcelerator‘-Programm gewährt Shein Partnern Zugriff auf seine Produktions- und Distributionsinfrastruktur. Finanziell ist der Konzern mit rund 15 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln sowie 1,74 Milliarden US-Dollar aus dem jüngsten IPO robust aufgestellt, verbuchte jedoch im zum 31. März 2026 endenden Quartal einen Nettoverlust von 99 Millionen US-Dollar nach einem Vorjahresgewinn von 395 Millionen US-Dollar.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
