Beobachtetes Signal · 22. Nov. 2024 · Product Launch · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Europäische Zahlungsinitiative startet Wero-App als Konkurrenz zu PayPal
Die European Payments Initiative (EPI) bringt mit Wero eine europäische Smartphone-Zahlungs-App auf den Markt, die PayPal herausfordern soll. Zum Start können zunächst Kunden der deutschen Postbank den Dienst nutzen, um Geld per Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse zu senden und zu empfangen. Wero wird von einem Konsortium aus 14 Banken und zwei Zahlungsdienstleistern aus fünf Ländern unterstützt. Die App ist in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar, weitere Märkte sind geplant. Nach Angaben der EPI gibt es europaweit 14 Millionen registrierte Nutzer, rund 80 Prozent davon in Frankreich, sowie acht Millionen abgewickelte Transaktionen. Ab 2025 sind Zahlungen in Onlineshops geplant, gefolgt von stationären Zahlungen ab 2026 sowie Ratenzahlungsfunktionen und einer europäischen ID-Wallet. Bisherige europäische Zahlungsversuche wie Giropay und Paydirekt scheiterten jedoch, und rund die Hälfte der ursprünglich etwa 30 teilnehmenden Banken hat das EPI-Projekt im Laufe von vier Jahren verlassen.
Die Einführung eines neuen europäischen Zahlungssystems könnte die E-Commerce-Checkout- und Zahlungsinfrastruktur in Europa beeinflussen, hat jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die AdTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EPI startet die Zahlungs-App Wero, anfangs für Postbank-Kunden in Deutschland.
- Wero ist eine gemeinsame Initiative von 14 Banken und zwei Zahlungsdienstleistern aus fünf europäischen Ländern.
- EPI meldet 14 Millionen registrierte Wero-Nutzer und 8 Millionen verarbeitete Transaktionen, überwiegend in Frankreich.
- Zahlungen in Onlineshops via Wero sind für 2025 geplant; Zahlungen im stationären Handel ab 2026.
- Fast die Hälfte der ursprünglich rund 30 teilnehmenden Banken hat sich seit Projektstart vor vier Jahren aus der EPI zurückgezogen.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“EPI aims to position Wero as a European alternative to the US service PayPal....”
“Dominik Hennen, Head of Personal Banking at Deutsche Bank, announced that Postbank, which belongs to Deutsche Bank, will go live with Wero o...”
“Postbank, a subsidiary of Deutsche Bank, will initially offer Wero to its customers in Germany....”
“EPI is the joint venture behind the Wero payment system....”
“EPI is attempting to create a European counterpart to US companies such as Mastercard, Visa and PayPal....”
“EPI is attempting to create a European counterpart to US companies such as Mastercard, Visa and PayPal....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
EHI-Report: Mobile Wallets wachsen, Chats meist KI-gestützt
Der EHI E-Commerce-Report 2026, basierend auf 1.000 deutschen Online-Shops und Marktplätzen, zeigt eine breite Einführung mobiler Wallets: 97,2 % unterstützen sie, angeführt von PayPal mit 96,3 %. Apple Pay wuchs auf 49 % (vorher 37,8 %), Google Pay auf 32 % (vorher 23,1 %). Das neue Bezahlsystem Wero liegt nur bei 3 %. KI dominiert den Kundenservice: 77,9 % der vorhandenen Chat-Funktionen sind KI-gestützt, obwohl nur 40,8 % der Shops überhaupt einen Chat anbieten. Click & Collect bieten 34,6 % der Shops an, wobei 56 % davon Online-Zahlung ermöglichen. Präzise Lieferoptionen bleiben eine Nische, nur 3,4 % bieten persönliche Lieferzeitfenster an.
Ratenkauf legt bei Großkäufen deutlich zu
Buy now, pay later (BNPL) gewinnt bei größeren Online-Einkäufen deutlich an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Verivox-Umfrage würden 15 Prozent der Befragten einen Online-Einkauf über 1.000 Euro bevorzugt in Teilbeträgen bezahlen – 2024 waren es nur 9 Prozent. Das ist das stärkste Wachstum unter den gängigen Zahlungsmethoden. Der Kauf auf Rechnung bleibt mit 29 Prozent die beliebteste Zahlungsart, gefolgt von PayPal (21 Prozent) und Karten (14 Prozent). Der Trend ist besonders bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen ausgeprägt: 23 Prozent der Befragten mit unter 2.000 Euro netto bevorzugen Ratenzahlung, aber nur 7 Prozent mit über 4.000 Euro. Die steigende Nutzung von Ratenkäufen erhöht jedoch auch das Risiko der Überschuldung. Ab dem 20. November treten strengere gesetzliche Vorgaben in Kraft, darunter umfassendere Kreditwürdigkeitsprüfungen. Bei kleineren Beträgen (25-100 Euro) bleibt PayPal klar dominierend, Ratenzahlung spielt kaum eine Rolle.
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