Beobachtetes Signal · 13. Juli 2026 · Policy Update · Quelle: Horizont · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
EU-Expertengremium empfiehlt Mindestalter von 13 Jahren für Social Media
Ein von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beauftragtes Expertengremium empfiehlt, den unbegleiteten Zugang von Kindern zu Social Media und digitalen Diensten EU-weit erst ab 13 Jahren zu gestatten. Für Unter-13-Jährige soll die Nutzung zeitlich limitiert und nur unter elterlicher Aufsicht oder im Bildungskontext erlaubt sein; für Kleinkinder bis zwei Jahre wird ein kompletter Verzicht empfohlen. Den EU-Mitgliedstaaten soll es freistehen, strengere Altersgrenzen festzulegen. Laut Ko-Autor Jörg Fegert sollen Jugendliche ab 13 Jahren schrittweise mehr digitale Eigenständigkeit bei gleichzeitig standardisierten Schutzmechanismen erhalten. Der Bericht fordert zudem eine konsequentere Durchsetzung der Jugendschutzvorgaben nach dem Digital Services Act (DSA), unter dem die Kommission bereits Verfahren gegen Plattformen wie Meta eingeleitet hat. Von der Leyen kündigte einen konkreten Regulierungsvorschlag der Kommission für die Zeit nach der Sommerpause an.
Eine EU-weite Altersbeschränkung für Social-Media-Plattformen hat direkte regulatorische Folgen für Plattformbetreiber und Werbetreibende, da sie die adressierbaren Zielgruppen im Jugendbereich verkleinert und die DSA-Compliance-Anforderungen verschärft.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Expertengremium empfiehlt 13 Jahre als EU-weites Mindestalter für die eigenständige Nutzung von Social Media und digitalen Plattformen.
- Nutzung für unter 13-Jährige nur zeitlich begrenzt, unter elterlicher Aufsicht oder im schulischen Kontext; vollständiger Verzicht für Kinder unter zwei Jahren.
- EU-Mitgliedstaaten können höhere nationale Altersgrenzen definieren; Jugendliche sollen ab 13 Jahren sukzessive mehr Autonomie erhalten.
- Forderung nach strikter Durchsetzung des DSA-Minderjährigenschutzes (Art. 28); EU-Kommission führt bereits Verfahren gegen Konzerne wie Meta.
- EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigt offiziellen Gesetzesvorschlag für den Spätsommer an.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“A procedure by the Brussels authority is already running against the Facebook and Instagram group Meta....”
“Popular platforms such as YouTube, Instagram, TikTok, Snapchat and others fall under the European Digital Services Act (DSA)....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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EU plant Social-Media-Verbot für unter 13-Jährige
Ein von der EU-Kommission eingesetztes Expertengremium empfiehlt ein vollständiges Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren sowie gestaffelte Altersgrenzen bis 16 Jahre. Die Kommission plant, diese Empfehlungen bereits nach der Sommerpause – möglicherweise ab September – in einen verbindlichen Gesetzesvorschlag zu überführen. Dieser würde Plattformen dazu verpflichten, strikte Altersgrenzen und technische Altersverifikationssysteme einzuführen. Die Initiative folgt auf verschärfte Prüfungen suchtfördernder Design-Mechanismen und laufende Verfahren im Rahmen des Digital Services Act (DSA) gegen große Plattformbetreiber. Bei einer Verabschiedung müssten soziale Netzwerke ihre Onboarding-Prozesse, Verifikationsmethoden und Jugendschutzmaßnahmen grundlegend umgestalten. Dies hätte weitreichende Konsequenzen für Zielgruppengrößen, das Ad Targeting und die allgemeine Plattform-Compliance im gesamten europäischen Werbe- und Medienmarkt.
EU-Kommission plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren
Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen plant strenge Regulierungen für Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat. Vorgesehen ist ein vollständiges Zugangsverbot für Kinder unter 13 Jahren mittels robuster Altersverifikation. Für 13- bis 15-Jährige sollen beaufsichtigte „Mini-Accounts“ mit maximal einer Stunde Nutzungsdauer pro Tag eingeführt werden; vollwertige Konten wären erst ab 15 Jahren gestattet. Zudem müssen Plattformen Sucht-Designs abbauen, darunter Endlos-Scrolling und Autoplay-Videos. Ergänzend sind standardmäßig private Profile für Minderjährige, Einschränkungen für Livestreams sowie verbindliche Kindersicherheits-Zertifizierungen geplant. Während deutsche Politiker die Initiative unterstützen, warnen Experten vor erheblichen Hürden bei der technischen Durchsetzung, potenziellen Eingriffen in Grundrechte und Wettbewerbsnachteilen für neue Marktteilnehmer. Der Vorschlag bedarf noch der Zustimmung des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten, was einen monate- oder jahrelangen Gesetzgebungsprozess nach sich ziehen dürfte.
EU-Kids-Act: Altersgrenzen für Social Media geplant
Der Artikel diskutiert den von der EU vorgeschlagenen Kids Act, der Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien einführen soll. Kinder unter 13 Jahren sollen keine Social-Media-Konten mehr haben dürfen, 13- und 14-Jährige nur eingeschränkte, von den Eltern beaufsichtigte Konten, und erst ab 15 Jahren wäre ein eigenes Konto möglich. Die Autorin argumentiert, dass ein bloßer Ausschluss von Kindern aus sozialen Medien zu kurz greift und dass Plattformen reguliert werden müssen, um ein sichereres Umfeld zu schaffen. Der Artikel verweist auch auf Australiens kürzlich eingeführte Altersgrenze von 16 Jahren und stellt fest, dass die Durchsetzung schwierig ist, da Jugendliche Wege finden, Alterskontrollen zu umgehen. Die Autorin betont die Notwendigkeit, Tech-Giganten zu regulieren, anstatt junge Menschen auszuschließen, und fordert mehr Verantwortung der Plattformen und verbesserten Jugendschutz.
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