Beobachtetes Signal · 9. Dez. 2025 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
EU prüft Googles KI-Datennutzung und droht mit Milliardenstrafe
Europäische Regulierungsbehörden haben eine formelle kartellrechtliche Untersuchung gegen Google eingeleitet. Es wird geprüft, ob das Unternehmen Publisher-Inhalte ohne faire Vergütung oder transparente Opt-out-Möglichkeiten zum Training von KI-Systemen genutzt hat. Im Fokus stehen dabei AI Overviews und der AI Mode in der Google Search sowie die Verwendung von YouTube-Videos für das KI-Training. Die Europäische Kommission warnt, dass solche Praktiken den Wettbewerb beeinträchtigen und der Medienvielfalt schaden könnten. Bei einem nachgewiesenen Verstoß drohungen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Der Fall stützt sich auf Artikel 102 AEUV und Artikel 54 des EWR-Abkommens. Dies verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen rasanter KI-Innovation und den Urheberrechten sowie der Monetarisierung von Content Creators, während Big Tech insgesamt stärker in den regulatorischen Fokus rückt.
Regulatorisches Vorgehen der EU gegen eine dominante Plattform mit potenziellen Milliardenstrafen, das erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Branche hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission hat eine formelle Kartelluntersuchung gegen Google wegen des Trainings von KI mit Publisher-Inhalten eingeleitet.
- Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf AI Overviews, dem AI Mode in der Google Search und dem Training mit YouTube-Videos.
- Mögliche Bußgelder können bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen; eine feste Frist für den Abschluss gibt es nicht.
- Die Untersuchung beruft sich auf Artikel 102 AEUV und Artikel 54 des EWR-Abkommens.
- Die EU war zuvor bereits mit einer Kartellstrafe in Höhe von 4,1 Milliarden Euro im Android-Fall gegen Google vorgegangen.
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Europäische Verleger reichen Kartellbeschwerde gegen Google-KI ein
Der European Publishers Council (EPC) hat bei der Europäischen Kommission eine Kartellbeschwerde gegen Google eingereicht. Dem Tech-Riesen wird vorgeworfen, seine dominante Position bei der Suche zu missbrauchen, indem er Verlagscontent in KI-Funktionen wie Google Search AI Overviews und AI Mode einbindet. Kritisiert werden die Nutzung ohne ordnungsgemäße Autorisierung, das Fehlen realistischer Opt-out-Optionen, unfaire Vergütungspraktiken sowie Traffic-Umleitungen, die den Lizenzmarkt untergraben. Zu den EPC-Mitgliedern zählen Medienhäuser wie Axel Springer, News UK, The Guardian und Condé Nast. Google weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, dass Vergütungen allenfalls für replizierte Inhalte, nicht jedoch für das Training mit frei zugänglichem Webcontent angemessen seien. Die Beschwerdersteller fordern von den Regulierungsbehörden effektive Kontrollrechte für Publisher sowie faire Rahmenbedingungen für Lizenzierung und Vergütung.
EU Probes Publisher Opt-Outs from Google AI Overviews
The European Commission is investigating whether publishers are actually using Google's opt-out for AI Overviews in search results. The opt-out, completed on August 31, was introduced following a UK CMA announcement in June. The EU's antitrust regulators sent a questionnaire to publishers in July, which closed on August 28, asking about their usage of the opt-out and factors influencing their decision. This is part of a broader investigation into Google's use of online content for AI, launched in December 2025, to determine if Google imposes unfair terms on publishers and disadvantages rival AI models. Publisher feedback could determine the outcome of the investigation.
Yapily-Chef hält sich bei Open-Banking-Konsolidierung zurück
Yapily, ein britisches Open-Banking-Infrastruktur-Startup mit Lakestar-Beteiligung, meldete verbesserte Finanzzahlen für 2025: Der Umsatz stieg von 6,7 Mio. £ auf 16,7 Mio. £, und der Verlust von 16,2 Mio. £ wandelte sich in einen Gewinn von 355.000 £. CEO Stefano Vaccino führt das Wachstum auf eine schlanke Organisation und höhere Einnahmen von Bestandskunden wie Revolut, Intuit, Adyen und Google zurück. Das seit 2025 profitable Unternehmen hatte zuletzt 2021 eine Series-B-Finanzierung über 51 Mio. $ unter Führung von Sapphire Ventures erhalten. Angesichts der erwarteten Konsolidierung im Open-Banking-Sektor erklärte Vaccino, man wolle sich vorerst zurückhalten und auf organisches Wachstum setzen. Er verwies auf kommende Treiber wie Commercial Variable Recurring Payments (CVRPs) und das EU-Regelwerk Financial Data Access (FiDA) sowie auf jüngste Übernahmen wie Paypoints Kauf von obconnect und TrueLayers Übernahmen von in3 und Zimpler.
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