Beobachtetes Signal · 20. Feb. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
EU eröffnet DSA-Verfahren gegen TikTok wegen Jugendschutz
Die Europäische Kommission hat ein offizielles Vertragsverletzungsverfahren gegen TikTok nach dem Digital Services Act (DSA) eingeleitet. Im Fokus stehen die Reduzierung systemischer Risiken und der Schutz von Minderjährigen. Untersucht werden die Einhaltung von Risikobewertungen, Werbetransparenz, der Datennugang für Forschende sowie das Management potenziell süchtig machender Designelemente und schädlicher Inhalte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wirksamkeit von Altersverifikationstools, um Minderjährigen den Zugriff auf ungeeignetes Material zu verwehren. Bei Verstößen drohen Sanktionen von bis zu sechs Prozent des globalen Jahresumsatzes. EU-Kommissar Thierry Breton betonte, dass der Onlineschutz von Minderjährigen oberste Priorität des DSA hat und Plattformen eine besondere Verantwortung tragen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer verschärften regulatorischen Überwachung großer Digitalplattformen in der EU und hat weitreichende Relevanz für das gesamte Ökosystem.
Regulatorisches Vorgehen gegen eine führende Plattform im Rahmen des DSA mit drastischen Bußgeldrisiken und direkten Auswirkungen auf Werbe- und Jugendsicherheitsstandards.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die EU-Kommission hat ein formales Verfahren gegen TikTok nach dem Digital Services Act (DSA) eingeleitet.
- Untersucht werden Jugendschutz, Werbetransparenz, Datennugang für Forschende sowie Risikomanagement bezüglich süchtig machendem Design und schädlicher Inhalte.
- Besonderer Fokus liegt auf Altersverifikationstools zur Verhinderung des Zugriffs Minderjähriger auf ungeeignete Inhalte.
- Bei nachgewiesenen Verstößen drohen unter dem DSA Geldbußen von bis zu 6% des globalen Jahresumsatzes.
- EU-Kommissar Thierry Breton betonte den Onlineschutz von Minderjährigen als oberste Priorität des DSA.
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EU: TikTok gefährdet Minderjährige und droht mit Milliardenstrafe
Am 24. Juli 2026 veröffentlichte die Europäische Kommission vorläufige Untersuchungsergebnisse, wonach die Schutzstandards von TikTok für Kinder und Jugendliche unzureichend sind. Brüssel bemängelt Risiken wie Cybermobbing, unerwünschte Kontaktaufnahmen und potenziell schädliche Empfehlungs- sowie Autoplay-Algorithmen. Insbesondere öffentliche Profile von Minderjährigen, die auch für Nicht-Nutzer einsehbar sind, ermöglichen Kontaktaufnahmen durch Fremde. Die Kommission fordert, dass Inhalte von Minderjährigen nur für akzeptierte Kontakte sichtbar und von Empfehlungen ausgeschlossen werden. TikTok (ByteDance) verteidigte seine Vorkehrungen und verwies auf über 50 Standard-Datenschutzfunktionen sowie eingeschränkte Direktnachrichten. Sollten die Mängel nicht behoben werden, drohen formelle Verstöße und Geldstrafen von bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes. Der Bericht verdeutlicht die verschärfte regulatorische Kontrolle für Social-Media-Plattformen in Europa mit über 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzern.
EU stuft TikTok-Plattformdesign als unzulässig nach dem DSA ein
Die Europäische Kommission hat in einer vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass das App-Design von TikTok – darunter Endlos-Scrolling, Autoplay und anreizbasierte Engagement-Loops – gegen den Digital Services Act (DSA) verstoßen könnte. Diese Bewertung ist noch nicht endgültig; TikTok erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, während die Regulierungsbehörden den Europäischen Ausschuss für digitale Dienste konsultieren. Sollte der Vorwurf bestätigt werden, drohen Einschränkungen süchtig machender Funktionen, ein verstärkter Jugendschutz sowie Geldstrafen von bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes. Die Kommission kritisiert, dass Risikosignale wie nächtliche Nutzung durch Minderjährige unzureichend adressiert wurden. Der Fall könnte einen Präzedenzfall für Plattformdesign in der gesamten EU schaffen. Laut World Advertising Research Centre beläuft sich der Umsatz von TikTok in diesem Jahr auf rund 35 Milliarden US-Dollar, was die Tragweite verdeutlicht. TikTok weist die Vorwürfe zurück und kündigt rechtliche Schritte an.
EU: TikToks süssmachendes Design verstösst gegen den Digital Services Act
Die Europäische Kommission hat in einer vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass TikToks Kurzvideoplattform gegen Bestimmungen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act) zum süssmachenden Design verstösst. Nach einer im Jahr 2024 eingeleiteten Untersuchung bemängelte die Behörde Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und ein hochgradig personalisiertes Empfehlungssystem als potenziell schädlich, insbesondere für Minderjährige. TikTok habe es versäumt, Risiken adäquat zu mindern, was sich in häufigen App-Öffnungen und nächtlicher Nutzung zeige. Die Kommission empfiehlt Massnahmen wie das schrittweise Abschalten des Infinite Scroll, Pausenerinnerungen und Anpassungen des Empfehlungsalgorithmus. TikTok bestreitet die Vorwürfe. Bestätigt sich das Urteil, drohen Geldstrafen von bis zu 6 Prozent des globalen Jahresumsatzes.
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