Beobachtetes Signal · 1. Juli 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
EU-Kommission: Metas Pay-or-Consent-Modell verstößt gegen DMA
Die Europäische Union hat in einer vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass Metas Pay-or-Consent-Modell für EU-Nutzer gegen den Digital Markets Act (DMA) verstößt. Das Modell, das Anwendern die Wahl zwischen einem kostenpflichtigen, werbefreien Erlebnis oder der Zustimmung zur Datennutzung lässt, wird als ungleiche Wahl kritisiert. Es biete Nutzern, die keine Einwilligung erteilen, keinen gleichwertigen Service ohne den massiven Einsatz persönlicher Daten. Meta hatte ein monatliches Abonnement als Alternative eingeführt, doch die Kommission wertet dies nicht als adäquaten Ersatz. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Meta Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, bei Wiederholung sogar bis zu 20 Prozent – basierend auf einem Umsatz von rund 135 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Die Kommission hat ihre vorläufigen Schlussfolgerungen an Meta übermittelt, das nun schriftlich Stellung nehmen kann.
Ein bedeutender regulatorischer Schritt mit weitreichenden Konsequenzen für branchenweite Data-Driven-Marketing- und Identitätsstrategien im gesamten europäischen Wirtschaftsraum.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die EU-Kommission kommt zu dem vorläufigen Schluss, dass Metas Pay-or-Consent-Prinzip gegen Artikel 5(2) des DMA verstößt.
- Meta bot EU- und EWR-Nutzern ein kostenpflichtiges Abonnement als angebliche Alternative zur Datennutzung an.
- Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes (bis zu 20 Prozent im Wiederholungsfall); Metas Umsatz 2023 lag bei ca. 135 Milliarden US-Dollar.
- Meta kann nun zu den vorläufigen Vorwürfen schriftlich Stellung nehmen; bei anhaltender Nichtbeachtung drohen harte DMA-Durchsetzungsmaßnahmen.
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EU: Meta verstößt laut DSA gegen Regeln für süchtig machende Designs
Der vorläufige Bericht der Europäischen Kommission kommt zu dem Schluss, dass Meta gegen den EU Digital Services Act verstoßen hat. Grund dafür sind mangelnde Risikobewertungen und -minderungen bei 'süchtig machenden' Designfunktionen auf Facebook und Instagram wie Infinite Scroll, Autoplay von Kurzvideos, Push-Nachrichten und personalisierten Empfehlungs-Algorithmen, die Minderjährige und gefährdete Erwachsene schädigen. Die Kommission stufte bestehende Schutzmaßnahmen als wirkungslos ein und forderte Meta auf, bestimmte Funktionen standardmäßig zu deaktivieren sowie effektive Bildschirmpausen und Einschränkungen für engagement-fokussierte Empfehlungen einzuführen. Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Teenie-Konten, nächtliche Sperren und ein tägliches 15-Minuten-Limit. Dem Unternehmen drohen bei Bestätigung der Verstöße EU-Bußgelder von bis zu 6 Prozent des weltweiten Umsatzes – rund 12 Milliarden US-Dollar basierend auf den Umsätzen von 2025 –, während parallel US-Bundesstaaten klagen.
Grok Bot durchsucht X und nutzt Konkurrenzmodelle
SpaceXAI hat seinen AI-Agenten Grok Bot um die Fähigkeit erweitert, die gesamte X-Plattform kontinuierlich zu durchsuchen und zu analysieren. Nutzer können den Agenten nun für 24/7-Social-Listening, Markenüberwachung und Trendanalysen einsetzen, ähnlich wie bei Googles Information Agents. Grok Bot wird je nach Aufgabenstellung auch Modelle von Konkurrenten wie Claude Opus 5.5, Midjourney und Suno integrieren. Dieser Schritt signalisiert einen Wandel hin zu Multi-Modell-AI-Agenten und erweitert die Möglichkeiten der KI-gestützten Social-Media-Analyse.
Instagram-Edits-App ermöglicht jetzt Carousel-Erstellung
Die Edits-App von Instagram erlaubt Creatorn jetzt die direkte Erstellung von Karussell-Posts, wie der Creators Account von Instagram über Instagram und Threads bekannt gab. Das Feature steht iOS-Nutzern sofort zur Verfügung, eine Android-Version soll bald folgen. Plattformchef Adam Mosseri bestätigte in einem Broadcast Channel, dass Nutzer auf jeder Slide Fotos und Videos mischen, Bilder über Slides hinweg verknüpfen sowie die bereits aus der Videoediting bekannten Sticker, Texteffekte und Cutouts verwenden können. Dies soll die Content-Erstellung vereinfachen und das Engagement fördern, da Karussells weiterhin ein beliebtes Format sind. Zusätzlich ist der Edits AI Assistant, der Videoideen basierend auf Account-Metriken liefert, derzeit nur in den USA verfügbar. Meta erweitert weiterhin seine Creator-Tools zur Unterstützung des Social-Media-Marketings.
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